Auswirkungen der "Reformen zur Befreiung aus der Leibeigenschaft" in Deutschland im 19.Jahrhundert
Reform und Abbau der bürgerlichen Rechte
Angesichts einer dubiosen Privatisierungswelle, die seit 1989 nicht nur die Bundesrepublik
überschwemmt, sondern sich in auffallender Weise über die ganze Welt verbreitet, ist es
notwendig daran zu erinnern, das zu Beginn des 19.Jahrhunderts eine ähnliche Bereicherungswelle die
Menschenmassen Europas in Armut, Verzweiflung und zur Auswanderung trieb.
Diese Bereicherungswelle geht mit zwei Merkmalen einher: zum einen mit dem ständig
benutzten Begriff der "Reform" und zum anderen mit einem gleichzeitigen Abbau der Rechte des Einzelnen!
Beiden Erscheinungen begegnen wir bereits in der ersten Hälfte des 19.Jahrhunderts.
Währungsreformen
Nach den napoleonischen Kriegen und der Kleinstaaten-Verteilung Europas entsprechend der Verhandlungen des
Wiener Kongresses war die Welt noch lange nicht in Ordnung gebracht.
Die Aufhebung der Kontinentalsperre durch die Siegermächte ließ die gewerbliche Produktion auf dem Festland
erst einmal zusammen brechen! Unter dem Druck billiger englischer Waren kam statt Fortschritt
eine wuchtige Krise!
Zudem waren die meisten Staaten "hoch verschuldet" - kein Historiker führt auf, wer hier wem
was schuldete. Scheinbar lassen sich weder die Namen der Geldgeber noch die der
Schuldner finden. Die Zahler bildeten in jedem Fall die unteren Bevölkerungsschichten der betroffenen Länder, die
durch Gesetze stets zu Steuern und Abgaben verpflichtet wurden.
Ein noch nicht allzu häufig probiertes Mittel, den "Staats-Verschuldungen" beizukommen, waren
damals Währungsreformen! Geldverschnitte und Münzabwertungen kannte man bereits.
Papiergeld war noch nicht allzu weit verbreitet und in den deutschen Ländern
nicht so gern gesehen. Aber gerade das bot neue Möglichkeiten!
In Österreich brachten Papiergeldreformen 1811 und 1816 eine Entwertung von 80% und
von 60%. (1) Die Papiergeldbesitzer, also diejenigen, bei denen es nicht zu Gold und Silber reichte,
waren kleine Beamte, kleine Gewerbetreibende und die Bauern. Die Verluste trafen deren Ersparnisse .
Preußen nahm 1821 seine Geld-Reform vor, aus anderen Gründen, aber mit dem gleichen Motiv!
Hier wurde eine Vereinheitlichung der Zahlungsmittel deswegen erforderlich,
weil der "Immobilienhandel" infolge der "Ablösereformen" dringend übersichtlicherer Zahlungsmittel bedurfte.
So sind in nebenstehender "Vergleichungstabelle" von 1821 (2) allein unter
den gängigsten Silbermünzen 15 Sorten Geld aufgeführt!
Bauernbefreiung
Bei einer wirtschaftlichen Nachkriegserschöpfung ist es ein schwieriges aber
nicht glückloses Unterfangen, neue Steuern einzuführen.
Man muß nur einen richtigen Namen dafür finden: Reform! Reform für Freiheit!
Und Freiheit wollten die Bauern, Freiheit von der feudalen Abhängigkeit! Die
war möglich, das hatten ihnen die Franzosen zu erzählen gewußt!
Unter dem Druck der militärischen Niederlage Preußens bei Jena und Auerstedt
entwarf ein Reichsfreiherr Stein das sogenannte "Oktoberedikt" von 1807, das den Bauern diese Freiheit versprach.
Vier Jahre später realisierbar mit
dem "Edikt, die Regulierung der gutsherrlichen und bäuerlichen Verhältnisse betreffend" v. 14.September 1811
(3),
war die Freiheit bereits nicht mehr kostenlos!
Vielleicht mag es noch guter Wille einiger Reformer gewesen sein, die die reale Wirkung ihrer
Befreiungsgedanken nicht abzuschätzen wußten.(c)
Die materielle Durchsetzung jedoch offenbarte brutalste Habgier!
Fast unberücksichtigt bleibt in der offiziellen Geschichtsschreibung die Tatsache, das die ehemaligen
Leibeigenen per Gesetz verpflichtet wurden, sich frei zu kaufen! Und gar nicht genannt werden solche Fakten
wie z.B. die Beibehaltung der laufenden Abgaben.
Die Bauern trugen als "Freiheit" nun doppelte Last: die alten Zwangsabgaben und die neuen Verpflichtungen
zum Freikauf!
Nur aus erhalten gebliebenen Steuerlisten kann man eine unglaubliche Verdopplung der
Bereicherung der alten und neuen Großgrundbesitzer ablesen, die sich in kürzester Zeit vollzog!
Leider haben die Bauern damals ihre Geschichten nicht aufschreiben können.
In den deutschen Ländern verloren die Bauern etwa 1/3 ihres Bodenbesitzes.
Die Gewinner waren nicht etwa nur alte Rittergutsbesitzer!
