Der Bauernaufstand unter Wat Tyler und John Ball
» Whanne Adam dalfe, and Eve span, Who was Panne a gentil man... « (John Ball 1381)

I. Notizen  ♦   II. John Ball und Wat Tyler  ♦   III. Commutation der Frondieste  ♦   IV. Zeitangaben  ♦   V. Zeitgenossen  ♦   VI. Begriffe  ♦   VII. Literatur Quellen    

Im Hinblick auf die Strafaktionen der Bauern gegen die hohen Kanzler und auf das Ende des Bauernanführers Wat Tyler kursieren in der Historie etliche Gerüchte. Sie sind, wie alle Schandtaten in der großen englischen Geschichte sehr spannend erzählt. Auf der einen Seite fehlen die Fragesteller nicht, die wissen wollen, warum Richard II. die Bauern hinaus auf die Festwiese im Nordosten Londons lotste, derweil im Tower seine Kanzler getötet wurden. War er vielleicht daran interessiert? Und könnte der Hungertod Richards im Februar 1400 in Pontefract Castle dafür die späte Rache der Bischöfe gewesen sein?
Auch der Tod Tylers ist umstritten. Wieso sollte er ein Messer gegen Londons Bürgermeister gezückt haben, wenn ihm doch unterstellt wird, er wolle den Knabenkönig töten? Bloß weil dem Bauernführer ein gereichtes Getränk nicht schmeckte? War es eventuell ungenießbar? Die folgenden Schwertschläge des Bürgermeisters verwundten Wat Tyler schwer, aber den König brachten sie in eine noch schwerere Lage! 20 000 Bauern standen seinem kleinen Gefolge gegenüber. Der Vorwurf einer Tyrannenmordabsicht ist absurd, die Bauern hielten diesen König für ihren Mann! Sie verneinten Richards Frage nach Mordgelüsten und folgten der Majestät zu den Clerkenwell Fields, um sich dort führerlos zu ergeben. Und hätte der junge König wirklich Bange vor dem Bauern gehabt, wäre er sicher nicht allein zu ihnen hinaus geritten.
Das den König nur eine kleine Mannschaft zum Bauernheer begleitete spricht eher für sein Vertrauen auf Tayler und ein Mißtrauen gegenüber dem Adel. Der war ja offenkundig nicht mutig genug, seinen König zu schützen. Wollte eine Junkerfraktion vielleicht gar den Tod des Knaben?
Und dann wäre noch die Frage nach den Tylerschen Forderungen zur Besitzname der Kirchenländereien und des Kirchengoldes. Hier stimmten die realen Interessen des finanzgebeutelten Königs mit den sozialen Interessen der Bauern überein. Hundert Jahre später wird ein englicher König seine starke erwachsene Hand ernsthaft nach diesen Reichtümern ausstrecken und sich seine Wünsche erfüllen, auch mit Gewalt.

Aufstandsgebiete Peasants Revolt 1381

Karte 1: Aufstandsgebiete




Die Lage
Scheinbar unwichtig ist die Wahl des halsstarrigen Urban VI. zum Papst, mit der es in der römisch-katholischen Kirche zum Schisma kam. Clemens VII. und seine Nachfolger saßen in Avignon, Urban VI. blieb mit den seinigen in Rom. Die Gläubigen in England waren damit um ein weiteres religiöses Problem beschwert. Hinzu kam, das der Krieg mit Frankreich zum Verlust großer besetzter Gebiete auf dem Kontinent führte. Im Innland bedeutete das wachsende Last für die Bevölkerung.
Die Stimmungslage in den involvierten Gebieten kennzeichnete ein allgemeiner Hang zum Extremismus. Der Schwarze Tod - naturgegebene Katastrophe - löste religiöse Reaktionen von ungewöhnlicher Heftigkeit aus. Das Denken jener Zeit war bestimmt von der Tendenz, in strittigen Fragen die extremen Haltungen zu bevorzugen. Gegen die Benutzung eigenen Verstandes herrschte Mißtrauen und die bisher gültige Gemeinsamkeit von Glaube und Vernunft wurde verworfen. Zugleich erlebte England gesellschaftliche Veränderungen, die soziale Spannungen verursachten. Seit Anfang des 14. Jahrhunderts änderten sich Beziehungen zwischen Stadtbewohnern und den Bauern auf dem Land.
In den Städten bestimmten einige wenige Familien die Geschicke ihrer vielen Mitbürger, die zuwenig oder keinen Anteil am wachsenden Reichtum genossen. Pestauswirkungen verschärften diese Spannungen, da trotz Verringerung der Zahl der Arbeitsfähigen die Reichen ihre Exklusivität und ihren Wohlstand beibehielten und ausweiteten.
In Frankreich kam es daher 1358 zur → Jacquerie, in England 1381 zur Peasants Revolt. In Frankreich richtete sich die Volkswut gegen den Adel, gegen Steuereinnehmer und gegen die Münzer. Zuweilen wurden Juden für die Pestseuche verantwortlich gemacht. In England stürmten die Revoltierer gegen Richter und Bischöfe. Auch gab es Ausbrüche von Xenophobie.

Der Aufstand
Die angeblich als einmalig erhobene Kopfsteuer von 1377 betrug 1 groat (fourpence), 1381 dagegen schon 3 groats. Ein Schatzmeister, zugleich Bischof von Exeter, mag genügend soziales Gespür empfunden haben, denn er trat nach dem dritten wiederholten Steuerbeschluß sofort von seinem Amt zurück. Ihn löste Robert Hales ab, seines Zeichens ausgerechnet Prior der Hospitalritter. Er ahnte nicht, das ihm das seinen Kopf kosten wird.

Den Bauern, ihr neuer Lord High Treasurer (sprich Schatzkanzler) warf ihnen Steuerhinterziehung vor, ging es um die Einhaltung des alten Rechts. Ihre Vorfahren hatten immer nur den sog. Fünfzehnten abzuliefern. Die Dörfer Fobbing, Corringham und Stanford-le Hope in Essex weigerten sich als erste, die offenen neuen Beträge zu zahlen, weil nicht sie die Rechtsbrecher waren, sondern die Steuereintreiber. Der oberste Richter des englichen Gerichts, der zur Aburteilung der angeblichen Schuldner erschien, war plötzlich selbst ein Gefangener. Da der Regierung nicht genügte, das die Bauern nach altem Recht zu zahlen bereit waren, wurde aus der lokalen Steuerverweigerung eine allgemeine Steuerverweigerung und aus den Selbsthilfemaßnahmen der Bauern schließlich ein großer Aufstand. Anfangs verprügelten die Landleute nur einen unvorsichtigen Gerichtsvollzieher und ließen ihn nach Hause gehen. Als die Regierung dann einen protzigen Strafrichter nach Fobbing schickte, war das Maß voll und die Bauern entsandten ihre Melder in die Umgegend.


