Notizen zu Wilhelm Zimmermann


Inhaltsverzeichnis

1.) Notizen, beginnend mit einer Fragestellung

2.) Notizen zur Frage: Aktualität von Zimmermanns Volksausgabe
"Der Grosse Deutsche Bauernkrieg"?


      3.) Notizen zur Entwicklung der historischen Darstellungen des Deutschen Bauernkrieges      

Wilhelm Zimmermann




Leseprobe:

Die Wasserprobe des Geißpeter
an den gestutzten Meßgewichten


Als zu Anfang des Jahres 1514 die Kapitalsteuer in Württemberg ausgeschrieben und verkündet wurde, nahm der Hauptmann des armen Konrad in großer Versammlung auf freiem Felde eine Schaufel, zog damit einen großen Ring und rief, indem er sich dareinstellte:

   "Der arm` Konrad heiß ich,`
     bin ich, bleib`ich,
     Wer nicht geben will den bösen Pfennig,
     Der trete mit mir in diesen Ring!"

Und es traten an die zweitausend Bauern und Bürger nacheinander in den Ring, ein Beweis erstens dafür, daß die Mitglieder des armen Konrad nicht, wie lange einer dem anderen nachschrieb, auch im Fortgang lauter ganz Besitzlose, Verarmte gewesen; denn solchen hätte die Kapitalsteuer wenig zu Herzen gehen können; zweitens dafür, daß nun auch Wohlhabendere an die Verbrüderung sich anschlossen, da es galt, eine ungerechte, verfassungswidrige Steuer zu verweigern. Das war der erste Schritt, worin sich der arme Konrad öffentlich als politischer Widerpart ankündigte...
Jener Hauptmann wohnte zu Beutelsbach, ein aufgeweckter Kopf, Vater von vier Kindern, der, wie seine Feinde ihm nachsagen, " eine sehr böse und aufrührerische Zunge hatte, auf seinen Gütern aber viele Schulden". Sein Familienname war Peter Geiß.

Als darauf jene Blume derFinanzkunst, die Verbrauchssteuer, welche man zuerst bei dem Fleische probieren wollte, in Flor treten sollte, schlug Geißpeter in der Versammlung vor, mit dem verringerten Gewichte die Wasserprobe zu machen; "schwimme es oben, so solle der Herzog recht haben, sinke es unter, so haben sie recht." Der Vorschlag fand großen Anklang in dem versammelten armen Konrad. Es war gerade Samstag vor Ostern ... in der Morgenstunde; an diesem Tage sollte das neue Gewicht zum erstenmal gebraucht werden. Einhellig zog der Haufen nach dem Ratsghause und holte die daselbst aufbewahrten Trommeln und Pfeifen. Von da an gings zur Metzig, der Geißpeter nahm daraus die neuen Gewichte und hing sie einem Paar seiner Gesellen um. Die Trommeln wurden geschlagen, die Pfeifen erklangen, so gings hinaus an die Rems. Mit jedem Schritt schwoll der Haufen an. Am Flusse nahm der Geißpeter seinen Gesellen das Gewicht ab und warf es in das Wasser mit den Worten:"Haben die Bauern recht, so fall zu Boden; hat aber der Herzog recht, so schwimm empor!" Die Gewichtsteine sanken nach ihrer Art zu Boden, und das Volk jubelte: "Wir haben gewonnen!" Noch jetzt heißt der Ort an der Waage. ... So ist der Humor des schwäbischen Volkes. ...

Wilhelm Zimmermann
Der GROSSE DEUTSCHE BAUERNKRIEG
Dietz Verlag Berlin 1980
Volksausgabe
Seite: 67 ff
 

1.) Notizen, beginnend mit einer Fragestellung:

Ist das ein Bild von Wilhelm Zimmermann? Gemeint ist hier der Dr. Balthasar Friedrich Wilhelm Zimmermann (02.01.1807-22.09.1878). Dieser Zimmermann ist der Autor des Buches Der Grosse Deutsche Bauernkrieg, das keinen unbedeutenden Einfluß auf die Geschichtsauffassungen in der deutschen Geschichtsschreibung genommen hat. Sein Werk wurde noch zu Lebenszeit in's Französische übersetzt und später in's Russische. Friedrich Engels und August Bebel studierten Zimmermanns Bauernkrieg und beriefen sich auf dessen revolutionären Instinkt (Engels). Später haben sich u.a. Gerhart Hauptmann und Friedrich Wolf seiner angenommen. Viele Auflagen der Zimmermannschen Volksausgabe dürften Beweis genug für seine Überzeugungskraft sein.

