Die Rebellion des Daniel Shays
1786 - 1787

Habt Ehrfurcht vor dem Pflug...
Ehret die Menschen, die mit ihren eigenen Händen ihre Familien erhalten
und ihre Kinder so erziehen, daß sie schwere Arbeit gewöhnt
und ihre Heimat zu verteidigen imstande sind.
Rechnet die Notwendigkeit der Arbeit nicht zum Fluch des Lebens, sondern zu seinem Segen.

[David Ramsay]


I. Textteil      II. Zeittabelle      III. Zeitgenossen      IV. Anhang    

Angeblich soll ein Fürst aus Sachsen-Gotha-Altenburg, der vor vierhundert Jahren residierte und die Auswirkungen der sogenannten Preisrevolution noch nachvollziehen konnte, den Satz Imperat in toto Regina Pecunia Mundo losgelassen haben. Überliefert sind seine Beziehungen zu englischen Adligen. Aber nicht Geld regiert die Welt, sondern es sind Menschen, die die Welt gestalten. Und seit eben dem 16. Jahrhundert hat das Geld eine Entwicklung durchgemacht, die es schließlich auf den Nordteil des amerikanischen Kontinents ankommen ließ. Und auch da verhalf es nicht nur zum Guten.
Der Neugestaltung des Lebens dort unterwarfen sich Siedler mit strenger disziplinierter Arbeit. Die Mehrheit der Leute glaubte an die protestantische Prädestination. Ein gutes Leben bedeutete für diese Puritaner produktives Schaffen, Arbeit und Mühsal wo auch immer Gott sie hingestellt habe. Zum ihrem Fleiß gehörte ihre Genügsamkeit, zu ihrer Religion gehörte das Lesen in heiligen Büchern. Damit waren sie trotz aller Widernisse und Naturkatastrophen erfolgreich und daher stammte die hohe Achtung der Amerikaner gegenüber der Arbeit, die sie noch einige Jahrzehnte hegten. Unruhig wurden sie erst, als das englische Parlament auf die Idee kam, die Kosten für den Siebenjährigen Krieg, der erste Krieg, der in der ganzen Welt ausgetragen wurde, auf die amerikanischen Kolonisten abzuwälzen. Mit einer Zuckersteuer und einer Stempelgebühr hätten sie die Kosten für jene Armee zu tragen, die sie angeblich vor Kanada geschützt habe. Die Sache ging bekannterweise so aus, das die Kolonisten ihre eigenen Staaten gründeten und sich im Unabhängigkeitskrieg von Großbritannien los machten.
Ein Hauptmann der Continental Army, die für diese Unabhängigkeit kämpfte, war Daniel Shays(1747-1825). Er wurde für seine Heldentaten sogar von General Lafayette (1757-1834) ausgezeichnet. Shays war Farmer, und er hatte im Krieg manches erlebt. Auch wurde er Zeuge, wie seine Soldaten in Lumpen gehüllt kämpften, weil die Versorgung nur schlecht funktionierte. Das hatte Gründe. Mit dem Ausbruch der Kämpfe wurden die ohnehin knappen Güter in den Kolonien noch knapper und von gewissenlosen Händlern schlagartig allesamt aufgekauft oder mit Vorkaufsrechten blockiert. Anschließend bestimmten diese Spekulanten die Preise für den Verkauf der Waren. So wurden manche Leute, denen die Versorgung der Armee oblag, in kürzester Zeit sehr vermögend. Es ist historisch nicht das erste mal, das sich Spekulanten einfanden, die Not und Mangel für Bereicherungsorgien nutzten. Erstmalig aber taten sie es mit republikanischen Losungen auf den Lippen, mit scheinbaren Angepaßtsein und mit absoluter Hemmungslosigkeit die noch schwache Gesetzeslage ausnutzend. Einer dieser Leute war ein gewisser Rober Morris (1734-1806), ein Kaufmann aus Philadelphia.
Der Mann gilt als einer der Gründerväter der Vereinigten Staaten und wird in der Historie nicht selten als Finanzier der Revolution bezeichnet. Morris lernte von der Pike auf, nein, nicht wie man produziert, sondern wie man Geld macht. Nach erfolgreicher Lehre übernahm er gleich die Bank, die ihm das beibrachte und schließlich war er selbst Chef von Firmen für Import, Export und, nicht zu vergessen, für Piraterie. Die Beute seiner Kaper-Schiffe verstand er meistbietend zu verkaufen. Waffen-Deals mit den Franzosen und Geheimniskrämerei waren sein Metier während des Krieges, 1781 gründete er die Bank of North Amerika mit französischem Geld. Er selbst wurde dabei so reich. das ein Thomas Pain (1736-1809) gegen ihn wegen Kriegsbereicherung polemisierte. Ein Untersuchungsausschuß fand allerdings keine Unlauterkeiten, reich werden war kein Vergehen mehr.