Wenn Bauern der Geduldsfaden reißt und sie wirkliche Schuldige bestrafen...
Es bildeten sich verschiedene Unruheherde und schließlich setzten sich zwei große Bauernhaufen in Richtung London in Bewegung. Der eine sammelte sich in Kent, südlich der Themse. 50 000 zogen nach Osten über Rochester nach Canterbury und befreiten dort einen gewissen John Ball. Dann ging es über Blackheath nach London. Der andere, 60 000 Bauern stark, zog aus Essex von Brentwood in die Hauptstadt.
In Canterbary begannen die Rebellen jene Richter und Geschworenen zu jagen, die ihnen das Leben zu schwer gemacht hatten. Dokumente wurden verbrannt und Urkunden vernichtet. So auch in St. Albans, St. Mary, in London und anderen Orten. Auch die Häuser der Schuldigen wurden nicht verschont. Der Sitz des Erzbischofs von Canterbury, Lambeth Palace fiel ihnen anheim ebenso das Haus des Schatzkanzlers Hales. Manche Besitzungen der Hospitalritter gingen in Flammen auf nur aus Rache an ihrem obersten Prior.
Der Erzbischof Simon von Sudbury, seit einem Jahr Hoher Lordkanzler, las im wahrsten Sinn des Wortes seine letzte Messe, als die Bauern in den Tower eindrangen. Die Wachen hinderten die Rebellen fragwürdigerweise dabei nicht. Mit Sudburys Schädel fielen auch die Köpfe von Hale und deren engste Hofschranzen. In manchen Orten führten die Bauern Prozesse gegen gefangene Richter und enthaupteten sie anschließend, so in Burry St. Edmunds in Suffolk und in Ely (Cambridgeshire).
An der Universität Cambridge plünderten die Insurgenten das Archiv. Die Bauern hielten dort alle Juristen für die Verursacher der falschen Auslegung von Gesetzen und für die Schöpfer falscher Urteile, die für sie immer ungünstig ausfielen. Sie wollten daher gründlich diese Brutstätten ausräumen und diese Justiz-Schulen abschaffen.
In Norfolk, Suffolk und Cambridgeshire bestraften die Rebellen zielgerichtet jene Parlamentarier, die der Kopfsteuer leichtsinnig zugestimmt hatten.

Das Ende der Erhebung
In der Geschichtsschreibung überwiegen selbstverständlich die Negativdarstellungen über die Greultaten der aufständischen Bauern. Schließlich schreiben immer die Sieger die Geschichte. Ein wichtige Tatsache ist dennoch überliefert. Selbst die Gegener der Bauern konnten sie nicht verschweigen. Die Landleute standen aufrichtig zu ihren König Richard II. Ihre stete Frage an gefangene Adlige lautete "Hälst Du es mit dem König und mit uns, seinen loyalen englischen Gemeinden?"
Als über 100 000 Aufständische London beherrschten, sandte der junge König einen Boten zu ihnen. Sie sollten ihm die Beschwerden übergeben und dann nach Hause gehen. Das Lachen der Tausenden möchte man gehört haben. Aber der Noch-Knabe Richard wußte sich zu helfen und ließ einen gemeinsamen Termin für ein Treffen auf der Festwiese in Mile End im Nordosten Londons ausmachen. Mit kleinem Gefolge stellte er sich den Massen, gewährte ihnen alle Forderungen und Bitten. Man möchte fast glauben, das sein Alleingang auch darauf zurückzuführen ist, das ein Teil des Adels seinen Tod erhoffte. Zuweilen fassen Historiker die Bauernforderungen jenes Tages als das Programm von Mile End zusammen. Es beinhaltete, im Unterschied zu den folgenden Absprachen, allein die Ziele der reicheren Bauern unter den Aufständischen. Die Leibeigenschaft sollte abgeschafft, die Frondienste aufgehoben werden. Alle Feudallasten waren durch niedrige Geldzahlungen zu ersetzen.Den Bauern war freier Handel in allen Städten und Gemeinden zu gewähren. Für die Aufständischen sollte Straffreiheit gelten. Darauf hin ging ein Teil der Rebellen tatsächlich zufrieden nach Hause.

Aber für viele, besonders für die nicht so wohlhabenden Landleute, waren die Dinge nicht erledigt. Wat Tyler und John Ball sammelten diese Unzufriedenen in Smithfield unweit der Stadtmauer. Richard II. mußte sich die Forderungen des Programms von Smithfield anhören: Zur Abschaffung der Leibeigenschaft gehört auch die Beschlagnahme des Landbesitzes der Bischöfe und der Klöster. Diese Ländereien sind unter den Bauern aufzuteilen. Alle Privilegien der Feudalherren sind ungültig, und die Stände sind gleichgestellt. Besonderen Wert legten die Rebellen auf die Rückgabe der von den Feudalherren in Beschlag genommenen Gemeindeländereien. Diese Forderungen von Smithfield stellten im Grunde genommen ein hochmodernes Programm zur Beseitigung des sozialen Elend dieser Zeit dar, sie werden erst vierhundert Jahre später auf dem europäischen Kontinent wieder angemahnt.
Die Farce des Adels gelang allerdings ein zweites mal. Tyler ging in London in eine Falle und wurde getötet. Die führungslosen Bauern verließen die Hauptstadt, von Ritterabteilungen grausam verfolgt. In der Stadt selbst wurden auf dem Marktplatz die am Aufstand beteiligten Städter hingerichtet.
Der König befahl den Bauern, alle Verpflichtungen zu erfüllen, die schon vor dem Aufstand angeblich galten. Das Parlament stimmte für den Wideruf der auf den Großversammlungen durchgesetzten Bauernforderungen. Die Hinrichtungen der Bauern in den Landschaften wurden jedoch nach gewisser Zeit eingestellt. Man befürchtete ein erneutes Aufbegehren! Hartnäckig blieben die Landleute ihrerseits beim Verweigern der Frondieste und manche Bauernforderung setzte sich vor Ort tatsächlich durch.