Erstmalig erschien seine Allgemeine Geschichte des großen Bauernkrieges 1841/1843 (Dettinger Auflage,drei Bände,Stuttgart 1841 bis 1843), geradezu eine brandaktuelle Problematik der 1840er Jahre berührend. Die mit der Industrialisierung einhergehende allgemeine Verarmung betraf nicht nur die aufkommenden Arbeiterschaft. Die Pauperisierung belastete auch die Klasse der Bauern und diese im besonderen Maße, weil aus ihr das neue Proletariat erwuchs (→ Pauperismus). Im Gegensatz zur Mehrzahl der zeitgenössischen Geschichtsschreiber stellte sich Zimmermann mit seiner Geschichtsauffassung beherzt auf die Seite der aufrührerischen Bauern von 1525! Das mag keinen geringen Einfluß darauf gehabt haben, das er ein Mandat für die Frankfurter Nationalversammlung errang.

Und hier beginnt die Suche nach einem Bild von Zimmermann. Zimmermann gehörte zu den "linken Liberalen" der Abgeordneten, manche ordneten ihn auch etwas fragwürdig der "äußersten Linken" zu. Ein Bild der Illustrierten Zeitung von 1848, das die Linken der Frankfurter Nationalversammlung zeigt, führt einen Zimmermann auf. In der obersten Reihe rechts ist er zu sehen, aber nach (1) handelt es sich dabei um Eduard Zimmermann.
Dieser Eduard war auch kein schlechter Kerl und ebenfalls Abgeordneter der Nationalversammlung. Immerhin ließ der die schwarz-rot-goldene Fahne am 24.März 1848 auf der Spandauer Zitadelle bei Berlin hissen! Später verhaftet und zu 12 Jahren Zuchthaus verurteilt, Flucht nach England und nach Rückkehr aus der Emigration erneute politische Karriere in der Berliner Stadtverordnetenversammlung und im Deutschen Reichstag. (2) Aber das ist nicht der Zimmermann, dessen Bild gesucht wird. Schon die 586 Abgeordneten in der Paulskirche verwechselten die beiden Zimmermänner miteinander und so bekam der Wilhelm Zimmermann von ihnen den Spitznamen "Bauernkriegs-Zimmermann". Welcher von den beiden ist nun aber auf diesem Bild? Aus dem linken Bild ist das Porträt oberste Reihe rechts ausgeschnitten und vergrößert.

Die Linken der Frankfurter Nationalversammlung Wilhelm Zimmermann (?) Wilhelm Zimmermann

Diese Vergrößerung gleicht dem Bild, das aber Wilhelm Zimmermann (3) darstellen sollte: Wenn schon die Abgeordneten der Nationalversammlung die beiden Zimmermänner desöfteren miteinander verwechselten, warum mag es nicht auch den damaligen Berichterstattern so gegangen sein? Immerhin übten sie den völlig neuen Beruf Journalist aus. Auch ist denkbar, das schon vor 160 Jahren Verwechslungen in der Bildbearbeitung vorkamen, zumal es noch keine perfekte Fotografie und keinen Computer gab. Man war auf Zeichner angewiesen und auf Erzählungen.



2.) Notizen zur Frage: Aktualität von Zimmermanns Volksausgabe "Der Grosse Deutsche Bauernkrieg" ?

Friedrich Engels schrieb im Februar 1870 ironisch über den ehemaligen Abgeordneten der Frankfurter Nationalversammlung, das der nach 1848 "...freilich etwas gealtert haben " soll (4).

W.Zimmermann im Jahre 1869 ?

Zimmermann im Jahre  1869 ?