Wie die Fronten in sozialen Auseinandersetzungen sich verändern können, zeigte der Fall des ersten Bischofs von Connecticut Samuel Seabury (1729-1796). Seine Propagandaschrift unter dem Pseudonym A Westchester Farmer (Ein Bauer aus Westchester) 1774 herausgegeben mit dem Titel Free Thoughts on the Proceedings of the Continental Congress (Freie Gedanken zum Verfahren des Kontinentalkongresses) richtete sich gegen die amerikanischen Revolutionäre und gegen die Beschlüsse des ersten Kontinentalkongresses. Seabury kritisierte den Boykott britischer Waren als eigennützige Verschwörung reicher Kaufleute, die aus der Güterknappheit Profit schlagen würden. Er rief die Bauern der Kolonie New York auf, sich zu widersetzen, da sie der gleichzeitige Exportstopp am schwersten treffen würde. Einen bewaffneten Kampf gegen die Engländer lehnte er ab.

Als Daniel Shay, der gewissermaßen auf der anderen Seite Barikade focht, aus dem Befreiungskrieg kam, galt sein Hof als verschuldet. Mit ihm teilten nicht wenige Farmer dieses Schicksal. Auch sie vermochten nicht, ihre Schulden zu tilgen. Aus zweierlei Gründen. Zum einen hatte die Army zu wenig Geld zur Verfügung, um ihren Soldaten den rückständigen Sold auszuzahlen. Zum anderen bestand der Staat Massachusetts darauf, das Schulden generell in harten Münzen zu begleichen wären und nicht mit wertlosem Papiergeld. Letzteres hatten die reichen Männer des Staates beschlossen, weil sie um ihre Vermögen fürchteten.

Die Lage für die Landbevölkerung war äußerst schwierig geworden. In den Jahren 1776 bis 1784 stellten vornehmlich Kredite und Subsidien Frankreichs, Spaniens und der Niederlande die Finanzierungsmittel für die Amerikanische Revolution. Schon 1785 mußte der Kongress feststellen, das die Staaten ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen könnten. Trotz wachsender Produktion war eine ausgeglichene Handelsbilanz mit dem Ausland nicht erreichbar. Zugleich strömten nach Wiedereröffnung der Handelsrouten billige englische Waren in den Markt. Die erste große Depression der amerikanischen Nationalwirtschaft begann 1784 und endete erst vier Jahre später.
Wahlen in den Staaten New York, New Jersey, Rhode Island, Pennsylvania und North und South Carolina brachten Kandidaten durch, die bereit waren für Zugeständnisse, um die Lage der Landleute wenigstens etwas zu erleichtern. Dazu gehörte auch die umstrittene Ausgabe von Papiergeld. In Massachusetts und New Hampshire gingen die Abstimmungen anders aus. Dort bestimmten die Hardliner in Geldfragen und für die Spekulanten begann eine Art Hochsaison. Die Staaten, also auch Masssachusetts, hatten in der Situation während und nach dem Krieg Regierungszertifikate heraus gegeben. Deren Wert war danach unglaublich tief gefallen. Umtriebige Spekulanten sammelten rechtzeitig diese billigen Urkunden. In Massachusetts Regierung saßen nun auch Vertreter dieser reichen Kaufleute und man hatte nicht die Absicht, Verluste zu erleiden. Sie fällten per Gesetz den Beschluss, das die Papiere zum Nennwert eingelöst werden könnten und in Münzgeld auszuzahlen wären. Steuern, darunter eine gewaltige Kopfsteuer, sollten dem Mangel an Hartgeld beikommen. Die herrschende Geldknappheit verschärfte den Ton fordernder Gläubiger und Schuldprozesse häuften sich. Die Schuldtürme füllten sich mit ehemaligen Soldaten und Farmern. Die Justiz zeigte sich unnachgiebig und an vielen Bauernhöfen wurden jene Zwangsversteigerungen angekündigt, die jedes Spekulantenherz erfreuten.
Zuerst versuchten sich die Landleute mit redlichen Petitionen zu retten, sie fanden dabei durchaus die Unterstützung ihrer örtlichen Behörden, aber nicht die der neuen Oberklasse. So kam es dazu, das bewaffnete Bauern in Gerichtsverhandlungen eindrangen und die Sachen auf ihre Art regeln wollten. Das geschah seit August 1786 mehrmals und schließlich fanden sich über tausend Farmer zusammen, die ihren Forderungen bewaffneten Nachdruck verliehen. Wo sie sich sammelten, vernichteten sie Gerichtsunterlagen und befreiten Schuldner und Arme aus den Gefängnissen. Einige kleine Städte wurden besetzt. Die Stadt Concord sollte als Ausgangspunkt für einen grossen Marsch auf Bosten dienen. Der gegen die Aufständischen entsandte General Lincoln (1733-1810) schlug mit seiner Einheit 1787 die Rebellen auseinander. Für die Gefangenen plädierte er jedoch für Gnade. Die Versuche der Insurgenten, das Arsenal von Springfield zu erobern, scheiterten. Sie erhielten keine Unterstützung aus anderen Gebieten. Nach einer letzten Niederlage bei Petersham am 2. Februar 1787 löste sich ihre Abteilung auf. Der spätere Gouverneur Samuel Adams (1722-1803) forderte die Anwendung der Todesstrafe, mehrere Teilnehmer des Aufstandes wurden hingerichtet.