II. John Ball und Wat Tyler
Es gibt Autoren, die den Oxfordprofessor John Wyclif [F1] für den ideologischen Anstifter der peasants revolt halten, vergleichbar mit dem Dr. Martin Luther im Deutschen Bauernkrieg. Aber die berühmte schöne Unterscheidung in den mittelalterlichen ketzerischen Oppositionen formulierte Engels im Jahre 1850. Er trennte die bäurisch-plebejische Ketzerei scharf von der bürgerlich-städtischen und verglich dabei zwei Beispiele miteinander: "So John Ball, der Prediger des Wat-Tylerschen Aufstandes in England neben der Wycliffschen Bewegung..." wie "...die Taboriten neben den Calixtinern in Böhmen." [F2] Die Reformanstöße Wycliffs bezogen sich auf eine Kirche, die sich dem König unterordnete und ihm ihr Vermögen übergab. Sie selbst sollte eine für das Publikum arme "wohlfeile" Kirche werden. Wycliff begeisterte sich keineswegs für die Aufständischen und John Ball predigte schon unermüdlich eigene Thesen lange bevor der Aufstand überhaupt losbrach. Dem Oxfordprofessor war er selbstredend nie begegnet und bis auf dessen Hostien-Ansicht hatte Ball nichts von Wycliff übernommen. Anfangs niedriger Priester in York, zog Ball nach der Pest durch den östlichen Teil Englands als Wanderprediger. So stand der Mönch oft vor den Kirchen und predigte nach der lateinischen Messe dem heimkehrenden Menschen mutig in englischer Sprache, wie hundertvierzig Jahre später ein Thomas Müntzer den Hörern mutig in deutsch predigte. Ball schlug in leidenschaftlichen Reden den Zuhörern vor, ihre Beschwerden beim König gemeinsam vorzubringen und wenn das nicht gegen die Leibeigenschaft helfe, dann müsse man selbst geschlossen dafür sorgen. Der wortgewaltige Mann war bei den Bauern so beliebt, das sie sich auf dem Weg zu den Feldern seine Predigten gegenseitig wiedergaben und darüber diskutierten. In London selbst hieß es über ihn, das er wisse, das das Land schlecht regiert sei und die Reichen die allen fehlenden Gold- und Silbermünzen an sich gezogen und gehortet hätten.
Schon 1366 wurde Ball vor den Erzbischof von Cunterbury zitiert, denn Ball stand den von der hohen Geistlichkeit ungeliebten Bettelmönchen nahe. Später soll Ball formuliert haben, das die Kirche weder Bischöfe noch Äbte benötige und nur wenige Mönche, genau genommen jedes Kloster nur zwei. Damals besaß die Kirche etwa ein Drittel des Bodens in England. Damit waren die Würdenträger mit ihrem ausgedehnten Apparat gleichzeitig die Verwalter großer Latifundien. Jedem Bauern, jedem Pächter und jedem Leibeigenen traten sie als solche Großgrundbesitzer entgegen und folglich waren die Interessen scharf gegensätzlich eingestellt. Das führte zwangsläufig zu Sympathien für eine andere Bodenverteilung und die Säkularisierung des Kirchenbesitzes. In einer seiner aufrührerischen Predigten soll er gesagt haben:
»Ihr guten Leute, es wird in England nie gut werden, solange es keine Gütergemeinschaft und solange es leibeigene Bauern und Herren gibt. Mit welchem Recht sind diejenigen, die wir Lords nennen, vornehmer als wir? Wodurch haben sie es verdient? Warum halten sie uns in Knechtschaft? Wenn wir alle von demselben Vater und derselben Mutter, Adam und Eva, abstammen, wie können sie sagen oder beweisen, das sie besser sind als wir, wenn nicht dadurch, daß sie uns mit unserer Arbeit verdienen lassen, was sie in ihrem Stolze ausgeben? Sie sind in Samt gekleidet und in warme Pelze und Hermeline gehüllt, während wir mit Lumpen bedeckt sind. Sie haben freie Zeit und schöne Häuser; wir haben Mühe und Arbeit, sind den Unbilden der Witterung auf dem Felde ausgesetzt. Und doch verdanken diese Menschen uns und unserer Arbeit ihren Aufwand. « (LJ 52)

Als 1381 der Aufstand ausbrach, saß Ball wieder einmal im Gefängnis von Canterbury, wurde aber befreit und predigte auf dem Marsch nach London in Blackheath. Ball erklärte, daß am Anfang der Welt alle Menschen gleich geschaffen worden seien. Das aber ein Mensch einem anderen dienen solle, wurde von Bösen eingeführt und ist damit gegen den Willen Gottes. Die Engländer hätten jetzt ihre Gelegenheit, das Joch abzuschütteln. Die Ernte sei gekommen und man solle, wie in der Schrift, die guten Garben - also brave Bauern - in die Scheune tun, aber das Unkraut - also böse Grundherren, ungerechte Richter und arglistige Bischöfe - ausreißen und beseitigen. Dann werde die Gleichheit herrschen. (LG 58) Diese Reden waren für jeden, der harte Feldarbeit kannte, einleuchtend und überzeugen. Und so griffen sie seinen Reim auf, in dem es hieß:

Whanne Adam dalfe, and Eve span, Who was Panne a gentil man?   (LG 57)

Als man Nach der Niederlage der Insurgenten Ball habhaft werden konnte, wurde er am 15. Juli 1381 auf grausamste Arte in Anwesenheit Richard II. umgebracht. Den Armen zur Abschreckung stakte sein Haupt noch lange über der London Bridge. Die schlimmsten Geldfälscher des Landes ließen den besitzlosen Mönch in einer Hinrichtungsart sterben, die gesetzlich für Geldfälschung vorgesehen war. Dieser Zynismus wird ihre Herrschaftsform für immer charakterisieren.


So wie John Ball der Prediger der Bauern war, so stellte Wat Tyler ihren wichtigtsten Anführer. In jener Zeit wurden anstelle von Nachnamen in der einfachen Bevölkerung Berufsangaben gemacht. Etwa so: John Schmied (Smith), John Koch (Cook), Wat Dachziegel (Tiler, Tyler). Wenn Wat den Beruf eines Dachdeckers einmal ausgeübt haben sollte, erklärt es einiges über seinen Charakter. Er muß mutig, schwindelfrei und stark gewesen sein. Arbeiten in Höhe und Klettern auf unsicher wackligen Gerüsten erfordert eine gewisse Kaltblütigkeit. Die Übersicht behalten können bei Wind und Wetter, Hitze oder Kälte, all das kennzeichnet diesen Berufsstand. Aber etwas unterschied ihn zugleich von den Massen seiner Landmänner. Er mußte, allein aus der Praxis von Geschäftsverhandlungen, die Handwerker nun mal täglich zu absolvieren haben, in der Lage sein, Ziele klar ausdrücken zu können. Die Bauern jener Zeit waren nicht oder selten des Lesen und Schreibens kundig. Ihr Wortschatz entsprach den Anforderungen ihrer Arbeit, die hart war und schwer, die man besser einsilbig und wortkarg ablieferte. Schon allein deswegen galt Tyler als ihr Mann. Doch deswegen nicht genug: Tyler soll beim Krieg in Frankreich dabei gewesen sein. Dort mußte er gesehen haben, wie man Kolonnen formiert und in Marsch setzt. Andere Berichte sagen, er wäre einer von den berühmten englischen Bogenschützen gewesen, deren soziale Herkunft eine bäuerliche war. Tayler machte seinen einzigen und tödlichen Fehler, als er in der zweiten Verhandlung mit dem fünfzehnjährigen König zu vertrauensseelig allein das Gespräch führen wollte und durstig vom Ritt einen ihm gereichten Becher annahm. Das Getränk vergiftet oder nicht, war vermutlich ungenießbar, weil er es angesichts seiner Majestät ausspeien mußte. Wer zog zuerst? Londons Bürgermeister William Walworth sein Schwert wegen offensichtlicher Majestätsbeleidigung? Oder war Tyler wütend über die falsche Gastfreunschaft? Die Berichte darüber sind widersprüchlich und fallen immer zuungunsten Taylers aus - selbstverständlich.
Für die nun führungslosen Bauern war der Sieg mit dem Tod Tylers verloren.