Viele der sogenannten Rittergüter kamen in "bürgerlichen" Besitz! Die neuen Herren waren
Kaufleute, Bankiers, Steuereinnehmer, Finanz- und Justizräte usw. (4).
Es ist bemerkenswert, aber oft unerwähnt, diese Neureichen erhielten mit den Gütern deren alte feudale Privilegien!
Dazu gehörte das Jagdrecht auf Bauernfeldern, die Steuerfreiheit, die Gerichtsbarkeit (sog. Patrimonialgerichtsbarkeit),
die lokale Polizeihoheit, das Schul- und Kirchenpatronat und das Recht Lehrer und Pfarrer auszuwählen.
Die Entwicklung ging so rasant, das knapp zwanzig Jahre später mindestens
die Hälfte der alten Rittergüter von neuen "Rittern" besetzt war, die nicht selten schlimmer als die alten agierten.
Leider muß man feststellen, das wir in der Geschichtsschreibung darüber so gut wie keine
Untersuchungen finden können - weil ab diesem Zeitpunkt die Aufmerksamkeit der Historiker der
Industriebildung gewidmet wird und die massenhafte Umverteilung des Land-Besitzes so gut wie keine
Rolle zu spielen scheint. Aber diese Neureichen waren die Gesetzemacher und Staatsministeriellen,
die in den deutschen Kleinstaaten die Politik mitzubestimmen begannen! (5)
Und man muß die Logik nur weiter führen: das "Kapital" für die Industrialisierung
haben nicht etwa mutige und risikofreudige Bankiers bereitgestellt, sondern es wurde per Gesetz den
Bauern einfach gestohlen!
Hungerrevolten
Die Historiker wechselten statt die massenhafte Umverteilung des Besitzes zu analysieren, lieber in
die Wetterberichte, um die Ursachen der Hunger- und Teuerungsjahre nach 1815 zu finden.
Es soll das schlechte Wetter gewesen sein, das die Preise für Lebensmittel 1816 ins Unerschwingliche
für die Bevölkerung steigen ließ!(a)
In Deutschland wütete der Hunger besonders in der Eifel, in der Lausitz, in Baden, und im Erzgebirge 1816 und 1817. In
Österreich dagegen gingen die Höfe der kleinen und der größeren Bauern massenhaft zugrunde -
weil die Getreidepreise fielen! In Südwestdeutschland startete die erste Ausreisewelle der Kleinbauern nach Amerika!
Unter dem schlichten Wort Pauperismus (= Verelendung) der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts
verbergen sich entsetzliche Schicksale von einst in Lohn und Brot stehenden Landbevölkerungen.
Diese hatte infolge der Befreiungsreformen im wahrsten Sinn des Wortes den
Boden unter den Füßen verloren. Die sich massenhaft ausbreitende Unterschicht der Landlosen
blieb in den zwanziger und dreißiger Jahren auch ohne Arbeit in der entstehenden
Industrie, deren Erfolge in Geschichtsbüchern heute noch gefeiert werden, die in Wirklichkeit
dank fehlender Risikobereitschaft der Besitzenden (die tatsächlich mehr in Landbesitz investierten)
eher dahinschwächelte, man kann in jener Zeit viel über "Kapital-Mangel" lesen. Die neuen Land- und
Arbeitslosen aber wurden dem Verhungern überlassen. Nur wenn sie "Glück" hatten, durften sie als "Zeitpächter"
auf ihren ehemaligen Böden ohne Lohn arbeiten oder als Tagelöhner und Saisonarbeiter wenigstens im Ort bleiben!
So mußten Beispielweise in der Niederlausitz annähernd 15000 Bauern 95000 Morgen Land abtreten (etwa 30 %
ihres Bodenbesitzes), über 700000 Taler als einmalige Kapitalzahlung entrichten, dazu kam jährliche Zahlungen
von Renten und Naturalien in vergleichbaren Dimensionen.(6)
Der neu entstandene Großgrundbesitz sah sich in vielen Gebieten Deutschlands gar nicht
in der Lage, das abgenommene Ackerland zu nutzen, obwohl Arbeitskräfte und Geldkapital
nun durch "Ablösungen" vorhanden war. Die englischen Importsperren durch
Zollschranken taten ein Übriges und Rußland exportierte sein eigenes Getreide!
Den gebliebenen Bauern aber fehlten Kapital und Land, an beidem hatten sie mit der "Ablösung" verloren, beides wäre
notwendig für den Ausbau ihrer Höfe!
So blieb die Landwirtschaft unproduktiv, aber die Bauern galten als befreit!
Es gibt durchaus Zusammenhänge zwischen den "Regulierungsedikten", den Agrarkrisen
und den Hungersnöten!
Die Aufstände, die 1830 in einem Drittel der deutschen Bundesstaaten ausbrachen, begannen
nicht grundlos in Preußen, Österreich und Sachsen. Deren Niederschlagungen, wie in Hessen beim
Blutbad von Södel, fanden ihre Fortsetzung in den
Hungerunruhen (7) von 1847. Aber erst die Wucht der 1848er Revolution machte den
Herrschern Europas deutlich, das eine ungezügelte Bereicherung
durchaus auf revolutionären gewalttätigen Widerstand stoßen konnte.
Hungerrevolten im Frühjahr 1847
Privatisierung des Gemeindeeigentums
Ursprünglich als Genossenschaft von miteinander Wirtschaftenden, wurde die dörfliche Gemeinde im 19.
