Der Herrenberger Altar des Ratgeb |
Isenheimer Altar des Grünewald |
Das Jüngste Gericht |
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Aertgen van Leyden (1498-1564) hat die Bilder des Ratgeb und den
Altar Grünewalds ganz sicher nicht gesehen.
Über Aureolen muß in dieser Zeit unter Malern jedoch viel
gesprochen worden sein. Wahrscheinlich gab es sogar Debatten
und unterschiedliche Standpunkte darüber, welche Figuren innerhalb
der Aureolen plaziert werden dürfen.
Nicht selten sieht man die Gottheit oder Gottvater selbst darin.
Oft ist es die Gestalt des Jesus und manchmal das Symbol
der Taube.
Die Darstellungen dieser drei Künstler zeigen hier den Gottessohn
im Mittelpunkt der Aureole. Vermutlich ist damit
eine spezifische religiöse Position definiert, die in der
Reformationzeit eine Rolle gespielt haben mag und die wir heute
nicht mehr einfach nachvollziehen können. |
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| ergänzende Notizen | Links / Verbindungen | |
| Aertgen van Leyden | (um 1498 - um 1564) auch: Aert Claesz. van Leyden, wird manchmal als Bruder des Lucas van Leyden ausgegeben,
Vater vermutl. Hugo Jacobsz?
Aertgen soll 1498 als Sohn eines Malers in Leiden geboren sein. Sicher ist, das er ab 1516 in die Lehre bei Cornelis Engebrechtsz ging. 1521 ist er als Aernt Claesz, Maler im Zusammenhang mit einer Schuldschreibung dokumentiert, ebenso 1561 und 1564 in einem Steuerregister. Seine Malweise soll von Jan van Scorel und später von Maarten van Heemskerck beeinflusst sein. Er entwarf u.a. Glasmalereien. Auch ein Triptychon mit dem Jüngsten Gericht soll sein Werk gewesen sein. Vermutlich waren Aertgens Arbeiten im 17. Jahrhundert sehr beliebt, so wurde er in führenden Sammlungen oft erwähnt. Rubens besaß offenbar ein Gemälde (Geburt Christi) und im Bestand Rembrandts wurden mehrere seiner Werke aufgezählt. Im Jahr 1564 ertrank Aertgen in Volkersgracht in Leiden. Interessant ist, das bei einigen Zeichnungen Unklarheiten in der Urheberschaft bestehen und sich die Frage stellt: Lucas van Leyden oder Aertgen van Leyden. So z.B. bei der Predigt in der Kirche bzw. Die Berufung des St Antony, die bis dahin Lucas van Leyden zugeschrieben wurde. |
Rijksmuseum |
| Lucas van Leyden | (1494-1533) Maler u. Kupferstecher. Es wird manchmal vermutet, das er der Bruder von Aertgen van Leyden gewesen sei. Ganz sicher war er aber
Schüler bei Cornelis Engelbrechtsen, bei dem 1516 auch Aertgen gelernt hatte.
1521 traf Albrecht Dürer mit Lucas van Leyden in Antwerpen zusammen. Verschiedene Kunstwissenschaftler schreiben ihm das Bild Lot und seine Töchter zu. Die Datierungen schwanken zwischen 1504, 1509 (Wikipedia), 1512 (wird in Zusammenhang mit dem Einsturz des St. Peter in Leiden favorisiert), und 1530. Das Bild ist hier interessant wegen seiner Weltuntergangsdarstellung, ein Thema, das zwischen 1500...1650 über zweihundert mal dargestellt wird, vorher und nacher selten erscheint. Auch Das jüngste Gericht (rechter Flügel) behandelt das Thema. |
zum Bild Lot und seine Töchter unbekannter niederländischer Meister Musée du Louvre Das Jüngste Gericht |
| Cornelis Engelbrechtsen | (1468-1533), auch: Engelbrechtszoon, auch: Cornelis Engebrechtsz. Unterrichtete Lucas van Leyden und Aert Claesz. van Leyden. | |
| Pieter Bruegel d.Ä. | Landschaft mit Bauer und dem Sturz des Ikarus, Beschreibung in Wikipedia. | Bild Sturz des Ikarus um 1555 - 1568 ??? |
| Hieronymus Bosch | Der Garten der Lüste Beschreibung in Wikipedia | Triptychon
um 1505 |
| für die Fortsetzung | Gegenüberstellungen der Schiffsdarstellungen z.B. im Urteil des Paris von Botticelli (um 1485) und den Schiffen in späteren Darstellungen nach 1530 | Siehe Preisrevolution |
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