III. Die Commutation der Frondienste in Geldabgaben
Die meisten Historiker beurteilen die Ersetzung der Frondienste durch Geldabgaben an den Grundherrn als eine Art Befreiung der Bauern, und tatsächlich lautete eine der Bauernforderungen auf Mile End, die Feudallasten durch geringe Entgelte zu ersetzen. Aber das war eine Forderung der begüterten Landleute, die vorrangig in der Nähe großer Handelsstädte und auf königlichen Domanialgütern schnelleren Zugang zu Münzzahlungen fanden.
Es bietet sich hier an, die sich vollziehenden Aneignungsprozesse über längere Zeiträume zu beobachten. Etwa Zweihundert Jahre vor den großen sozialen Zusammenstößen Jacquerie in Frankreich und peasants revolt in England startete im europäischen Handel der erneute Einsatz von Transaktionsmitteln durch Edelmetallmünzen. Die großen Kaufleute erkannten, aus welchen Gründen auch immer, "minderwertige" Zahlungsmittel nicht mehr an. Man schlug "bessere" Silbermünzen, so den englischen Denar 1180, den venezianischen Grosso 1192, den französischen Gros tournois 1266 und viele andere.[F3] Nach einer Unterbrechung von sogar 500 Jahren wurde gleichzeitig auch wieder mit Gold geprägt. Es begann mit dem Augustalis 1231. Zwanzig Jahre später folgte der Florin in Italien, 1266 der Écu d'or (Goldtaler) in Frankreich, und der Dukat 1284 von Venedig.
Der erste Gegenpapst in Avignon Johannes XXII. (1249-1334) offenbarte sich als neu aufkommende Finanzkapazität. Unter seiner Abgabenverwaltung sollte Europa das Stöhnen lernen, insbesondere die Engländer, die zeitweilig Verbindung zu ihm hielten. Er schuf das Sytem der Annaten, der Reservationen und der Exspektanzen für die avigionesische Verwaltung. Hier wurden die Voraussetzungen für die Verbreitung einer Geldwirtschaft gelegt, die sich in drei Jahrhunderten zu einer bestimmenden Ware-Geld-Wirtschaft mit all ihren Querelen in Europa ausweitete. Damit begann die Zeit des stetigen Eindringens der Geldwirtschaft gegen die Natural-Wirtschaft der Dörfer. In England begünstigte die Insellage vermutlich diesen langzeitigen Vorgang, die wachsenden Verschuldung der Bauern lieferte dafür den Nachweis. Noch existierten Naturalien- und Geldwirtschaft nebeneinander her, die bestimmende Größenordnung bildete aber der Naturalienaustausch. Von Lokalität zu Lokalität mögen die Anteile unterschiedlich hoch gewesen sein, in den Hafenstädten und Handelszentren sicher hörere Anteile der Geldwirtschaft, in den weiten Teilen der Landschaften bestimmte die Naturalwirtschaft.

Mit jeder Veränderung im Münzwesen, mit jeder veränderten Prägung einer neuen Münze, egal ob aus Gold, Silber oder Kupfer, wurde ein der Gesellschaft unbekannter Eingriff in die Verteilungstruktur der Arbeitsprodukte unternommen. Durch die Tatsache, das in der Historie vor allem der Wandel der Bodennutzung zur Sprache kam, This illustration is based on one to be seen in the Kaisers Alcove in the State Apartments at Osborne House, Isle of Wight sind die großen Umsortierungen, die sich allein durch Finanzmanipulationen ergaben, kaum betrachtet worden. Aber diese Manipulationen spreizten die Besitzverhältnisse aller Bevölkerungsschichten weit auseinander. Das mittelalterliche Münzwesen in Europa zeigte völlige Zersplitterung und fortlaufende Entwertung. Selbst die beste Münze des 13. Jahrhunderts, der Kölnische Denar, verschlechterte sich zwischen 1280 und 1380 von Jahr zu Jahr. Getroffene Absprachen wurden nie eingehalten. Die Münzherren übernahmen die verschiedensten Sorten nur mit scheinbarem Murren. Tatsächlich existierten über 80 Nachprägungen des Sterling und ebensoviele des Florin. In England nicht anders als in ganz Europa. 1257 wurde unter Heinrich III. (12161272) der Gold Penny geschaffen, der auch Floren hieß. Der Double Leopard Eduards III. (13271377) von 1344 war doppelt so groß wie der Floren und verschwand wieder nach wenigen Monaten. Sein Goldwert soll angeblich über dem Nennwert von 6 Schilling gelegen haben. Eine andere englische Goldmünze ist der Nobel, der sich neben dem Goldgulden als Handelsmünze im westlichen Europa und im Ostseeraum verbreitete. [F4] Entstanden 1329 (?) oder 1344, verlor er laufend an Gewicht: anfangs von 8,86 Gramm sank es bis 1411 auf 7,0 Gramm. Sein Nennwert betrug 6 s und 8 d. Zwischen der Münzreform Edward I. 1279 und dem Ende Richard II. 1399 wurden an die 160 Arten des Pennys geschlagen, nahezu jedes Jahr ein neuer Penny. Und immer wurde der arbeitende Teil der Bevölkerung ärmer und jene, die die Edelmetalle (in Gewicht gemessen) besaßen, unbemerkt reicher. Die Arbeit der Bauern dagegen blieb immer gleich schwer, ihre Werkzeuge erfuhren keine qualitative Veränderung.
Nur Experten beherrschten den richtigen Umgang mit den Geldsorten. Man kann daher kaum von einem gesetzmäßigen "Markt" (im ökonomischen Fachsinne) sprechen, denn die Mehrheit verstand die Münz-Sorten und deren Anteile und Verhältnisse garnicht. Oft half man sich auf den Märkten durch Schmucksachen und Metallgeschirre. Bei größeren Summen setzten sich Barren in Silber und Gold durch, obwohl das durch die Münz-Herren verboten wurde. Dennoch nutzten die Kaufleute ihre Waagen, um die Münzstücke zu wiegen statt zu zählen. Man wollte das Edelmetall nicht die Geldstücke. Eigentlich eine absurde Umkehrung der fortgeschrittenen Entwicklung. Man hatte einst die Münzen erfunden, weil man statt des Barrenwiegens das leichtere Zählen nutzen wollte, und nun war man wieder beim Abwiegen gelandet. Das Expertenwissen bildete eine Grundvoraussetzung, um Gewinn bei den Geschäften zu machen und die waren bedeutend einträglicher als die schwere alltägliche Arbeit der Bauern.
Es finden sich aus jener Zeit bereits viele Geldangaben über Preise und Verdienstgrößenordnungen. Hier sind die Beispiele der Priesterschaft interessant, die sich, ebenso wie die gesamte Gesellschaft in arm und reich spaltete. In Canterbury hatte der Erzbischof Islip [F5] seinen alten Priestern angedroht, sie abzusetzen, wenn sie mehr als 2...4 £ pro Jahr Lohn verlangten. Seine eigenen jährlichen "Einkünfte" betrugen etwa 1500 £.(Lg 143) Ebenso aussagekräftig sind die "Vermögensangaben" der gefangenen Bauern-Rebellen: Die armen Kerle unter ihnen besaßen etwa 4 s, bei einem Gerber zählte man 4 s 4 d. Irgendwie gerieten zwei Textil-Händler unter die Gefangenen und die peniblen Richter stellten Waren im Wert von 81 £, 13 s und 4 d bei ihnen sicher. (s für Shilling von solidus und d für Pence von denarius mit 1 s = 12 d = 1/20 £). (LG 139) Mit diesen Angaben bekommt man zumindest eine Vorstellung von den Münzen-Verteilungen.