Doch heute scheint es, das manches von Zimmermann wieder aktueller wird als es sicherlich ein Friedrich Engels vor über 140 Jahren für möglich gehalten hätte. Niemand konnte ahnen, das wir es heute mit gesellschaftlichen Rückschlägen zu tun bekommen werden, dergleichen in der modernen Geschichte nicht so leicht zu finden sind. Ein Rückschritt dieser Art ist ganz sicherlich die deutliche Unterentwicklung des Volksbildungsstandes. Niemand wird bezweifeln können, das die polytechnische Ausbildung an den Schulen in den 1970er und 1980er Jahren deutlich qualifizierter war als seit dem Ende der 1990er Jahre.

Wir haben es hier mit einem Gegensatz zu tun, dessen Ursachen sicher noch nicht vollständig definiert werden können. Neben einem grandiosen Entwicklungssprung der Informationstechnologie einerseits sehen wir auf der anderen Seite eine nahezu unterentwickelte Volksbildung verbreitet, die mehr aus Astrologie, Religionen und Unwissenheit besteht als aus natur- und gesellschaftswissenschaftlichen Kenntnissen. Nicht ohne Grund versuchen die "Gutsituierten" ihren Vorsprung in der Bildung zu halten, indem sie die nach ihrer Ansicht "unteren" Schichten erneut von wirklich notwendigen Kenntnissen auszuschließen versuchen.
Und damit wären wir wieder bei dem alten liberalen Demokraten Zimmermann, der sein Buch über den Bauernkrieg auch deswegen schrieb, weil er den arbeitenden Volksschichten deutlich machen wollte, das sie sich in ihrem eigenen Interesse Bildung, also auch Kenntnisse in der Historie verschaffen müssen!

Zimmermann begann sein Buch zu schreiben, während der Pauperismus in Deutschland grassierte. Er sah in der großen Bewegung von 1525
"nichts plötzlich Herreinbrechendes und nichts Zufälliges" und kritisierte die Historiker hinsichtlich ihrer Einäugigkeit:
"Die Geschichtsschreibung ging lange an diesem großen Ereignisse entweder mit halb abgewandtem Gesicht vorüber, oder die es berührten, mißhandelten dasselbe aus Mangel eines unparteiischen, eines höheren Standpunktes. Selbst diejenigen Bearbeiter der Einzelpartien, die eine freiere Gesinnung hinzubrachten, behandelten ihren Gegenstand fast zaghaft, ohne das Wesen deselben, die großen Sünden der Herrschenden einer- und das aus tausend Wunden blutende Herz des zur Verzweiflung getriebenen Volkes andererseits nackt aufzudecken."(5)
Seine Berichte über die Kämpfe begann er so:   "Durch das ganze Mittelalter hin war von Zeit zu Zeit das Landvolk gegen adelige und geistliche Herren aufgestanden, teils zur Wahrung seiner alten, ursprünglichen Freiheit, teils zu Abwehr der Willkür, welche gewaltsam die Lasten der Unfreien schwerer, die Hörigen zu Leibeigenen machen wollte.   Dieser Kampf zeigt sich durch ganz Europa auf vielen Punkten. ... ". (6)
In der Frühen Neuzeit, also während des Grossen Deutschen Bauernkrieges ging es eben wieder und besonders scharf zugespitzt um die Grundsatzfrage der gesellschaftlichen Anerkennung einer von den Bauern geleisteten Arbeit - der Arbeit der Produzenten von Lebensmitteln für die gesamte Gesellschaft! Die von den Herrschenden "rechtlich" gestellten "Rück"forderungen an Grund und Boden aus der dem Besitz der Allgemeinheit, die Ausdehnung der Abgabepflichten und Steuern, der zunehmende Aberglaube und die merkwürdige massenhafte Propaganda des Weltuntergangs gehörten zu den Eigentlichkeiten dieser Zeit und Zimmerman erkannte sie als Methoden zur Unterdrückung der Bauern. Zimmermann verrät uns heitigen auch alle anderen Tricks der Herrschenden, alle ihre Finten und hinterhältigen Saubeutelleien, Betrügereien, von kleinen geringfügigen Schuftigkeiten angefangen bis hin zu den blutigsten Verbrechen und Massakern! Deswegen scheint er modernen Forschern nicht mehr "aktuell" zu sein, ist er "wissenschaftlich gesehen" heute schon wieder überholt. Dabei ist manches längst wieder gang und gäbe, dieses falsche Auslegen von Gesetzen, diese Schaffung privater Zuständigkeiten für Kommunen- und Staatsbesitz, diese "Irrtümer" bei der regulären Bezahlung, dieses gegenseitige Ausspielen der Untertanen.
Vielleicht lohnt es sich gerade deswegen, wieder nach dem alten Zimmermann zu greifen und nachzuschauen in der Frage: "Wie haben die das damals gemacht?"