Jahrhundert systematisch ihrer materiellen Grundlagen entblößt. Was heute unter dem Begriff der Bio-Produktion
im ständigen Sprachgebrauch genutzt wird, galt in der ersten Hälfte dieses Jahrhunderts als
rückständig und überholt. Die dem Fortschritt dienen sollenden Reformen haben jedoch
keineswegs ausschließlich zur Modernisierung der Landwirtschaft beigetragen. Sie verhalfen vornehmlich
der Bereicherung einiger weniger, wenn man sie in gesamter Wirkung betrachtet:
"Regulierungsedikt" v. 14.9.1811 ; "Edikt über die bürgerlichen
Verhältnisse" v. 11.3.1812 ; "Gendarmerie-Edikt" v. 30.7.1812 ; "Regulierungs- und Ablösebestimmungen" v.
29.5.1816 und v. 7.6.1821, die Münz- und Währungsreform v. 30.9.1821 u.s.w.
Die "Reformen", die eigentlich einer Befreiung der Bauern von feudalen
Abhängigkeiten zugedacht waren - wenn es denn wirklich in dieser Absicht lag,
erwiesen sich in der harten Realität für die Landbevölkerung als Ursachen
für Verelendung und Verarmung. Die bäuerlichen Gemeinden wurden mit unlösbaren Problemen des Pauperismus
konfrontiert die zu den Hungerepidemien der 1830er und 1840er Jahre führten. Die sozialen
Spannungen zerrissen schließlich miteinander wirtschaftende Gemeinden. Aus nicht enden wollender Not
versuchten sich hunderttausende Angehörige einst fester Familienverbände in großen Abwanderungswellen vor
dem Verhungern zu retten. Diese Folgen einer drastischen kulturellen Rückentwicklung für
etwa fünfzig Jahre werden in der traditionellen Geschichtsschreibung als "erfolgreiche Industrialisierung"
verherrlicht während die unglaublichen Bereicherungsorgien einiger weniger "Unternehmer" fast grundsätzlich
verschwiegen werden.
Wir wissen heute, das die sogenannten Reformen, in der Regel von Staatsbehörden angeordnete Bereicherungen für
oben waren. Sie orientierten wie beispielsweise die "Preußische Gemeinheitsteilungsordnung vom 7.Juni 1821" auf
die Durchführung von Privatisierungen des genossenschaftlichen Nutzungsverbandes der Gemeinden.
Was sollte in Privatbesitz? Wonach gierten die ohnehin an der "Befreiung" schon reich geworden?
Sie krallten nach allem, was die Dörfer als Gemeinde hergaben: Wiesen, Weiden, Äcker, Heiden, Wälder,
Gewässer und Moore, Gebäude, Brunnen ... u.s.w.
Abgeschafft und verboten wurden das Ährenlesen und die Stoppelhude auf den Feldern, das Sammeln von
Streumaterial und von Brennholz, Schweinemast und Rinderhude in den Forsten, Torf- und Soodenstechen in
Mooren und Heiden, Frühjahrsweiden u.s.w.
Wie schön auch für einen Durchschnittsbauern im Havelland, der, wenn er früher 96 Parzellen besaß, nach
den Reformen nur noch auf 24 zu fahren brauchte (8).
Diese sogenannte Flurbereinigungen machten nicht nur aus alten Junkern sondern auch aus den Städten
stammende Geldgeber (heute "Investoren" genannt)
neureiche Großgrundbesitzer. Generell bildete sich eine Struktur
heraus, die mit der Einteilung : Gutsbesitzer - Bauer - Landarbeiter beschrieben werden kann, darin
sind jedoch jene nicht enthalten, die in (bodenlose) Verarmung fielen, auswanderten oder einfach verhungerten:
Prozentuale Verhältnisse der Bauernstellen ("spannfähig"), der Kleinstellen und der
Gutsbesitzer in der Provinz Brandenburg von 1816 bis 1867 (9)
|
1816 |
1837 |
1851 |
1859 |
1865 |
1867 |
| Bauernstellen |
54,8 |
52,0 |
45,7 |
43,6 |
39,1 |
38,2 |
| Kleinstellen |
43,6 |
46,4 |
52,9 |
55,0 |
59,6 |
60,6 |
| "Ritter"-Güter |
1,6 |
1,6 |
1,4 |
1,4 |
1,3 |
1,2 |
Wo man diese Veränderungen nicht allein per Gesetz durchsetzen konnte und wo die Dorfgemeinschaften diese
Reformen geschlossen ablehnten und zuweilen auch ganz in praktischer Art des Bauern einfach unterliefen,
wurde Gewalt eingesetzt.
Wir kennen heute nur wenige Anhaltspunkte, aber eine Quelle dafür haben wir: die Justiz-Bürokratie
stellte damals ein sprunghaftes Ansteigen von Gesetzesverstößen wie Waldfrevel, unerlaubtes Abfischen oder
Weidenmißbrauch fest - nicht weil es tatsächlich mehr "Vergehen" gab - sondern weil alltägliche
Gewohnheitsrechte von einem Tag auf den anderen strafbar wurden!
Besonders betroffen waren die Armen und die Alten in den Dorfgemeinschaften. Sie konnten ihr wenn auch nicht
reiches aber so doch auskömmliches Leben dadurch fristen, das ihnen die Allmende ungehindert zugänglich war.