Oft wird in dem Zusammenhang mit Pfund, Shilling und Penny jener Jahre vom Markt gesprochen. Das lenkt von genaueren Sichtweisen ab. Ein viel zitierter Handel war beispielsweise der Wollhandel und Textilienmarkt. Die Bauern hatten aber keinen Anteil an den jeweiligen Modeerscheinungen. Zwar stellten sie die größte Bevölkerungsgruppe jener Zeit, aber ihr Alltagsgewand war ein aus groben Zeug meist selbstgefertigter Kittel. Eine Massenproduktion von Textilien existierte noch gar nicht, die Tuchproduktion war eine reine Luxus-"Fertigung". Es ist eine irreführende Abstraktion mancher Autoren, von einem Stoffemarkt so zu sprechen, als beträfe er die Allgemeinheit. Mit den Textilexporten und -Importen versorgte eine kleine Zahl von sehr reichen Kaufleuten einen exklusiven Kreis von Adligen und Ministerialen. Und genau in einem solchen wohlbemerkt schmalen Markt bewegte sich auch das schwere Münzgeld. Diese These bestätigen u.a. die jährlichen Produktionszahlen an Tuchen: So wurden in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts in dem Tuche-Schwerpunkt Florenz beispielsweise 15000...20000 Stück Tuch im Jahr hergestellt. In den englischen Städten Barnstaple dagegen nur 3700 Stück, in Coggeshall 1200, in Suffolk über 700 und in Cornwall 910 Stück. (LK 221f) Im Jahr 1377 zählten Steuererheber in England 1 355 000 Einwohner.(LG 84)

Erst nach und nach gelangte das Münz-Geld aus diesem illustren und engen Kreis der Groß-Kaufleute und ihrer vornehmen Kunden heraus in die Landschaft. Daran trug neben vielen anderen Faktoren besonders sowohl die Kirche mit ihren Kirchenoberen als auch das Militär bei. Die Kirche leistete ihren Anteil durch die innovative Eigenentwicklung ihrer erfolgreichen Bürokratie beim regelmäßigen Eintreiben der Abgaben, das sie immer öfter in Münzform verlangte. Das Militärwesen verbreitete Münzgeldanteile durch die "Bezahlung" der kämpfenden Truppe, denn was sollte ein Kämpfer bei einem Bauern eintauschen? [F4] Der Bauer konnte unter seinesgleichen immer eigene Produkte zum (normal verbreiteten) Tausch seinem Handelspartner auf dem regelmäßigen städtischen Markt anbieten. Der bewaffnete Kämpfer besaß nichts, außer der Münze, die ihm vorher von seinem Herrn gegeben wurde, es sei denn, er plünderte einfach.
Hier wird deutlich, das der König, der für seine Soldaten Geld benötigte, tatsächlich Interesse daran hatte, die Geldzahlungen der Bauern zu forcieren. Hier stimmten die Interessenlagen der Landleute und des Königs sogar überein. Demzufolge wurden die Abgabe- und Leistungspflichten der Bauern von königlichen Beauftragten auf den Domanialgütern in Geld bewertet. Aber Gesamtgesellschaftlich vollzog sich dieser Vorgang nicht linear und gleichmäßig. Es gab Grundherren, die nach ersten Erfahrungen wieder zu Naturalabgaben und Fronleistungen zurückkehrten oder je nach eigener Lage die eine oder andere Variante bevorzugten.
Gesellschaftlich viel gravierender war ein schleichender Vorgang, der im Zusammenhang mit dem Wollexport stand. Die Verringerung der Arbeitskräfte durch den Schwarzen Tod, England hatte etwa ein Drittel seiner Bevölkerung durch die Pest verloren, führte zu Veränderungen im Verhältnis von Feudalherr und Arbeitenden. Auch die Brutalität der Arbeitsgesetze konnte das nicht abwenden. Was tatsächliche Änderung brachte, war das Ausweichen auf eine andere landwirtschaftliche Produktion: auf die Schafzucht. Durch den Handel, insbesondere durch den Wolle-Export gelangten die Lords viel schneller an Münzgeld als vorher in der arbeitsaufwendigen Getreideproduktion. Man erledigte zwei Probleme mit einem Streich: Senkung der benötigten Arbeitskräftezahl und Erhöhung des reinen Geldgewinns. Die Grundidee der Vertreibung der Bauern von ihren Feldern fand hier und jetzt ihren Ausgangspunkt. Aus Fronleistenden wurden erst Pächter gemacht und diese Pächter wurden dann durch Einhegungen von ihren Feldern vertrieben. Dieser Vorgang, parallel laufend mit der Verdrängung der Naturalwirtschaft durch eine Münzgeldwirtschaft lief an und setzte sich weitere zweihundert Jahre fort. Das dabei Hunderttausende Menschen um ihre Lebensmöglichkeiten gebracht und in die Asozialität getrieben wurden, spielte für die Lords keine Rolle. Manche Historiker benutzen für diese lanfristige Demontage einer an sich stabilen Gesellschaft, die sogar die Pestwellen überstanden hatte, den Begriff Agrarrevolution. Es bedarf sehr beweglicher Dialektik und kaltschnäuziger Chuzpe, um die massenhafte Vertreibung der Bauern von ihren Feldern als gesellschaftlichen Fortschritt zu feiern. Die damaligen Zeitgenossen haben es sicher so nicht empfunden, wie die folgenden Aufstände und sozialen Kämpfe eher beweisen.




Fußnoten:

[F1] Wyclif war ja nicht der erste seiner Ketzerzunft. Im 12. Jahrhundert wuchs aus der vorher zahmen Ketzerei von Einsiedlern eine neue aggressive Oposition innerhalb der katholischen Kirche empor, weil diese so stark damit beschäftigt war, das Geld gegen die Naturalwirtschaft in Bewegung zu bringen. Die große Kaufmannschaft prunkte mit ihrem neuen Reichtum und die Kirchenoberen versuchten sie dabei noch in Habgier zu übertreffen. Gegen die Geldanbeterei der Pfaffen empörten sich jetzt die Ketzer auf dem Kontinent lauter und streitsüchtiger. Peter von Bruis, Tachelm von Antwerpen und Arnold von Brescia sind die Namen von nicht gerade sympathischen Gestalten, die aber wegen ihrer Widerstände gegen die offizielle Kirchenlinie zuerst in der europäischen Historie auftauchen. Die Katharer in Südfrankreich sind dann auch die ersten Christen, die deswegen in einem christlichen (!) Kreuzzug niedergemacht wurden. Der Engländer Wycliff wirkte mit seiner wohlfeilen Kirche eher diszipliniert. Der streitbare Böhme Jan Hus sorgte dafür, das die → Hussiten später mehr aus dessen Ideen machten.

[F2] Die Calixtiner bildeten die gemäßigte Richtung in der Hussitenbewegung. Die → Taboriten verteidigten die Forderungen der Bauern und städtischen Plebejer. (LE 344f)

[F3] Siehe auch Finanzreform Ludwig IX. von Frankreich. Siehe Wikipedia ⇒ Gros tournois

[F4] Shakespeare erwähnt den Nobel in einer Bezahlsumme für Soldaten in seinem Stück Richard II. (1.Aufzug 1.Szene). Bolingbroke, künftiger König Heinrich IV., beschuldigt den Herzog von Norfolk einer Unterschlagung: "Look, what I speak, my life shall prove in true: That Mowbray hath receiv'd eight thousend nobles In name of lendings for your highness´ soldiers ..."