Zimmermann Allgemeine Geschichte des großen Bauernkrieges 1841 Zimmermann Geschichte des großen Bauernkrieges 1856 Zimmermann Der Große Deutsche Bauernkrieg Volksausgabe 1952 Zimmermann Der Große Deutsche Bauernkrieg Volksausgabe 1980

Titelseiten der 1.Auflage 1841 und der 2.Auflage 1856 sowie der Volksausgaben von Zimmermanns "Der Große Deutsche Bauernkrieg" im Dietz-Verlag von 1952 und 1980




3.) Notizen zur Entwicklung der historischen Darstellungen des Deutschen Bauernkrieges

Peter Harer
(† 1555)
kurpfälzischer Rat, Melanchthons Schwager, deutsch geschriebene Darstellungen zum Bauernkrieg:

Eigentliche Warhafftige beschreibung deß Bawrenkriegs
Prof.Dr. F. Kurze
Deutsche Geschichte II • Zeitalter der Reformation und der Religionskriege (1500 - 1648)
Leipzig Göschen'sche Verlagshandlung 1907 S. 56
Götz von Berlichingen
(1480 - 1562)
Adliger, verließ die Bauern vor der Entscheidungsschlacht bei Würzburg.
Suchwort: Denkwürdigkeiten des ritterlichen Bauernführers

Karl Wilhelm Justi (prüfen!)

