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| 1340 | Seeschlacht bei Sluys | Vernichtung der mit hohen Kosten errichteten französischen Flotte durch die Engländer. |
| März 1342 | Die Einführung einer Salzsteuer führt zu Straßenschlachten in Paris. | |
| August 1346 | Ein französische Ritterheer wird bei Crecy vollständig besiegt. | Eine moderne Waffe, der Langbogen, erweist sich dem gepanzerten Ritter überlegen! Diese Art Volkswaffe ist in Frankreich aber verboten. |
| 1348 | Ein Drittel der Bevölkerung von Paris rafft die Pest hinweg. | Man nimmt an, das bis zum Regierungsantritt Johanns II. die Hälfte der französischen Bevölkerung Opfer der Schwarzen Pest geworden ist. In Frankreich kursiert das Gerücht, das Juden die Brunnen und Qellen vergiften und damit die Pest verbreiten. |
| September 1356 | In der Schlacht von Maupertuis (bei Poitiers) werden die französische Ritter wiederholt vernichtend geschlagen. König Johann II. gerät in (die erste) englische Gefangenschaft (bis 25.10.1360). | Der Südwesten Frankreichs befindet sich in der Hand des Schwarzen Prinzen. |
| Oktober 1356 | Der Dauphin Karl ruft die Versammlung der Generalstände (Vertreter des Adels, des Klerus und der Städte) ein. Bischof Lecoq übernimmt eine Führungsrolle bei den aufrührerischen Reden. | Die Adligen, die das königliche Heer stellen, werden für die Niederlagen verantwortlich gemacht. Man unterstellt ihnen fehlenden Kampfeswillen. |
| Februar1357 | Die Generalstände treten erneut zusammen. Die Verfassungskriese spitzt sich zu. |
Die militärischen Niederlagen verursachen heftige Opposition des Pariser Stadtbürgertums. An die Bewilligung des Lösegeldes werden politische Forderungen geknüpft. Die Pariser Bevölkerung unterstützt unter Führung Etienne Marcels die Bestrebungen um die Mitverwaltung des Landes. |
| März 1357 | Der Dauphin macht erste Zugeständnisse mit dem "Großen Erlaß": | "Die Große Ordonanz" vom 3.3.1357: - Versammlungsfreiheit für die Generalstände, - Entlassung von Mitgliedern des königlichen Rates, - Konfiskation ihrer Güter, - Vertreter der Generalstände im Kronrat, - Reorganisation des Rechtswesens, - gleiche Besteuerung aller Stände, - Kontrolle der Steuerverwaltung, - Reorganisation des königlichen Rechnungshofes, - Zustimmung der Stände zu Münzänderungen |
| April 1357 | König Johann wird nach London gebracht. | Er läßt den Parisern erklären, das er nicht durch Kampf befreit werden kann, sondern nur durch einen "Friedensvertrag". Genau genommen entspricht das dem Entgegenkommen für eine Lösegeldforderung König Eduards. |
| Juli 1357 | Ab Juli herrschen in Paris bürgerkriegsartige Zustände. | |
| Januar 1358 | Ein Vertrag zu London beschließt die Abtretung von einem Drittel Territorium des Französischen
Königreiches an England und die Zahlung von 4 Millionen ecus (ca. 5 Mllionen fl.). Der Dauphin stimmt den englischen Auflagen zu, gerät aber durch den Aufstand Marcels in Schwierigkeiten. |
Zu diesen Gebieten zählen : Herzogtum Guyenne, Poitou, Limousin, Calais, |
| Februar 1358 | Marcel läßt die Marschälle der Champagne und der Normandie vor den Augen des Dauphins töten. Die Lösegeldeintreiber kommen fast ohne Geld nach London zurück. |
Die Krone macht Zugeständnisse an das Volk von Paris. |
| März 1358 | Marcel ruft den Dauphin zum Regenten von Frankreich aus. | Aber der Königsohn verläßt hastig seine Hauptstadt und eröffnet den Kampf gegen Marcel und gegen die Generalstände. |
| 24.März 1358 | Zweiter Vertrag von London. Frankreich soll vom direkten Zugang zum Atlantik abgeschnitten werden. |
Zu den bisherigen Abtretungen französischen Gebiets an England kommen noch folgende hinzu : gesamtes Gebiet nördlich der Loire Küste zwischen Somme und Calais |
| Mai 1358 | Marcel beabsichtigt nun Karl II. von Navarra in die Stadt zu lassen, der gegen den Dauphin kämpft und die