Wenn man will, eine etwas urtümliche Form einer Rente oder "Stütze", die durch die seit Generationen sich
bewährende Duldung der anderen Gemeindemitglieder gesichert wurde und niemandem etwas "weg nahm"!
Die "Reformen" per Gesetz schafften, was Napoleonkrieg und Epidemien nicht vermocht
hatten: eine Massenverelendung und eine Massenkriminalität!
Pauperismus
Die Massen-Verarmung betraf nicht nur die deutschen Länder.
Dafür wurden neben Wetterkapriolen auch Mißernten an Getreide oder
Kartoffeln (1845 - 1847) als Ursachen herausgefunden.
In der
neuzeitlichen Literatur hält man eine Bevölkerungsexplosion für den eigentlichen Grund. Nicht ausreichend erwogen
wird dabei, das in jenem Jahrhundert die erste wirklich wissenschaftliche Bevölkerungsstatistik
ihren Anfang nahm und die Zahlen immer näher an die zeitgenössische Realität herankamen,
gewissermaßen genau so explosionsartig wie sich die Wissenschaften selbst entwickelten.
Auch wenn es einen Anstieg der Bevölkerung nach den napoleonischen Kriegen gab, so war
der Pauperismus in fast allen europäischen Ländern
nicht Folge einer agrarischen "Überbevölkerung".
Grassierende Epidemien an Typhus, Cholera oder Pocken, die in genau jenen Zeiten schlimmste
Verheerungen in der Bevölkerung anrichteten, stehen dazu im krassen Widerspruch.
Die wirklichen Ursachen für den Pauperismus dieser Jahrzehnte beschrieb schon der
Zeitgenosse Marx wesentlich genauer, wenngleich nicht immer einfach zu lesen.(10)
Auswanderung
Mit dem Verlust ihres kleinen Teil Bodens oder ihrer kleinen Liegenschaft verloren die Menschen
viel mehr als es sich vielleicht die Reform-Planer ausgedacht hatten - wenn man immer noch bereit
ist, ihrer Gutwilligkeit Glauben zu schenken. Die Bewohner der Dörfer verloren mit ihrem
Stückchen Land auch ihre alten Rechte, ihre alten Verdienstmöglichkeiten und ihre alten sozialen Bindungen.
Die "Reformen" vertrieben die Menschen aus ihrer Heimat! (11)
Sie verließen ihre Dörfer, stellten
als arbeitsloses Armutspotential die willfährigen Kräfte für die "Unternehmer" oder wanderten gleich ganz
aus Deutschland ab - mit ihnen ging der aktivste und arbeitsfähigste Teil der Bevölkerung und davon sollten
sich die deutschen Kleinstaaten bis in die 1860er Jahre nicht mehr erholen.
Hätte die erste Auswanderungswelle nur ein Land wie das Großherzogtum Baden betroffen, wären diese 15000 Quadratkilometer in nur fünf Jahren menschenleer gewesen!
Interessant ist wieder die Zeitbezogenheit der Auswanderungswellen mit der Wirksamkeit der Reformedikte!
Das sprunghafte Ansteigen der Auswandererzahlen ausgerechnet in den Jahren
1816, 1817, 1828, 1831 und 1847 spricht dazu eine deutliche Sprache! (12)
Noch heute werden wider besserem Wissen die Auswanderungszahlen als Erfolge der
"Industrialisierung" interpretiert. Dabei waren die ca. 10 000 Menschen, die jährlich zwischen 1815 bis 1829
aus Deutschland auswanderten, vorwiegend von Armut gekennzeichnet!
Zwischen 1830 und 1843 stieg die Jahresquote auf etwa 30 000. Mit dem "Fortschritt" und
mit der spürbaren Flächenwirkung der "Reformen" wuchs die Zahl der
Fliehenden auf jährlich über 100 000, allein im Jahr 1854 waren es 220 000 Auswanderer!
Industrialisierung und landwirtschaftlicher Fortschritt
In Wahrheit führten die Bereicherungsorgien, die nicht ohne Grund "Reformen" genannt wurden, auch zu einer
schweren Agrarkrise in der Mitte der zwanziger Jahre!
Gleichzeitig verhinderten sie eine schnelle technische Modernisierung der landwirtschaftlichen Produktion,
die lange Zeit brauchte, um sich von diesen subjektiven Eingriffen zu erholen.
Es gibt Geschichtsarbeiten, die behaupten, das die aufkommende Industrialisierung die landwirtschaftliche
Produktion steigern halfen. Absolut gesehen ist das richtig, in historischer
Zeitabfolge betrachtet, und das macht Geschichtsschreibung - oder sollte es
jedenfalls tun - ist es falsch. Denn es werden zeitliche Abschnitte miteinander vermengt.
Der technische Erfolg als gesellschaftswirksamer (!) Faktor setzte erst eine ganze Menschengeneration
später ein. In Wirklichkeit sank dank der Reform-"Freudigkeit" der Herrschenden die landwirtschaftliche
Produktion und in Wirklichkeit lagen Verhungerte an den Straßenrändern! Ganze Dorfgemeinschaften zerbrachen
und neue Fälle von Verödungen traten auf!