Andreas Sebastian Stumpf (prüfen!)
Prof.Dr. F. Kurze
Deutsche Geschichte II • Zeitalter der Reformation und der Religionskriege (1500 - 1648)
Leipzig Göschen'sche Verlagshandlung 1907 S. 56
Sebastian Schärtlin
von Burtenbach
(1496 - 1577)
(städtischer Feldhauptmann)
Leben und Taten des weiland wohledeln Ritters Sebastian Schertlin von Burtenbach, durch ihn selbst deutsch beschrieben Wilhelm Engelbert Oeftering (prüfen!)
Prof.Dr. F. Kurze
Deutsche Geschichte II • Zeitalter der Reformation und der Religionskriege (1500 - 1648)
Leipzig Göschen'sche Verlagshandlung 1907 S. 56
Bartholomäus Sastrow
(1520 - †1603/1605?)
(Stralsunder Bürgermeister)
Autobiographie: Bartholomäi Sastrowen Herkommen, Geburt und Lauf seines ganzen Lebens
Prof.Dr. F. Kurze
Deutsche Geschichte II • Zeitalter der Reformation und der Religionskriege (1500 - 1648)
Leipzig Göschen'sche Verlagshandlung 1907 S. 56
Thomas Platter
(1499 - 1582)
(Baseler Rektor, persönlich bekannt mit Zwingli und Erasmus v. Rotterdam)) kulturgeschichtlich wertvolle Aufzeichnungen als lebensbeschreibung 1582 (?) Prof.Dr. F. Kurze
Deutsche Geschichte II • Zeitalter der Reformation und der Religionskriege (1500 - 1648)
Leipzig Göschen'sche Verlagshandlung 1907 S. 56
Thomas Zweifel
( † 1540 ?)
Ratschreiber der Reichsstadt Rothenburg, zeitgenössischer Chronist. Sterbejahr ?
Thomas Zweifel: Rothenburg im Bauernkrieg. Stuttgart 1878 (?) Hrg. Franz Ludwig Baumann (prüfen!)
google-book
Martin Cronthal
(1504 - 1525)
Würzburgischer Chronist.
1525 versuchte Cronthal den freiwilligen Anschluss Würzburgs an die Aufrührer zu verhindern. Zum Verhängnis wurde ihm eine Äußerung, die eine Forderung der Aufständischen wiedergab: die Bauern wollten Konrad von Thüngen nicht mehr als Landesherr. Aufgrund dieser wurde Cronthal zusammen mit 40 Bürgern verhaftet, auf dem Marienberg fast neun Wochen gefangen gehalten und schließlich seines Amtes enthoben.
Möglicherweise verdankt Lorenz Fries ihm einen Bericht für seine Darstellung des Bauernkrieges.
Cronthal selbst schildert die Ereignisse vorwiegend aus städtischer Sicht. Sein Augenzeugenbericht mit zahlreichen Originaltexten aus Urkunden, Akten und Briefen angereichert, behandelt detailliert die Situation in Würzburg im Frühjahr und Sommer 1525. Er war als Unterhändler eingesetzt.
⇒  Seite Würzburg am 19.02.2012
Diepold Schwarz Bürgermeister von Weißenhorn, stand beim Schwäbischen Bund im hohen Ansehen, Wegbegleiter des Truchseß. Seine Chronik zählt zu den Quellen, die W. Zimmermann benutzte.
(Zimmermann/VollmerVerl. S. 14)
Thomas Morus
(1478 - 1535)
"All sein Gift hat Luther mit einem besonderen Ding gewürzt, der Freiheit, die er dem Volk anpries... Und obgleich er sagte, es wäre eine Tugend zu ertragen und zu dulden die Herrschaft von Päpsten, Fürsten und anderen Obrigkeiten, die er Tyrannen nennt, so erklärte er doch, das Volk werde durch den Glauben so frei, daß sie diesen nicht mehr verpflichtet seien, als verpflichet, Unrecht zu leiden... Diese Lehre gefiel dem gemeinen Bauernvolk so wohl, daß sie das andere, was Luther sagte, nicht in Erwägung zogen... Die weltlichen Herren freuten sich, seine Anschuldigungen gegen den Klerus zu hören, und das Volk freute sich, seine Anschuldigungen gegen den Klerus und die weltlichen Herren zu hören und gegen die Obrigkeiten jeder Stadt und Gemeinde... schließlich kam es ... zum offenen Ausbruch von Gewalttätigkeiten... die weltlichen Herren ... vertuschten die Sache, da sie selbst nach den Kirchengütern lüstern waren... die lutherischen Bauern wurden bald so kühn und stark, daß sie sich auch gegen die weltlichen Herren erhoben. Und hätten diese nicht beizeiten zugesehen, so wären sie in Gefahr gelaufen, ihre eigenen Güter zu verlieren... So aber retteten sie sich, indem sie in diesem Teil Deutschlands in einem Sommer 70 000 Lutheraner niedermetzelten und den Rest in die elendste Sklaverei herabdrückten..." A dialogne concernyng heresies and matters of religion (1528)

in: Karl Kautsky
Thomas More und seine Utopie
Verlag JHW Dietz Nachf. Berlin 1947 S. 197 -198
Unveränd. Nachdruck der 3.Auflage von 1913
Johann Herolt Pfarrer in Reinsberg, zeitgenössischer Chronist.
Chronik von Mainz Johann Herold 1551 (???)(prüfen!!!)

Michael Eisenhart Mönch in Rothenburg o.d.T.
Hans Fridell zeitgenössischer Chronist (?)
Nicolaus Thoman (1457 ? - 1545) (auch: Niklas Thomann) Augenzeuge des Geschehens und Chronist der Weißenhorner Historie, Kaplan zu Weißenhorn, nutzte auch die Berichte des Bürgermeisters von Weißenhorn Diepold Schwarz. Seine Chronik zählt zu den Quellen, die W. Zimmermann benutzte.
(Zimmermann/VollmerVerl. S. 14)
Georg Schwarzerdt Georg Schwarzerdt, städtischer Beamter im kurpfälzischen Bretten
Georg Schwarzerdt: Nachricht von dem Bauernaufruhr oder bäurischen Krieg (1514-1526) (?)

Johannes Cochläus (1479-1552)
Geistiger Vater der bis ins 19.Jahrhundert verbreiteten katholischen Bauernkriegsdarstellung, die die alleinige Ursache für diese Kämpfe in den aufrührerischen Predigten Luthers sieht.