[F5] Erzbischof Islip von Canterbury (1349-1366) drohte seinen alten Gemeindepriestern mit der Absetzung, wenn sie mehr als 5...6 Mark pro Jahr verlangten. (1 Mark rund 66 % des £) (LG S.143)






  IV. Zeitangaben
Jahr England Frankreich
1337 Der Hundertjährige Krieg beginnt.
1348
bis
1351
Ausbruch der Pest (Katastrophe des Schwarzen Todes). Ein Drittel der Bevölkerung geht zugrunde.
Der "Preis" der Arbeitskraft steigt an, Arbeitskräftemangel.
weitere Epidemien: 1361, 1362, 1368, 1369, 1370, 1381,1382, 1396 (LJ 50)
1349 Noch im Pestjahr wurde das königliche Dekret Ordinance of Labourers erlassen, das festlegt, das jeder zu den vor der Pest üblichen Löhnen arbeiten solle.
Bis zum Beginn des Aufstandes 1381 gehren überall auf dem Land Unruhen.
 
1351 Parlamentsgesetz Statues of Labourers erlassen.  
1357 Erweiterung des Statues of Labourers. In Frankreich erzwingen die Generalstände den Erlaß der Großen Ordonanz. Der Aufstand in Paris wird unterdrückt, die Zugeständnisse werden wieder zurück genommen.
1358   Aufstand der → Jacquerie.
1360 Die Lösegeldforderung für die Freilassung des französischen Königs Johann beträgt 3 ooo ooo Écu (3 Millionen Goldsterling?). Der Südwesten Frankreichs gehört England. 5. Dezember: Die in ⇒ Compiegne erlassene Ordonannz dekretierte die Prägung einer Goldmünze mit dem Namen Franc. Der franc d'or a cheval lag mit 3,89 g unter dem ecu (4,5 g) und über dem alten Gulden von Florenz (3,53 g). Die seit Jahrzehnten arg malträtierte Silberwährung wurde fest an die neue Münze gekoppelt. Trotz einiger Kursschwankungen war damit die inflationäre Tendenz der königlichen Geldpolitik unterbrochen.
1361 Weitere Verschärfung des Statues of Labourers. Es besteht der Zwang zur Arbeit sowohl für Abhängige wie für Freie. Die Bewegungsfreiheit ist eingeschränkt. Staatliche scharfe Strafandrohung ersetzt private Zwangsmittel.
Zweite Pestwelle in England bis 1362.
 
1362 Erste Fassung von John Langlands Piets Plowmen erscheint. Das in englischem Besitz befindliche Calais wird zum privilegierten Wollhandelszentrum. Englische Kaufleute bestimmen den Wollhandel.
1363   Einführung einer Steuer auf jedes Herdfeuer, die fouage
und erneute Anhebung der Steuern für die "Restzahlungen" des Lösegeldes für König Johann II., (König von Frankreich 1350-1364), der aus englischer Gefangenschaft freigekauft werden sollte.
1369 Dritte Pestwelle.  
1376 Das Parlament gesteht indirekt das Versagen der Gesetze ein, weil die Feudalherren es selbst unterlaufen, und sich gegenseitig die Arbeitskräfte abspenstig machen. Eine Kommission von Friedensrichtern überwacht die Einhaltung der Gesetze.
Wyclif veröffentlicht die Reformschrift De civili domino. Der Hochadel nutzt Wyclif für die eigene Position gegen das Kircheneigentum.
 
1377 Tod Edwards III., Nachfolger ist der unmündige 10 Jahre alte Richard II. (Siehe Frankreich 1380)
Das Parlament erhebt eine einmalige Kopfsteuer.
Die erweiterte Fassung von Piers Plowmen wird sehr populär.
 
1379 Die Kopfsteuer wird erneut erhoben.  
1380 Erhebung der Kopfsteuer zum dritten Mal. Abschaffung der fouge (Herdsteuer) noch unter Karl V.
Beginn der Regierungszeit Karls VI. - Der König ist bei der Thronbesteigung 12 Jahre alt - beachtliche Parallelität zu den Verhältnissen in England.
1381 Übergriffe bei der Eintreibung der dritten Kopfsteuer bilden den Anlaß für den Aufstand in Südostengland. Im Mai beginnt der Bauernaufstand. Bewaffnete Steuerverweigerung in Kent.
13. Juni: Die Tore Londons öffnen sich für die rebellierenden Bauern.
14. Juni: Der Lordkanzler wird hingerichtet.
Die Aufständischen überreichen in Mile End dem König die Forderungen (der wohlhabenden) Bauern: Abschaffung der Leibeigenschaft und der Fron, einheitliche niedrige Geldrente, freier Handel. Nach Zustimmung des Königs zieht ein Großteil der Bauern ab.
15. Juni: Wat Tyler überreicht in Smithfield dem König die radikaleren Forderungen der armen Bauern: Aufhebung der Arbeitsgesetze, Verteilung des Kirchenlandes an die Bauern, Gleichstellung der Stände.
Nach der Ermordung Tylers ziehen die führungslosen Bauern ab. Strafkommandos verfolgen die Abziehenden.
Wiedereinführung der fouage - von den Generalständen im Februar 1381 beschlossen.







Noch wenig erforscht:

In den 80er Jahren des 14. Jahrhunderts beginnen Bauernbewegungen in Mittel- und Südfrankreich (Auvergne, Poitou, Languedoc, Dauphine). Die Bauern verfolgen eine Partisanentaktik bei ihren Strafaktionen gegen Adlige, Steuereintreiber, Wucherer, königliche Beamte und hohe Geistliche. Ahnlich den zeitgleichen Bauernrebellen (tuchini) in Norditalien werden sie als Tuchins bezeichnet.

1382   Erhöhung der Salzszeuer. Aufstände in Rouen.
Aufstand der Maillotins in Paris gegen das Steuersystem. Die Aufständischen plünderten das Rathaus und verschiedene Stadthäuser wohlhabender Bürger. Die Notabeln (der Kreis der exklusiven Neureichen) bezahlen eine Summe von 80 000 bis 100 000 Francs an die Unterhändler und können so den Aufstand beenden.
1399 Vom Parlament wird Heinrich Bolingbroke als König eingesetzt, mit Heinrich IV. beginnt die Dynastie des Hauses Lancaster.
Nach seiner Absetzung kommt Richard II. in Gefangenschaft um.
 
1413 Oldcastles Aufstand (Lollardenaufstand)
Revolte der Lollarden unter Sir John Oldcastle, besonders in den Gebieten, in denen die Kirche Lollarden verfolgte. Forderungen: Enteignung der Kirche, Abschaffung der Aristokratie. Sämtliche Rebellen gerieten in Gefangenschaft, die Lollardenbewegung bestand als kleine Untergrundbewegung bis um 1500.
 