Die Mißernten der 1840er Jahre verschärften nur die ohnehin schon zugespitzte Situation.
Die eigentlichen Ursachen waren brutale Eingriffe in das soziale Gefüge der Landbevölkerung,
die per Gesetz Armut und Rückgang der Lebensmittelproduktion hervor brachten. Und das nicht nur für kurze
Zeit, sondern langfristig und zumindest für die Dauer einer Generation!
Die alten und neuen Gutsherren akkumulierten ihren neuen Reichtum eben nicht für die Modernisierung,
weder in die der Landwirtschaft noch in die der entstehende Industrie.
Ausnahmen bestätigen dabei die Regel. Sie rafften schlicht Landbesitz zusammen. Man
betrachte die zahlreichen Zwangsversteigerungen zwischen 1824 - 1834 in Westpreußen. Zuweilen
flossen die Gelder gar in ausländische Immobilien, wie beispielsweise in den Baumwollanbau in Ägypten, um nur ein
extremes Beispiel zu nennen.
Für einen industriellen "Aufbau" gilt eher das eklatante Muster der Alkoholproduktion.
Seit 1810 gab es bereits die gerichtliche Erlaubnis für die Errichtung von Schnaps-Brennereien in Preußen.
Erst 1817 ist eine industrielle Apparatur dazu erfunden und nur der technische Fortschritt
schien es zu wollen, das ausgerechnet die bäuerlichen Zwangsablöse-Zahlungen in Schnapsanlagen investiert
wurden.
Erst eine starke und durch Verbote und Verfolgungen gehärtete Bewegung der unteren Schichten, insbesondere der
Industrie-Arbeiter, konnte reale Widerstände organisieren. Sie wurde freilich später
nur mit Mühe und Gerissenheit der Herrschenden in hörige Gewerkschaften und Parteien kanalisiert.
Dennoch erzwang die ursprüngliche tapfere Sozialdemokratie, (mit der heutigen nicht vergleichbar)
solche Gesetzgebungen, die dann tatsächlich zum industriellen und
landwirtschaftlichen Aufschwung führten! Hier seien sie zur Erinnerung genannt :
- Sozialversicherungsgesetze ab 1883
- Krankenversicherung für Arbeiter 1883
- Unfallversicherung 1884
- Alters- und Invalidenversicherung 1889
- Sonntagsruhe und Lohnschutz 1891
- Einrichtung der Gewerbegerichte 1890
- Arbeitsschutzgesetz 1891
- Verbesserungen im Kinder- und Mutterschutz 1903
Die bis dahin geltende "liberale Freiheit" hatte für alle Bevölkerungsteile sichtbar an zwei vergangenen
Generationen ihre Unfähigkeit nachgewiesen. Nun wurde der Staat endlich zu dem
verpflichtet, wofür er rechtmäßig zuständig zu sein hat: für die sozialen und kulturellen
Sicherungen seiner Bürger!
Und erst jetzt beschleunigte sich die gesellschaftliche Entwicklung Deutschlands von einem
Agrarland zu einem der führenden Industriestaaten!
Abbau der Freiheit als ungenannter Bestandteil der Reformen
Die Verschärfung der politischen Repressionen, die ja nach der napoleonischen Polizeiwillkür
in Deutschland nicht so ohne weiteres durchzusetzen war, begann nach (oder mit)
einem Terror-Akt! Ein unbedeutender Student ermordete einen Politiker der dritten Garnitur!
Das hätte normalerweise überhaupt keinen Anlaß gegeben, um Presse- und Versammlungsfreiheit
einzuschränken, unliebsame Professoren (!) aus dem Amt zu entfernen, studentische Verbindungen zu
verbieten oder gar eine politische Polizei einzurichten.
Aber all das geschah mit den "Karlsbader Beschlüssen", die eine Ministerkonferenz deutscher
Länder im August 1819 verabschiedete.
Die politische Polizei trug den schönen Namen Zentraluntersuchungskommision, agierte Länderübergreifend und sollte
nur provisorisch tätig sein. Anderes war nach einer "Befreiung" den Bevölkerungen kaum zuzumuten.
Die zweite Welle der Repression rollte fünf Jahre später an. Am 16. August 1824, man
beachte immer die Parallelität der Zeit mit den "Regulierungsedikten", wurde die
Tätigkeit dieser Verfolgungsbehörde auf unbestimmte Zeit verlängert! So verschieden sich
deutsche und österreichische Staaten gaben, in der politischen Verfolgung Andersdenkender
blieben sie unerhört einheitlich!
Die dritte Repressionswelle begann 1830 und fiel offenbar noch schlimmer aus als die
Karlsbader Beschlüsse. Wir bekommen davon nur eine kleine Ahnung
beim Lesen der illegalen Flugschrift "Der Hessische Landbote" des Georg Büchner.
Dessen Gesinnungsgenosse Pfarrer Weidig (13) kam nach Folter im Zuchthaus unter
ungeklärten Umständen um's Leben. Beide verbreiteten die Nachricht vom "Blutbad von Södel",
eine der ungezählten Hungerrevolten der Landbevölkerung.
Noch 1836 wurden im August über zweihundert junge Leute
wegen Hochverrats zu Höchststrafen verurteilt, davon 39 zum Tode. Vier der Delinquenten
sollten durch mittelalterliches Rädern hingerichtet werden!(14)
Die "Modernisierungspolitik" für Handel und Gewerbe ging merkwürdig einher mit permanenter Verschärfung
der Strafjustiz.
