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| um 650 v.u.Z. |
Heloten-Aufstände gegen Sparta. Auf eine Spartaner-Familie kamen etwa vier Heloten-Familien als Nahrungsmittelproduzenten. Die permanente Furcht vor sozialen Spannungsentladungen veranlaßte die Spartaner zu einer jährlich wiederholten Kriegserklärung an die Heloten, die als erobertes Volk betrachtet wurden. Die Aufständischen wurden in der "Schlacht am großen Graben" besiegt, deren Bergfeste Hira fiel jedoch erst nach Jahrelanger Belagerung. |
Helot : ein Abhängiger; nicht der Eigentümer des von ihm bewirtschafteten Ackerlandes aber erbliches Nutzungsrecht;
hatte eigene Familie und eigene Produktionsinstrumente; war kein Eigentum eines anderen Menschen und war nicht
veräußerbar; unterschied sich prinzipiell vom Sklaven! Tyrtaios über die Heloten: "So wie die Esel, vom Joch mächtiger Lasten gedrückt, tragen auch sie, gebückt von traurigem Zwange, die Hälfte sämtlicher Früchte des Ackers in seine Scheuern dem Herrn" |
| 464 v.u.Z. | Heloten-Aufstand in Sparta.(?) | Beachte: ab etwa 400 v.u.Z. wird Sparta in die Ware-Geld-Beziehungen hineingezogen. Das handelnde Gewerbe bisher verachtende Sparta begann eine eigene Geldprägung. Gleichfalls wurde ein Gesetz erlassen, das Boden käuflich/verkäuflich machte, worauf sich der Bodenbesitz bald in den Händen weniger Spartiatenfamilien befand. Bodenreform-Versuche schlugen fehl, (König Agis zum Tode verurteilt), verarmte Spartaner verdienten sich als Saisonarbeiter oder als Söldner im Ausland. Der Niedergang Hellas ist eingeleitet... |
| 152 u.Z. bis 153 u.Z. |
Die Getreideversorgung Roms ist gefährdet durch einen ägyptischen Bauernaufstand. | |
| 172 u.Z. | Die Versorgung Roms ist gefährdet durch den Bukolenaufstand im Nil-Delta. Die bewaffneten Bauern und Hirten verlassen ihre Dörfer wegen der hohen Abgaben und dringen bis Alexandria vor. Dort werden sie von Avidius Cassius vernichtend geschlagen. |
Steigende Steuerlast und zu hohe Abgaben an Rom führen zu bewaffneten Unruhen und zur Abwanderung. |
| 186 u.Z. | Beginn der Latronen-Bewegung. (?) Die um 100 u.Z. beginnende Privatisierung von Staatsland läßt im Römischen Reich Großgrundbesitzer und Latifundien entstehen . Dagegen revoltiert 186 u.Z. die bäuerliche Bevölkerung, die unterstützt wird von desertierenden Soldaten. | |
| 187 u.Z. bis 188 u.Z. |
Aufstand des Maternus in Rom. 187 u.Z. bis 188 u.Z muß der Aufstand des Maternus, der Rom und zeitweilig ganz Italien bedroht, durch Septimus Severus bekämpft werden . Maternus wird in Rom (?) ergriffen und enthauptet. |
Die soziale Bewegung geht in die Aufstände der Bagauden über. |
| 821 bis 823 |
Aufstand des Thomas im Byzantinischem Reich. Ständige Steuersteigerungen und Aneignungen des Bodens führen zur Erhebung 821 bis 823 im Byzantinischem Reich. Thomas, der Slawe, Führer der Bauernmassen und des Plebs, erhebt sich 821 zum Römischen Kaiser Konstantin VI. Seine Anhänger, verarmte Städter und Bauern, sind slawischer, alanischer, gotischer, hunnischer, persischer, georgischer, armenischer und sarazenischer Herkunft. Der Kampf vermischte sich insbesondere mit den Wirren der Bildersturm-Bewegung, die sich sozial gesehen gegen die Herrschaft der Klöster richtete. Nach der Niederlage der Aufständischen wird Thomas gegen Versprechungen des Straferlasses an die kaiserlichen Truppen ausgeliefert, ihm wurden Hände und Füße abgehackt und anschließend wurde er gepfählt. |
Die freien Bauern gerieten in Abhängigkeit der Großgrundbesitzer und unter Herrschaft der
städtischen Wucherer. |
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