Nach den Unruhen nutzten die Spekulanten weiter die Gesetzesunklarheiten. Ein gewisser Alexander Hamilton (1755?-1804) wurde 1789 für das Schatzamt zuständig. Hamiltons Finanzprogramm sollte die Schulden der Union tilgen und zugleich die Schulden der Einzelstaaten übernehmen. Das fand selbstverständlich die Unterstützung jener Gläubiger, die eine Zentralregierung befürworteten. Aber der Beschluß, die Papiere zum Nominalwert einlösen zu lassen, nachdem sie von reichen Kaufleuten vorher in der Notzeit zu Ramschpreisen aufgekauft wurden, ließ die Unterstützung zahlreicher Bürger rasch schmelzen. Noch waren die Vorstellungen der Amerikaner von republikanischen Tugenden der produktiven Arbeit und der bescheidenen Genügsamkeit geprägt. Das sollte sich in den 1790er Jahren ändern. Jefferson scharrte den Protest gegen die Neureichen um sich und wurde als Verfasser der Unabhängigkeitserklärung zum Präsidenten gewählt. Aber die neue und vermögende Oberklasse ließ sich das wirkliche Sagen nicht mehr nehmen. Schon zwanzig Jahre zuvor deutete sich eine Entwicklung an, die den einstige Bostoner Bürger und späteren Gouverneur Samuel Adams (1722-1803) fragen ließ: Werden wir nie wieder diese Nüchternheit der Sitten, diese Mäßigkeit, Genügsamkeit, Seelenstärke und all die Mannestugenden sehen, die Ruhm und Stärke meiner geliebten Heimat waren?.










II. Zeittafel

  Jahr
Ereignisse
1780 März: Der Kongress wertet die zirkulierenden 200 Millionen Dollar Papiergeld zum Münzgeld im Verhältnis von 40 zu 1 ab.[1 S. 44]
1781 April: Der Wert des Papiergeldes zum Münzgeld sank auf Verhältnis von 146 zu 1 ab. Münzgeld ist äußerst knapp!