1431 Erfolgloser Aufstand unter William Perkins.  





Namen V. Zeitgenossen
Namen aus der Zeit der Peasants´ Revolt
Thomas Baker Mutiger Sprecher des Dorfes Fobbing, der am 1. Juni 1381 den Richtern erklärte, das das Dorf bereits die Steuern gezahlt hätte und mehr Geld nicht da wäre. Damit begann die Konfrontation.
John Ball John Ball  was an English Lollard priest who took a prominent part in the Peasants' Revolt of 1381 (1335 - 1381) Englischer Landgeistlicher, einer der Führer des Bauernaufstandes von 1381, als Volksprediger der Propagandist unter den Bauern. Wurde am 15. Juli 1381 auf besonders grausame Art (Drawing and quartering) hingerichtet.
Ball soll u.a. in folgenden Orten gepredigt haben: Ashen, Billericay, Böcking, Braintree, Cressing Tempel, Dedham, Coggeshall, Fobbing, Linden, Great Baddow, Kleine Henny, Stisted, Waltham.
Siehe auch: ⇒ John Ball in Wikipedia
John Battis Rebellenanführer bei Ipswich.
Robert Belling Geflohener Leibeigener, wurde von den Rebellen in Rochester am 6. Juni 1381 befreit.
Bromyard Kanzler von Cambridge, Dominikaner, ein Gegner Wyclifs. Er hat aber ebenso die Fürsten und Reichen, die Stolz und mit großem Protz lebten, Paläste besaßen, Felder mit hohen Pachten belegten, die ihre Landleute grausam behandelten, damit sie in Luxus leben konnten, angeklagt. Sie würden allerdings ihre Strafe erst in der Hölle erfahren. (LG 57)
Adam Clymme Predigte in Isle of Ely und wiegelte die Bauern auf zur Erhebung. Er verbot den Landleuten, nicht mehr für ihre Herren zu Arbeiten. Dabei soll er sich auf eine mysteriöse magna societas berufen haben. (LG 138)
Robert Hales Prior der Hospitalritter (heute: Johanniterorden), nahm teil am Kreuzzug gegen Alexandria, der mit einer Plünderung der Stadt und einem Massaker an der Bevölkerung endete. Wurde nach dem Rücktritt des Schatzkanzlers und Bischofs von Exeter selbst Schatzkanzler. 1381 im Tower von London durch aufständische Bauern hingerichtet.
Nicholas Hereford (Nikolaus von Hereford) Oxforder magister artium. Arbeitete ebenfalls an der ersten Bibelübersetzung und trug die Ideen Wyclifs mit. Seine anfängliche Radikalität soll ihn dazu gebbracht haben, in einer seiner Predigten festzustellen, das der Erzbischof Sudbury sein Schiksal verdient habe, als der beim Bauernaufstand 1381 getötet wurde. Lebte zeitweilig im Untergrund, widerrief aber 1391 sein Bekenntnis zu den Lollarden.(LL 343)
Wiliam Langland Piers Plowman träumt von seiner Vision

(um 1332 bis um 1377) Sein Gedicht Die Vision von Peter dem Pflüger (Vision of William concerning Piers the Plowman), gehört zu jenen schriftlichen Zeitbeiträgen, die die Entwicklung der Literatur in englischer Sprache mit bestimmten. Der Text verdeutlichte die Hoffnungen der arbeitenden Menschen auf dem Lande und war Bauern und Städtern leicht verständlich. Langland lobt die menschliche Arbeit, prangert soziale Ungerechtigkeit an und verspottet erbarmungslos Schmarotzer und Tagediebe. Die großen Reichtümer seien durch die Arbeit des Pflügers, des Webers, des Schmieds u.s.w. entstanden. Das Gedicht wurde im Vorfeld des Aufstandes von 1381 sehr populär, der Name Piers Plowman zum Inbegriff für Arbeit und Gerechtigkeit.
Langland klagte u.a. die Bischöfe an, das sie statt zu predigen, ihre Zeit am Londoner Hof damit vertun würden, des Königs Silberschätze zu zählen. Das traf durchaus auf den Erzbischof von Canterbury Sudbury zu. Ein Ost-Fenster der St Marys Church in Cleobury Mortimer (Shropshire) zeigt eine Glasmalerei von 1875, entworfen von Harry Burrow. Es stellt Piers Plowman bei seiner Vision dar.Bildquelle: Wikipedia

John Purvey langjähriger Sekretär Wyclifs, leitete die freie Bibelübersetzung (in Weiterentwicklung der wörtlichen Übersetzung durch Wyclif) ins Englische, brachte eine Bibel für die einfachen Lollarden heraus (Lollardenbibel). Lenkte das Entstehen eines volkstümlichen Lollardenschrifttums. Schwerpunkt seiner propagandistischen Arbeit war die Stadt Bristol. Nach seiner Gefangennahme widerrief er im Jahr 1401, muß aber nach seiner Bewährungszeit in West Hythe (Saltwood) wieder die illegalen Verkündigungen des Evangeliums unter den Lollarden aufgenommen haben. Deshalb verschwand er ab da im Nebel der Geschichte. Andere Berichte sollen seinen natürlichen Tod 1414 bestätigen. Lambert 345
Thomas Sampson Rebellenanführer bei Ipswich. (Wiki engl)
Jack Straw Bauernanführer, u.U. Pseudonym eines Unbekannten oder von Tyler.
Simon von Sudbury Erzbischof von Canterbury, 1380 Hoher Lordkanzler von Großbritannien. Vom avigonesischen Papst Innozenz VI. 1356 zu König Edward III. nach England entsandt. Krönte 1377 Richard II.
Wurde im Tower of London von den aufständischen Bauern der Peasants´ Revolt 1381 geköpft. Sein Kopf wurde auf der London Brigde ausgestellt. Zuvor hatten die Aufständischen seine Residenzen in Canterbury und Lambeth zerstört. (LL 313)
Wat Tyler (= Jack Straw = John Wraw (?)) Bauernanführer, am 7. Juni in Maidstone als Anführer gewählt. Von Beruf vermutlich Dachdecker, soll in Frankreich als Soldat (Bogenschütze) gedient haben. Ging nach erfolgreicher Besetzung Londons in die Falle der Adligen und wurde dabei getötet. Wiki
John Wyclif (1328 - 1384) Professor an der Universität Oxford, Ideologe der englischen kirchenreformatorischen Bewegung. Mit seiner Kritik an Dogmen der Katholischen Kirche formulierte er die Intressen des neuen Bürgertums und des Königs. Die englische Kirche sollte dem König unterstellt werden, ihr Reichtum und ihre Ländereien dem König zugeordnet werden. Da auch die weltlichen Feudalherren an einer Säkularisierung der Kirchenländereien interessiert waren, hatte Wyclif Unterstützung hoher Persönlichkeiten. Wyclifs Ideen übten großen Einfluß im Innland auf die Lollarden aus, und europaweit auf die Reformationsbewegungen der kommenden zweihundert Jahre. Engels zählte Wyclif zu jener Ketzerei der Städte, die eine wohfeile Kirche gegen die geistlichen Feudalherren schaffen wollten. (MEW 7/344-345)
Entwickelte sich vom Oxforder Professor zum Häretiker der Kirche, wechselte dabei vom Nominalismus zum Ultrarealismus. trat 1371 in die königlichen Dienste durch Vermittlung des Schwarzen Prinzen oder des John of Gaunt. War 1374 als Diplomat bei den Verhandlungen mit denm Papst. 1377 vertrat er den Standpunkt der Regierung über den Export von ungemünztem Gold nach Avignon. 1378 verteidigte er die Maßnahmen der königlichen Beamten bei einem Rechtsstreit über die Verletzung des Asylrechts. Dieses Auftreten sicherte ihm den Schutz hoher Persönlichkeiten. (LL 326) W. selbst stand dem Aufstand, ähnlich wie Luther im Deutschen Bauernkrieg, ablehnend gegenüber. Sein Einfluß auf die Motivation der Rebellen mag eher ungewollt gewesen sein.