Siehe: Ein kurzer Begriff von Aufruhren und rotten der bauern in hohem deutschland 1525 von Johannes Cochläus


Bild von Cochläus

Martin Luther (1483-1546)
L. gab den Rahmen für die protestantische Geschichtsschreibung des Bauernkrieges vor. Nach L. mißbrauchten die Bauern den Begriff des Evangeliums.

(Hinweis: Der englische Reformator Wyclif hatte zur Zeit des John Ball-Aufstandes 1381 die Bauern seinerseits nie beschuldigt, auch wenn er den Aufstand selbst ablehnte.)
Georg Spalatin (1484-1545)
Als klarsichtiger, vermutlich erster ''Apparatschik'' der Reformation, wirkte er politisch im Sinne seines Fürsten, erkannte frühzeitig die Wahrscheinlichkeit des Ausbrechens sozialer Unruhen. Schrieb an der Geschichte der Päpste und Kaiser des Reformationszeitalters sowie die Christliche Religionshändel oder Religionssachen (Annales Reformationis (Leipz. 1718)).
Bei seiner historischen Einordnung als Humanist ist mit zu berücksichtigen, das Spalatin zu den Anhängern des Hexenglaubens und der Astrologie zählte.
Spalatin sammelte Nachrichten über den Bauernkrieg und schrieb 1532 (?) eine Zusammenfassung:
Von der pauern aufrur, darin sind die Zwölf Artikel enthalten.
Internet: Menschen um Luther


Irmgard Höss, Georg Spalatin - Ein Leben in der Zeit des Humanismus und der Reformation
Hermann Böhlaus Nachfolger Weimar 1956
Zitat S. 426: ''Obwohl er zumindest seit 1521 deutlich erkannt hatte, daß jeden Augenblick ein Aufstand des gemeinen Mannes ausbrechen konnte, und er dessen Forderungen kannte, versuchte er nicht, den tieferen Ursachen der Beunruhigung breiter Schichten nachzugehen...''
Philipp Melanchthon (1497-1560)
(Der protestantischen Geschichtsschreibung zuzuordnen.) Melanchthon-Jahr 1997
Johannes Herolt
(Der protestantischen Geschichtsschreibung zuzuordnen.)
Johannes Sleidan
(Der protestantischen Geschichtsschreibung zuzuordnen.)
Huldrich Zwingli
(1484-1531)
(Der protestantischen Geschichtsschreibung zuzuordnen.) Im Laufe der Zeiten ändern Worte ihre Bedeutung... Vorrede an die Kandidaten der Sprachen von Huldrich Zwingli, Zürich 24. Februar 1526
Valerius Anshelm
= Valerius Ryd
(1475-1547)
Schweizer Chronist
Im Auftrag des Rats verfaßte A. von 1529-1546 eine Chronik der Stadt Bern von den ältesten Zeiten bis 1526, seit 1477 selbständig mit starker Benutzung des Berner Archivs und eigener Erlebnisse, gewandt und lebendig geschrieben.
(nach Leopold von Rankes Urteil eine der besten Chroniken unserer älteren Literatur)
Nach ihm ((10) Seite 256) geht die Zahl der geschätzten Todesopfer des Bauernkrieges in die 130000.
über die Berner Chronik
Jakob Holzwart
(??)
Seine Handschrift ((10) seite:256) über den Bauernkriege stammt aus dem Jahr 1530. Er bezifferte die Zahl der beim Aufstand gefallenen Bauern auf 100 000 .
Wichtiges Zitat von ihm ((10)Seite 276): "denn schon waren alle Gebiete des öffentlichen Schulwesens ins Abgleiten geraten. Die Jugend wird auf das elendeste vernachlässigt, und zugleich erleben alle ehrbaren Künste und Wissenschaften ihren Schiffbruch.
Es besteht mit Sicherheit die Gefahr, daß einmal eine solche Barbarei entsteht, wie sie niemals in Deutschland bestanden hat.
Aber es wäre noch kein Anlaß, über den Untergang der Wissenschaften zu klagen, wenn nicht zugleich mit Wissenschaften und Künsten auch alle heiligen, ehrbaren und bürgerlichen Gesetze, die guten Sitten, Gebräuche und Gewohnheiten und die Kenntnis aller Kräfte der Naturund der Heilmittel zu Grunde gingen und aufgehoben wären.
Ebenso aber sehen wir es im gewissem Maß geschehen, daß allmählich durch den Verfall der Bildung auch die Menschen in ihrem Sinn wilder werden..."
Seine Chronik zählt zu den Quellen, die Zimmermann benutzt. (Zimmermann/VollmerVerl. S. 14)