Für die Transaktionen des Kongresses wird die Bank of North-America in Form einer privaten Handelsbank gegründet. [1 S. 44]
1783 Juni: meuternde Soldaten marschieren nach Philadelphia, um ihren Sold einzufordern.
Prinz Heinrich von Hohenzollern wird die Amerikanische Krone angeboten. Der lehnt sie ebenso ab wie Georg Washington, der dazu sagte, er ginge lieber auf seine Farm zurück.[2 S.580]
Sept.: Friede von Paris, zwischen England und den USA, Frankreich und Spanien.Der englische König anerkennt die Selbständigkeit des neuen Staates. Grenze im Westen der Mississipi, im Norden die Großen Seen.
1783 bis 1788 Erste grosse Depression der amerikanischen Nationalwirtschaft.
Auseinandersetzungen um die Finanzierung der Kosten des Unabhängigkeitskrieges.
[1 S. 45]
1784 Eine erneute niederländische Anleihe ermöglicht eine gewisse Entlohnung der Armee.
[1 S. 45]
1786 England überflutet Nordamerika mit billigen Waren. Die Bevölkerung leidet unter hoher Schuldenlast, Bodensteuer und Kopfsteuer.
In sieben Staaten wird Erleichterung für die Farmer beschlossen. [1 S. 45] Im Staat Massachusetts werden Gesetze erlassen, nach denen sind Schulden nicht in Papiergeld, sondern in harter Münze zu bezahlen.
Spekulanten können wertlose Regierungszertifikate zum Nennwert in Münzgeld einlösen.
Im Herbst beginnen Farmer, um die Eintreibung der Schulden und Steuern zu verhindern, Gerichtsgebäude zu besetzen.
Gerichtsdokumente zum Verkauf verschuldeter Farmen werden verbrannt, Gefangene aus den Schuldtürmen befreit.
Rebellion des Daniel Shays August 1786 bis Februar 1787
1787 Nach einer letzten Niederlage bei Petersham am 2. Februar 1787 löste sich die Abteilung Daniel Shays auf. Der spätere Gouverneur Samuel Adams forderte die Anwendung der Todesstrafe für die Gefangenen, mehrere Teilnehmer des Aufstandes wurden hingerichtet.
Frühjahr: in Philadelphia wird ein Verfassungskonvent zusammen gerufen. In den geheimen Beratungen spricht sich Franklin gegen die Aufnahme eines Vermögenszensus in die Verfassung aus.
Zukünftig wird der Präsident der Vereinigten Staaten von Wahlmännern gewählt.
Die Zentralregierung erhält das zukünftige Recht zum Prägen von Münzen und zur Aufnahme von Anleihen im Ausland.
1791 Bank der Vereinigten Staaten (⇒ First Bank of the United States bis 1811)