Heute wissen wir, nicht die Modernisierung sondern die massenhafte
Besitzumverteilung durch "Reformen" machte Repressionen notwendig.
Es liegt doch klar auf der Hand, das diese Unterdrückungsmaßnahmen nicht ohne Wirkungen auf die Bauernschicht blieben.
Auch wenn sie rein justizmäßig nicht darauf hinzielten, und dank der Patrimonialgerichtsbarkeit
mußte sie das auch gar nicht, traf sie doch die Bauernschaft ebenso wie alle anderen
Bevölkerungsschichten, die nicht in den Genuß besonderer adliger oder neureicher
Privilegien kamen! Nur scheinbar ging es gezielt gegen aufrührerische Burschenschaftler
und revoltierende Studenten! In Wirklichkeit konnten die
Enteignungen und Ablösungen nur durch fortschreitende Repressalien ihren Fortgang nehmen.
Die "Reformen" "reformierten" nicht nur die bürgerlichen Freiheiten. Sie schafften die wenigen übrig gebliebenen
bäuerlichen Rechte ganz ab!
Bis das Jahr 1848 kam ...
Hinweis (a):
Neuere Autoren schreiben dem Vulkan Tambora in Indonesien die Schuld für Nachkriegshungersnöte und Kartoffelfäule zu.
Hinweis (b):
Nicht zum ersten Mal wütete in der europäischen Geschichte eine so offensichtliche Habgier.
Im England der Jahre zwischen 1750 und 1830 führten brutalste Methoden der Einhegungen zur
Stagnation in der Landwirtschaft für die Dauer einer Generation! Um diese Fehler nicht unbedingt zu
wiederholen und weil noch genug Respekt vor der möglichen Wut einer aufmüpfigen Bevölkerung von 1789 herrschte,
ging man in Frankreich andere Wege. Man konnte es sich nicht so leicht machen wie parallel dazu in den deutschen Kleinstaaten
vorgegangen wurde.
Hinweis: (c):
Durch eine von Altenstein entworfene und von Beyeme ausgefertigte Kabinetsorder wurde noch in Memel
eine kombinierte Immediatskommission
für die innere Verwaltung und die Armeeverpflegung eingesetzt. Sie bestand aus den engsten Mitarbeitern Hardenbergs. Hier
entstand das Oktoberedikt von 1807, das Stein zugeschrieben wird. Am 8.Oktober 1807 hat Herr Stein jene Bestandteile des
Bauernschutzes aufgehoben, die dem Adel verboten, Bauernstellen als Vorwerksland einzubeziehen. Hardenbergs Mitarbeiter
hingen einer
extremen Doktrin des Wirtschaftsliberalismus an und konnten den König Friedrich Wilhelm III. dahingehend beeinflussen, das er den Bauernschutz
aufgab. Nur teiweise und verspätet konnte der Bauernschutz wieder eingeführt werden mit der Verordnung
wegen Zusammenziehung bäuerlicher Grundstücke oder Verwandlung derselben in Vorwerksland vom 14. Februar 1808, die
von Theodor von Schön konzeptionell ausgearbeitet wurde. Der Patriotismus der Reformer reichte offenbar nicht wirklich in
die bäuerliche Interessenlage hinein und man braucht Bereicherungsmotive bei der Betrachtung der
historischen Ereignisse dieser Zeit durchaus nicht ausschließen.
Textversion v. 26.01.2007
PDF-Version v. 21.03.2007
|
Zeitangaben der Gesetze, Verordnungen, Edikte etc.
|
| 9. Oktober 1807 |
Oktoberedikt
Edict den erleichterten Besitz und den freien Gebrauch des Grundeigentums so wie die persönlichen Verhältnisse der Land-Bewohner betreffend |
11.November 1810 in Kraft getretene Verordnung |
| 14. Februar 1808 |
Verordnung wegen Zusammenziehung bäuerlicher Grundstücke oder Verwandlung derselben in Vorwerksland |
|
| 27. Oktober 1810 |
Edikt über die Finanzen des Staats und die neuen Einrichtungen wegen der Abgaben ... |
|
| 28. Oktober 1810 |
Edikt über die Einführung einer allgemeinen Gewerbesteuer |
|
| 14.September 1811 |
Regulierungs-Edikt (auch: Regulierungsedikt)
Edikt, die Regulierung der gutsherrlichen und bäuerlichen Verhältnisse betreffend |
Siehe 1816
|
| 11. März 1812 |
"Edikt über die bürgerlichen
Verhältnisse" v. 11.3.1812 |
|
| 30. Juli 1812 |
"Gendarmerie-Edikt" v. 30.7.1812 |
|
| 29. Mai 1816 |
"Regulierungs- und Ablösebestimmungen" Siehe: Regulierungs- und Ablösebestimmungen v.
29.5.1816 und v. 7.6.1821 |
121 Artikel zur Deklaration des Regulierungs-Edikts von 1811 |
| 7. Juni 1821 |
"Regulierungs- und Ablösebestimmungen" Siehe: Regulierungs- und Ablösebestimmungen v.