umliegenden Dörfer von Paris plündern läßt. Der Dauphin belagert Paris. Am 21.Mai explodiert in Compiegne und Umgebung der Bauernaufstand gegen die Grundherren. Einer der vielen Gründe ist der fehlende Schutz vor englischen Plünderern durch die eigenen Herren! Er erfaßt den Nordosten Frankreichs. Seine Härte und Schnelligkeit in der Ausbreitung überrascht eigenartiger Weise die adligen und bürgerlichen Zeitgenossen! Marcel sucht die Unterstützung der Bauern und nimmt Kontakt zu den ebenfalls revoltierenden flanderischen Städten auf. Der Adel scharrt sich im Gegenzug um den König von Navarra gegen das Landvolk während der Dauphin Karl in Paris gegen Marcel konspirieren läßt. Die adlige Armee sammelt sich in der Normandie und besteht aus französischen Grundherren, englischen Soldaten und flanderischen und deutschen Söldnern! |
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| 9.Juni 1358 | Die Pariser werden bei Meaux besiegt durch Truppen der Grafen von Foix und de Grailly. Der Bürgermeister der Stadt Meaux, Jean Soulas wurde gehängt und die Stadt zwei Wochen lang den Flammen ausgesetzt. | |
| 10.Juni 1358 | Das Gefecht bei Mello (engl.) Die fast 5000 Bauern, verstärkt durch Einheiten des Pariser Bürgermeisters Marcel, waren zwar schlecht bewaffnet und militärisch ungeschult, standen aber in guter Position und zweifacher Überlegenheit einer Einheit englischer Söldner ,geführt von französischen Adligen gegenüber. Nur durch eine unglaubliche Ehrlosigkeit kamen die Aufständischen um den Sieg. Der König von Navarra lockte den Anführer der Bauernhaufen, Guillaume Cale zu Verhandlungen über einen Vertrag ein und gewährte Unverletzlichkeit der Parlamentäre. Im guten Glauben an die Ritterlichkeit seiner Gegner ließ sich Guillaume gefangen nehmen und wurde sofort in Eisen gefesselt. Die führungslosen Bauern, denen friedlicher Abmarsch versprochen wurde, konnten nun vernichtend geschlagen werden. Guillaume Calle wurde nach grausamer Folter enthauptet und anschließend die Gefangenen massakriert. |
In der Folgezeit werden ganze Landstriche verheert, Ernten vernichtet, und unschuldige Bewohner zu Tausenden von rachsüchtigen Edelleuten ausgerottet. |
| 31.Juli 1358 | Jean Maillart, ein ehemaliger Genosse Marcels, erschlägt den Bürgermeister bei einem vom Dauphin
angezettelten Volksauflauf in Paris mit der Streitaxt. Daraufhin unterwirft sich die Stadt dem Thronfolger. |
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| August 1358 | Der Dauphin zieht in Paris ein. | |
| 8.Mai 1360 und 24.Oktober 1360 | Vertrag in Bretigny zwischen Frankreich und England. Ratifikation dieses Vertrages in Calais. |
Die Lösegeldforderung für die Freilassung König Johanns beträgt 3 ooo ooo ecus (drei Millionen Goldsterling). Der Südwesten Frankreichs gehört England. |
| Dezember 1360 | Das Versprechen des Königs, die Steuern zurückzunehmen wenn das Lösegeld bezahlt ist, wird nie gehalten! | "Ordonnanz von Compiegne": Zur Sicherung der Lösegeldzahlungen wird eine Goldmünze geprägt : der Franc . Die Silberwährungen werden an diese neue Münze gekoppelt in der Absicht die Inflation zu unterbrechen. Festlegung von Abgaben auf Waren des täglichen Bedarfs und Erhebung einer Salzsteuer. Vom König werden dabei oft die Worte "...unser Volk ..." benutzt, jedoch markiert es den Beginn einer dauerhaften Besteuerung der französischen Bevölkerung! |
| September 1363 | Erneute Anhebung der Steuern für die "Restzahlungen" des Lösegeldes. | |
| Dezember 1363 | Einführung der Steuer auf jedes Herdfeuer, die fouage! | Herdsteuer |
| 1360...1370 | Pest, Hunger, marodierende englische Truppen und ständige Aufstände verwüsten das Land. | |
| 22.April 1370 | Grundstein für die Bastille in Paris gelegt. |
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