III. Namensverzeichnis

John Adams (1735-1826) Sohn eines Farmers. Einer der Gründerväter der Vereinigten Staaten und deren 2. Präsident 1797-1801. Erklärter Gegener Hamiltons.
Samuel Adams (1722-1803) Organisator der Boston Tea Party, einer der Gründerväter der Vereinigten Staaten. 1789-1793 Vicegouverneur und 1794-1797 Gouverneur des Staates Massachusetts. Gegner der förderalistischen Bestrebungen Hamiltons.
James Bowdoin (1726-1790) Gouverneut von Massachusetts von 1785 bis 1787. Entstammte reicher Kaufmannsfamilie, erst Mitglied der britischen Kolonialverwaltung, dann Mitglied des Rates, der die Armee der Kolonisten von Massachusetts im Unabhängigkeitskrieg versorgte. Als Gouverneur hat er die Shay-Rebellion niedergeschlagen.
Benjamin Franklin (1706-1790)Einer der Gründerväter der Vereinigten Staaten.
Alexander Hamilton (1755?-1804)1789 bis 1793 der erste Finanzminister der Vereinigten Staaten. Begründer des Amerikanischen Systems der Politischen Ökonomie.(1791)
John Hancock (1736-1793) 1780 bis 1785 und 1787 bis 1793 Gouverneur von Massachusetts. Reicher Kaufmann eines Bostoner Handelshauses.
Thomas Jefferson (1743-1826) Einer der Gründerväter der Vereinigten Staaten. 1801 - 1809 dritter amerikanische Präsident. Wichtigster Verfasser der Unabhängigkeitserklärung und Staatstheoretiker der USA. Jefferson vertrat die Meinung, dass die Verfassung nicht die Vollmacht hergebe für eine nationale Zentralbank, die Hamilton befürwortete. Jefferson bevorzugte die Landwirtschaft, Hamilton die Industrie. In der Außenpolitik blieb Jefferson profranzösisch während Hamilton für eine enge Bindung an Großbritannien eintrat.
Marquis de La Fayette (1757-1834) Französischer Politiker in der Französischen Revolution und General im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg. Von großer bedeutung ist sein politisches Wirken sowohl in der Französischen Revolution als auch in der Amerikanische Revolution.
Henry Laurens Er, Thomas Paine und andere kritisierten Robert Morris 1781 wegen Kriegsbereicherung, ein Untersuchungsausschuß fand keine Unlauterkeiten.
Benjamin Lincoln (1733-1810) General im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg. Er half 1787 Shays Rebellion nieder zu schlagen, plädierte jedoch nach deren Niederlage für Gnade an den gefangenen Rebellen.
Gouverneur Morris (1752-1816)einer der Gründerväter der Vereinigten Staaten. Seiner Meinung nach sollten nur Gutsbesitzer und Vermögenden Stimmrecht haben. ⇒ Gouverneur Morris.
Robert Morris (1734-1806), ein Kaufmann aus Philadelphia.
Thomas Paine Wurde während der Französischen Revolution (28.12.1793) in Paris verhaftet, entkam der Hinrichtung durch glücklichen Zufall. Nach seiner Freilassung im November 1794 lebte Paine im Hause des amerikanischen Botschafters in Paris, James Monroe, dessen Vorgänger, Gouverneur Morris, nicht unschuldig an Paines Haft war.
David Ramsay (1749-1815) Arzt, Historiker der amerikanischen Revolution. Delegierter zum Kontinentalkongress.
Zitat 1: Habt Ehrfurcht vor dem Pflug...
Ehret die Menschen, die mit ihren eigenen Händen ihre Familien erhalten
und ihre Kinder so erziehen, daß sie schwere Arbeit gewöhnt
und ihre Heimat zu verteidigen imstande sind.
Rechnet die Notwendigkeit der Arbeit nicht zum Fluch des Lebens, sondernzu seinem Segen. [3 S. 547]
Schrieb 1787 an Jefferson: Unser aller Augen sind jetzt auf den Kontinental-Konvent gerichtet, der in Philadelphia im Mai zusammentreten soll. Wenn sie dort nicht eine wirksame Bundesregierung zustande bringen, wird, fürchte ich, das Ende der Affäre ein amerikanischer Monarch sein - oder gar drei oder mehr getrennte Staatenbünde. [3 S. 558]
Samuel Seabury (1729-1796) Erster Bischof von Connecticut und erster Bischof der Episkopalkirche der Vereinigten Staaten von Amerika. Politischer Gegner Hamiltons. Seine Propagandaschrift von 1774 unter dem Pseudonym A Westchester Farmer (Ein Bauer aus Westchester): Free Thoughts on the Proceedings of the Continental Congress(Freie Gedanken zum Verfahren des Kontinentalkongresses) richtete sich gegen die amerikanischen Revolutionäre und gegen die Beschlüsse des ersten Kontinentalkongresses. Seabury kritisierte den Boykott britischer Waren als eigennützige Verschwörung reicher Kaufleute, die aus der Güterknappheit Profit schlagen würden. Er rief die Bauern der Kolonie New York auf, sich zu widersetzen, da sie der gleichzeitige Exportstopp am schwersten treffen würde. Einen bewaffneten Aufstand der Kolonien lehnte er ab. Wurde zeitweise von den ⇒ Söhnen der Freiheit entführt.
Daniel Shays Held des Unabhängigkeitskrieges, wurde von General Lafayette für seine Tapferkeit mit einer goldenen Waffe ausgezeichnet.
William Shepard (1737-1817) Oberst der Kontinentalarmee im Unabhängigkeitskrieg. 1785 bis 1786 Abgeordneter im Repräsentantenhaus von Massachusetts, 1786 als Generalmajor der Miliz an der Niederschlagung der Shay-Rebellion beteiligt.







IV. Links, Literatur, Quellen, Hinweise

Nr.
Erläuterung
[1] Fischer Weltgeschichte, Band 30 Frankfurt a.M. 1997
[2] J.M. Shukow, J.J. Sutis, Weltgeschichte Bd. 5, Berlin 1966
[3] Hrg. Golo Mann, August Nitschke, Weltgeschichte Bd.7 Berlin Frankfurt a.M. 1964





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Notizen russische Bauernkriege / beg.: 27.November 2007 / Stand: 20.12.2016 / Hans Holger Lorenz