29.5.1816 und v. 7.6.1821 |
|
| 30. September 1821 |
Münz- und Währungsreform v. 30.9.1821 |
|
| Personen |
Bemerkungen |
weiterführende Links |
| Karl vom Stein zum Altenstein |
enger Mitarbeiter Hardenbergs in (?) Memel |
Wikipedia |
| Karl August von Hardenberg |
Erklärte im Mai 1810 den Finanzplan Altensteins für unbrauchbar, betrieb die Entlassungen Altensteins, von Beyme,
Dohna und Nagler. Für seine Besoldung erhielt er eine Blankovollmacht Friedrich Wilhelms III.
Übernahm von Wittgenstein die Idee einer von der Regierung unabhängigen Nationalbank.
Zur Deckung der Schulden sollten die geistlichen Güter in Schlesien säkularisiert werden, königliche Domänen und
Forsten mit herangezogen werden. Liquidität sollte durch eine von Niebuhr in Holland vorbereitete Anleihe, von einer
Zwangsanleihe im Inland und von kurzfristigen Krediten einheimischer Bankiers erreicht werden.
Zur Deckung seiner Privatbedürfnisse genehmigte Hardenberg sich im Haushaltsjahr 1810/11 nach
Immediatsbericht 34 063 Tahler (etwa das dreifache eines Ministergehalts). (15)
|
Wikipedia |
| Theodor von Schön |
Konzept für die Verordnung wegen Zusammenziehung bäuerlicher Grundstücke oder Verwandlung derselben in Vorwerksland v. 14.Februar 1808
stammt von Th. v. Schön. |
|
| Barthold Georg Niebuhr |
bereitet in Holland eine Anleihe für Hardenberg vor. |
Wikipedia |
| Wilhelm zu Sayn-Wittgenstein-Hohenstein |
W. sah 1810 eine Zwangsanleihe von 100 Mio Talern bei den 25 000 reichsten Individuen des Landes vor. Der Plan wurde abgelehnt.
Dafür wurde von Hardenberg eine Ausdehnung der Verbrauchssteuer auf das Land geplant. |
Wikipedia |
| |
|
|
Quellenangaben, Bildnachweis, Literatur und weiterführende Hinweise
| Quellenangaben |
| (1) |
Rürup,R.,Wehler,H.U., Schulz,G.;
Deutsche Geschichte Band 3
19. und 20. Jahrhundert 1815 - 1945
Göttingen 1985 (Vandenhoeck & Ruprecht)
S. 119 ff. |
| (2) |
Internet: am 22.01.2007 Westfälisches Landesmuseum Münster
Die Preußische Vereinheitlichung von 1821
|
| (3) |
Sachwörterbuch der Geschichte Deutschlands und der deutschen Arbeiterbewegung
Dietz Verlag Berlin 1970
Bd.2, S.218, S. 323-324 |
| (4) |
Materna,I., Ribbe,W. (Hrg.), Brandenburgische Geschichte
Akademie-Verlag Berlin 1995
S. 416 ff.,S.418-419, S.427 |
| (5) |
Internet: Gutenberprojekt 24.1.2007
"Der Hessische Landbote"
von Georg Büchner
Juli 1834 |
| (6) |
Solta,J., Zwahr,H.; Geschichte der Sorben
Gesamtdarstellung
VEB Domowina-Verlag Bautzen 1974
Bd. 2 S.81 - 82 |
| (7) |
Sachwörterbuch der Geschichte Deutschlands und der deutschen Arbeiterbewegung
Dietz Verlag Berlin 1969
Bd.1, S.799-800 |
| (8) |
Materna,I., Ribbe,W. (Hrg.), Brandenburgische Geschichte
Akademie-Verlag Berlin 1995
S. 417 |
| (9) |
Berthold,R.; Die Veränderungen im Bodeneigentum und in der Zahl der Bauernstellen, der Kleinstellen und der Rittergüter in den preußischen Provinzen
in : Materna,I., Ribbe,W. (Hrg.),Brandenburgische Geschichte
Akademie-Verlag Berlin 1995
S. 417 |
| (10) |
Der offizelle Pauperismus
aus : Tageszeitung junge Welt;
28.10.2006 / Wochenendbeilage / Seite 3 (Beilage)
|
| (11) |
Köllmann,W.; Bevölkerung in der industriellen Revolution
Studien zur Bevölkerungsgeschichte Deutschlands
Göttingen 1974
S.107 ff |
| (12) |
Weis,E.; Weltbild Geschichte Europas
Der Durchbruch des Bürgertums
1776 - 1847
Propyläen Verlag Berlin 1998 / 2002
S. 406 |
| (13) |
Internet: 24.1.2007
Friede den Hütten! Krieg den Palästen!