Der kirchliche Angriff auf W. erfolgte auf dem sog. Erdbebenkonzil. Aber seine Verurteilung des Reichtums der Kirche ist von den Bauern auf ihre eigenen sozialen Forderungen übertragen worden. ( W. forderte, das Almosen nicht zur Kriegführung bestimmt seien. Gewalt gegen Gewalt sei eine mohammedanische Logik, und schiebt Gewaltaufforderungen mit Sic enim arguunt Sarraceni quod Machomet propheta eorum. den Muslimen zu. (LG 60) Seine Position gegen den Krieg übernahmen die Lollarden. Gewisse Ähnlichkeiten mit den späteren Widertäufern bieten sich hier an.





VI. Begriffe
Annaten Jahrgelder, die zur Verleihung einer Pfründe an den Papst zu zahlen waren. Anfangs unregelmäßig, in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts regelmäßige Abgabe wie eine Steuer gehandhabt. Der Pfründeninhaber holte sich die Summen von der Bevölkerung in Form von Zwangsabgaben mehrfach zurück.
groat Eine in England von 1351 bis 1662 im Umlauf befindliche Silbermünze.
Es wird (LG 83) angegeben: 3 groat = 1 Shilling = 12 Pence .
(LG 82-83) Weitere (nicht erklärte) Zahlenangaben: Die Commons stimmten einer Gesamtsteuer von 150 000 M (= 100 000 Ibs) zu...; Taglohn für das Getreidedreschen 1380: zwischen 2 ... 4 d. (???)
Lollarden (Lollards) religiöse Sekte in England, Feindin der Katholischen Kirche, übernahm Lehren von Wyclif. L. verkündeten das Evangelium der urchristlichen Brüderlichkeit und Gleichheit der Menschen. Zentrum war die Grafschaft Norfolk. Die Lollards wurden zwei Jahrhunderte grausam verfolgt.
Das Lollardentum stellt ein Hauptereignis in der englischen Kirchengeschichte dar. Es ist nicht erwiesen, das Wyclif jemals Jünger entsandte, das ist eine Legende der armen L., W. hinterließ den Lollarden Gedanken zur Stärkung ihrer Reihen, sie fanden weiten Nachhall in der Bevölkerung. Seine Ansicht über die Prädestination beendete die Autorität der Kirchenfürsten. Seine Lehre über die Bibel gab den entstehenden Sektierern Möglichkeiten, Angriffe neu zu formulieren. W. forderte die Abschaffung der Kirchenhierarchie und erlaubte jedem Laien das Predigen. Mit seiner Bibelübersetzung bot er dem Lesekundigen neue eigene Möglichkeiten. Das machte die Überzeugungskraft der L. aus. Insbesondere der Bevölkerungteil, der Lesen und Schreiben aus Berufsgründen beherrschte, verbreitete selbst beim Bibelunterricht diese Fähigkeiten. Es ist nicht bekannt, wie weit das Rechnen mit Zahlen in den Unterschichten verbreitet war. Unter den Handwerkern und im niederen Klerus fanden sich die meisten Anhänger. Viele waren als Weber und auf andere Art in der Woll- und Textilherstellung beschäftigt, was eine gewisse Beherrschung von Grundrechenarten eigentlich beinhaltet. Sie hatten daher auch eine andere Beziehung zum Geld (Münzen-Guthaben) und lehnten nicht Reichtum aber den nicht erarbeiteten Reichtum durch Habgier ab. Daher waren die L. nicht Anhänger irgendwelcher Mysterien sondern kannten die Realitäten des Lebens. Im Aufstand von 1381 waren L. involviert, aber nicht die Träger der Bauern-Rebellion.
monetagium Henry I. ? / Herdsteuer ersetzt m.? Untersuchen. googlebook
Xenophobie (Fremdenfeindlichkeit) Eduard III. hatte 1336 Schutzbriefe für jene Textilproduzenten ausstellen lassen, die in England arbeiten wollten. Der Bedarf der englischen Oberschichten an Tuchen stieg ständig. (Die Bauern waren nicht Kunden oder Abnehmer dieser Tuche, sie fertigten in Hausarbeit ihre Kleidung selbst.) So zog es flämischer Arbeiter über den Kanal. Sie brachten einige technische Neuerungen und andere Stoffzusammensetzungen mit. Knapp neun Jahre später sah sich der König gezwungen, besondere Schutzmaßnahmen für diese zu treffen. Die Zünfte wollten die zusätzlich eintreffenden Arbeiter zuweilen in ihre Reihen zwingen und so an die heimatlichen Verdienstbedingungen binden.
Nach dem durch die Bauern 1381 in London die richterliche Gewalt ausgehebelt worden war, kam es in der Stadt zu Exzessen gegen hier wohnende Flamen. Auch in Lynn und Yarmouth wurden Flamen getötet. Andere Ausländer, vornehmlich im Geldwechselgeschäft tätige Florentiner, wurden ebenfalls Opfer der Menge. Man sah in ihnen die Verursacher für die wirtschaftliche Misere, die ihren Gewinn auf unehrenhafte Art gewannen. (LG 96)
Nobel Englische Goldmünze, die zum ersten Mal 1339 im Londoner Tower geprägt wurde. (LC 201) Nobel




VII. Quellenangaben Literatur Links
(LC) Geoffrey Chaucer, Canterbury Tales, Hrg. Martin Lehnert, Illustrationen Werner Klemke, Berlin 1979
(LE) Friedrich Engels, Der deutsche Bauernkrieg, Neue Rheinische Zeitung, Mai Oktober 1850
(in MEW 7 344-345)
(LG) Horst Gerlach, Der englische Bauernkrieg von 1381 und der deutsche Bauernkrieg: Ein Vergleich, Meisenheim 1969
Zitat S.82: "Die Eintreibung der Umsatzsteuer wäre bei der vorherrschenden Naturalwirtschaft mit großen Schwierigkeiten verbunden gewesen."
Zitat S.90: "Für die schreibunkundigen Bauern waren die aufgeschriebenen Rechtsverhältnisse der größte Anstoß; legten sie ihnen doch zumeist nur Verpflichtungen auf."
(LJ) Jürgen Kuczynski, Geschichte des Alltags des deutschen Volkes, Band Studien 2, Akademie-Verlag Berlin 1981 und Nachtragsband Akademie-Verlag Berlin 1985
(LK) Josef Kulischer, Allgemeine Wirtschaftsgeschichte des Mittelalters und der Neuzeit, 1. Band, München Berlin 1928
(LL) Malcolm Lambert, Ketzerei im Mittelalter, Augsburg 2004
(K) Karte: © Hans Holger Lorenz
() Illustration Hans Holger Lorenz, frei nach einer Darstellung im Programmheft des Deutschen Theaters Berlin von 1972 zu Shakespeare Leben und Tod König Richard des Dritten" in der Fassung von Manfred Wekwerth
Bauernkriege in 23 Jahrhunderten globale Zeittafel Bauernrevolten in Asien Bauernrevolten in Afrika Bauernrevolten in Europa Bauernrevolten in Amerika Revolten in Australien Impressum Quellen
Notizen zum Bauernaufstand unter Wat Tyler und John Ball  •  © Hans Holger Lorenz  •  beg. 2006  •  Stand: 25.04.2016  •  WB To