| Jahr | ||
| 1921 | In Kenia nimmt die East African Association den Kampf gegen den Landraub durch europäische Siedler auf. Die Bewegung wird 1922 verboten. |
1920 wurde Kenia der Stand einer britischen Kronkolonie auferlegt. Die brit. Behörden führen eine Zwangsarbeit von 180 Tagen im Jahr ein, eine Kopfsteuer und Arbeitsausweise für die Arbeit auf europäischen Plantagen. |
| 1935 | In Kenia erheben sich die Masai-Bauern (Hirten?) gegen die Vertreibung aus ihren Weidegebieten. Der Aufstand wird blutig unterdrückt. | |
| 1957 bis 1960 | Die Chiefs führen die Bauernaufstände verschiedener Xhosa-Clans in der Transkei (Südafrika) an. Dabei wird die große Pondo-Rebellion international bekannt. Sie wird mit äußerster Brutalität niedergeschlagen. | Die Auseinandersetzungen richten sich gegen regierungsoffizelle "Selbstverwaltungen". (?) |
| 1959 | 1959 wird durch eine Bauernrevolte der Hutus die Oberschicht der Tutsis in Ruanda gestürzt.
Dabei müssen über 150 000 Angehörige der Volksgruppe der Tutsi nach Uganda fliehen.
1961 erfolgt dann der Sturz der Niyginya-Dynstie und damit das Ende der Monarchie in Ruanda. Ruanda wird eine Republik unter der Hutu-Führung im Jahr 1962. |
Da die sozialen Probleme nicht gelöst werden, setzen sich die Spannungen in den folgenden Jahrzehnten fort. |
| 1963 bis 1964 | Beim Ogaden-Aufstand (Äthiopien) 1963/1964 formieren sich die im äthiopischen Ogaden lebenden Somali-Nomaden (Tierhirten)
in der Ogaden-Befreiungsfront. Sie fordern die Rücknahme von Steuer-Erhebungen und ungehinderten Grenzübertritt
nach Somalia, da der traditionelle Zugang zu Weiden und Wasserstellen für die Tierhaltung erforderlich war. |
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| 1964 bis 1968 | 1964 bis 1968 maoistische Guerilla um Piere Mulele im Kongo-Kinshasa (Region Kwilu). (?) |
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| 1971 | Die Insel Madagaskar vor der Ostküste Afrikas wird 1971 von Bauernunruhen erschüttert. Der Aufstand verarmter Bauern begann in der Provinz Tulear und breitete sich über die ganze Insel aus. Mehrere hundert Menschen kamen dabei ums Leben. In den Folgejahren herrschte eine Militärdiktatur. | In den Folgejahren herrschte eine Militärdiktatur. |
| 1976 | Geschlossener Boykott der Local Government Wahlen der von ihrem Land vertriebenen Hausa-Bauern in Nigeria (?) im South Chad Irrigation Project (?) | (?) |
| 1980 | Offene Rebellion der Kleinbauern in der Sokoto-Provinz in Nigeria. In dem Bakalori-Bewässerungs- und Entwicklungsprojekt, dem bis dato größten dieser Art in Nord-Nigeria, kam es im Frühjahr zu einer dramatischen Konfrontation zwischen Kleinbauern einerseits und den absentee landlords, der Projektleitung und der Staatsmacht andererseits. Als die Dorfbewohner, denen man mit dem Projekt ihre Lebensgrundlage entzogen hatte, sich gegen einen weiteren Ausbau durch Straßensperren, Besetzung des Staudamms (?) und Schließung der Bewässerungstore (?) wehrten, wurde der Aufstand mit Waffengewalt nieder geschlagen. Fazit: mindestens 19 Tote (inoffizielle Angaben weit höher!), mehrere niedergebrannte Dörfer ! |
Ursachen: Projektmaßnahmen betrafen Kleinbauern gehörendes Land. Die Landwirtschaftspolitik der Regierung und der (sie beratenden) Weltbank hat mit den erstellten Entwicklungsprojektten nicht das Ziel erreicht, das Los der Kleinbauern zu verbessern. Vielmehr bewirkte sie eine weitere soziale Differenzierung und Ungleichhheit zwischen armen und reichen Bauern. |
| 1999 | Nigeria 1999 / 2000 (?) |
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| 2007 | Bauernproteste in Kenia. Bei einem Protestmarsch in Nairobi zogen Bauern vor die deutsche Botschaft. Sie forderten von der Bundesregierung, die den EU-Vorsitz hat, eine klare Absage an die unfairen Bedingungen, die mit den EPAs auf sie zukommen dürften. Von der eigenen Regierung erwarten die lokalen Produzenten Widerstand gegen die Verträge, die nach Auslaufen des 2000 unterzeichneten Cotonou-Abkommens am 31. Dezember 2007 die Beziehungen zwischen der Union und den AKP-Staaten regeln sollen. Anvisiert ist eine Angleichung an die Freihandelsprinzipien der Welthandelsorganisation (WTO). |
Die kenianischen Bauern befürchten eine Beendigung des zollfreien Zugangs in die EU (97 % kenianischer Produkte gehen zollfrei
in die EU) und eine Überschwemmung des eigenen Marktes mit hoch subventionierten europ. Billigprodukten. Die Bauern machen die Liberalisierung des Welthandels für ihre schlechte Lage verantwortlich. Junge Welt 26.4.2007 S.15 |
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