über Friedrich Ludwig Weidig
in der Sidemap über Georg Büchner
|
| (14) |
Siedler Deutsche Geschichte
Lutz,H.; Zwischen Habsburg und Preußen
Deutschland 1815 - 1866
Siedler Verlag GmbH Berlin 1994
S. 82 ff., S. 190 |
| (15) |
Thomas Stamm-Kuhlmann
König in Preußens großer Zeit - Friedrich Wilhelm III. der Melancholiker auf dem Thron
Wolf Jobst Siedler Verlag, Berlin 1992 S.317, S.660 • ISBN 3-88680-327-9 |
Bildnachweis
für www.bauernkriege.de |
Bilderreihenfolge: von oben nach unten / von links nach rechts |
| Tabelle unterschiedlicher gängiger Geldsorten in Preußen |
Internet: am 22.01.2007 Westfälisches Landesmuseum Münster
Die Preußische Vereinheitlichung von 1821
|
| Hungerrevolten im Frühjahr 1847 |
Sachwörterbuch der Geschichte Deutschlands und der deutschen Arbeiterbewegung
Dietz Verlag Berlin 1969
Bd.1, S.800 |
Elend in Schlesien
Hunger und Verzweiflung
|
oberster Bildausschnitt
in: Unzeit des Biedermeiers
Historische Miniaturen zum Vormärz 1830 bis 1848
Leipzig Jena Berlin 1985
Bild 147 nach einem Holzstich in den Fliegenden Blättern, München 1848 |
| Auswandererschiff 1847 |
Bildausschnitt
in: Unzeit des Biedermeiers
Historische Miniaturen zum Vormärz 1830 bis 1848
Leipzig Jena Berlin 1985
Bild 148 nach "Illustrirte Zeitung" Januar-Juni 1847 |
| Das Mitteldeck eines Auswandererschiffes 1847 |
ebenda, Bild 149 |
| Bauernhof 1818 |
ebenda, Bild 99 |
| Kleinbauer 1845 |
Bildausschnitt
ebenda, Bild 103
Karikatur Fliegende Blätter 1845 |
Elend in Schlesien
Offizielle Hilfe
|
unterer Bildausschnitt
ebenda, Bild 147 nach einem Holzstich in den Fliegenden Blättern, München 1848 |
| weitere Literatur |
|
Deutsche Geschichte in zwölf Bänden
hrg.: Zentralinstitut für Geschichte
der Akademie der Wissenschaften der DDR
VEB Deutscher Verlag der Wissenschaften Berlin 1984
|
|
Rieder,H.; Die Völker läuten Sturm
Die europäische Revolution 1848/49
Casimir Katz Verlag
Gernsbach 1997 |
|
Schmidt,W.,u.a.; Illustrierte Geschichte der deutschen Revolution 1848/49
Dietz Verlag Berlin 1988 |
|
Prof.Markov,W.;Prof.Anderle,A.;Prof.Werner,E.
Enzyklopädie der Weltgeschichte
VEB Bibliographisches Institut Leipzig 1964 |
|
Nipperdey,Th.; Deutsche Geschichte 1800 - 1866
Bürgerwelt und starker Staat
Verlag C.H.Beck München 1998 |
|
Die Provinz Brandenburg
Verlag Klinkhardt Berlin 1900
Nachdruck Augsburg 1999 |
|
Franz Mehring Deutsche Geschichte vom Ausgange des Mittelalters
Verlag JHW Dietz Nachf Berlin 1947 |
Hinweis u. Zitat S.220 u.a.:
"Die sozialökonomischen Zustände wirken mehr in großer Linie durch ganze Perioden hindurch..." |
A. Sartorius von Waltershausen
Deutsche Wirtschaftsgeschichte 1815 - 1914
Jena Verlag von Gustav Fischer 1923
Zweite, ergänzte Auflage |
| |
Gerhard Bondi
Deutschlands Aussenhandel 1815 - 1870
Akademie - Verlag Berlin 1958
Deutsche Akademie der Wissenschaften zu Berlin
Schriften des Instituts für Geschichte
Reihe I: Allgemeine und Deutsche Geschichte ◊ Band5 |
| Hinweise für die weitere Arbeit |
Zitat S. 280:
"In einer ... Kabinettsorder vom 3.September [ gemeint 1807 - HHL] an eine Reihe ostpreußischer Gutsbesitzer hatte es ...
geheißen, der Adel solle durch freiere Disposition über seine Güter - die nur durch das Recht auf das
Einziehen und Zusammenschlagen von Bauernstellen herzustellen war - für die Aufhebung der Erbuntertänigkeit
entschädigt werden."
|
Thomas Stamm-Kuhlmann
König in Preußens großer Zeit - Friedrich Wilhelm III. der Melancholiker auf dem Thron
Wolf Jobst Siedler Verlag, Berlin 1992 • ISBN 3-88680-327-9
|
Verordnung wegen Zusammenziehung bäuerlicher Grundstücke oder Verwandlung derselben in Vorwerksland • 14.Februar 1808
Konzept stammt von Theodor von Schön |
A.Schrader
Agraria der Preussischen Monarchie
Magdeburg 1824
google-Buchsuche |
| |
Bauernbefreiungsedikt |
Boeckh, Richard
Die geschichtliche Entwickelung der amtlichen Statistik des Preussischen Staates.
Eine Festgabe für den Internationalen Statistischen Congress in Berlin
Berlin: Decker 1863
HW: Siehe auch S.55, 62 |
Digitale Texte der Bibliothek des Seminars für Wirtschafts- und Sozialgeschichte |
weitere Links
Bauernaufstände und Bauernrevolten in Europa nach 1789
www.bauernkriege.de
Notizen über "Reformen", Regulierungsedikte und Privatisierung von Gemeindeeigentum / begonnen 30.3.2007 / 31.August 2010 / Dipl. Ing. Hans Holger Lorenz / HLorenz500@aol.com / To - WB
|