War vermutlich ein Lehrer im nahe bei Leipheim gelegenen Kloster Roggenburg (?)


• Rustica seditio totius fere Germaniae von Jacob Holzwart
In: Franz Ludwig Baumann (Hg.): Quellen zur Geschichte des Bauernkrieges in Oberschwaben. Stuttgart 1876, S.682/683
Lorenz Fries
(1489-1550)
(Würzburger Geheimschreiber) Der Bauernkrieg ist eine Folge des sündhaften Lebens, eine "Sintflut ... des Blutes", also schlimmer als die Astrologen-Vorhersage, er ist eine Warnung an die Herren und eine Lehre für die Untertanen.
Seine Hauptwerke "Die Würzburger Bischofs-Chronik" und "Die Geschichte des Bauernkriegs in Ostfranken", die der wissenschaftlichen historischen Forschung als wertvolles Quellenmaterial dienen, durften zu seinen Lebzeiten nicht veröffentlicht werden.
Textband der Fries-Chronik

Angaben zur Fries-Chronik
Google-Buchsuche für:
Deutsche Landesgeschichtsschreibung im Zeichen des Humanismus
Contubernium Bd. 56 , Stuttgart 2001
Hrg.: Franz Brendle, Dieter Mertens, Anton Schindling, Walter Ziegler
Petrus Gnodalius
und

Jakob Schlusser von Suderburg
Herausgeber: Jakob Schlusser. Verlagsort: Basel | Erscheinungsjahr: 1573 | Verlag: Henricpetri
Titel: Der Peürisch vnd protestierende Krieg, Das ist, Historischer, warhafftiger vnd grundlicher Bericht der Bewrischen empörungen vnd auffruhr, so im Jar MDXXV bey zeiten der Regierung Caroli des V. Römischen Keisers, in Teutschlandt entstanden, vnd durch sonder gnade Gottes, dazumal glücklich in allen Ländern gestillet vnnd hingelegt

⇒ Bayerische Staatsbibliothek Digital
Johannes Kessler
(1502-1574)
reformatorischer Theologe. Selbst Protestant, distanziert er sich jedoch von Luthers Schrift "Wider die räuberischen und mörderischen Rotten der Bauern". Seine Sichtweise ist von Christoph Schappeler beeinflußt, dem Mitautor der "Zwölf Artikel", der aus St.Gallen stammte und dort nach dem Bauernkrieg Zuflucht suchte.

Ergänzung:
Die Chronik von Kessler basiert auf der von Cochläus.
Gedenktafel
Georg Friedrich Sartorius
(1765-1828)
Von dem Göttinger Professor erschien 1795 die Bauernkriegsmonographie unter dem Eindruck der Französischen Revolution,
ein Mahnschreiben an die Obrigkeit, dem Volksaufstand zuvorzukommen. Unterdrückung des Volkes provoziere die Rebellion.
Der Bauernkrieg war kein Werk Luthers sondern kam aus den Gebrechen der weltlichen und kirchlichen Ordnung der Zeit. Wenngleich der Bauernkrieg die natürliche Folge der Mißstände war, so fehlte es den Bauern doch an Bildung und Sittlichkeit. Roh, feige und rachsüchtig, wurden sie leichte Beute für Gaukler und Fanatiker.
Werke ⇒ Online Books Page

Allgemeine Literatur Zeitung
19.6.1795 Nr. 170 S. 594-596
Uni Jena
Heinrich Wilhelm Bensen
(1798-1863)
Subrector am Progymnasium zu Rothenburg an der Tauber. ⇒ wikisource
Verfasser der Schriften:

• ⇒ Geschichte des Bauernkrieges in Ostfranken (Erlangen 1840)

• Die Proletarier. Eine historische Denkschrift (1847)

Führt in seiner Bauernkriegsgeschichte die Feldpredigt von Thomas Münzer an: ⇒ bei Seiteneingabe 573 (Buchseite 561 Dok. XXIV). Soll sich dabei auf Gnodalius beziehen.
Wilhelm Zimmermann
(1807-1878)
(Fazit siehe oben Punkt 2.)
Hinweis 1: Zimmermann setzt den Gegensatz Luther-Münzer etwa so: anders als Luther scheitert Müntzer, weil er seiner Zeit voraus dachte, sich aber in dem getäuscht hatte, was das Volk 1525 leisten konnte.
Hinweis 2: Für eine heutige Untersuchung ist aber nicht mehr der Gegensatz Luther---Müntzer interessant, sondern die Unterschiede zwischen Müntzer und Gaismaier! (HHL)

Leopold von Ranke
(1795-1886)
Ranke ordnet den Deutschen Bauernkrieg als "...größtes Naturereignis des deutschen Staates..." ein. Es kam "... endlich zutage, was sich schon lange angekündigt: nachdem die Gewalten, welche den deutschen Staat konstituierten, aneinander und unter sich selber irre geworden, erhoben sich die elementaren Kräfte, auf denen er beruhte. ..." (a)
Rankes konservativ-protestantische Beurteilung geht so: Die anwachsende Bedrückung der letzten Jahre und die Verfolgung der evangelischen Lehre ließ die Unruhen ausbrechen. Das es nicht ganz so arg kam, ist ein Verdienst Luthers. Aber einmal ausgebrochen, gab es für die Rachsüchtigen kein Halten mehr, das sei nun einmal die Natur des Menschen. Rache, Schwärmerei und Fanatismus wirkten in der verworrenen Menge der Bauern.

Ranke gilt als Vater einer "ideologiefreien" Geschichtsschreibung.
(a) aus: Leopold von Ranke, Deutsche Geschichte im Zeitalter der Reformation, Bd.1 S.317, Emil Vollmer Verlag Essen Jahr ?
ISBN 3-88851-207-7


Ranke - einer der Großen aus dem Unstruttal
Johannes Janssen
(1829-1891)
Kehrt zur katholischen Aufassung zurück, die Umtriebe der Protestanten hätten die Wirren der Zeit hervorgebracht.
Dabei die These am Beispiel der Kunstgeschichte entwickelt, daß die Reformation eine Blüte des Spätmittelalters zunichte macht. Das würde an den Werken der Kunst dieser Zeit ersichtlich sein.
Wikipedia

Die Geschichte des deutschen Volkes seit dem Ausgang des Mittelalters
8 Bände, Freiburg 1878 - 1894
6.Band Kunst und Volksliteratur bis zum Beginn des dreißigjährigen Krieges
hier im:    archive org
Friedrich Engels "Der deutsche Bauernkrieg"; geschrieben im Sommer 1850.
Erstmalig veröffentlicht in: "Neue Rheinische Zeitung. Politisch-ökonomische Revue",
Fünftes und Sechstes Heft, Mai bis Oktober 1850.

Engels ordnet die Kämpfe in das von Zimmermann bereits angeführte europäische fortschrittliche Geschehen ein mit dem Satz: "Auch das deutsche Volk hat seine revolutionäreTradition.." (...) , ein Satz, der in der modernen Geschichtsschreibung so gut wie nicht mehr angeführt wird!
Die entscheidende Entwicklung ist die der entstehenden "Industrie", die daraus resultierenden Klasseninteressen trennen die politischen Lager in katholisch-reaktionäre, bürgerlich-reformierende und revolutionäre Plebejer. Die Ideologien werden durch die jeweiligen theologischen Auslegungen gestellt, die oppositionelle konnte nur die Form der Ketzerei annehmen.
Reformation und Bauernkrieg bildeten Stufen eines einheitlichen Geschichtsprozesses.
Das Bürgertum hatte objektives Interesse wirtschafspolitische Grenzen zu überwinden (Wendel Hipplers Reichsreformprogramm), hat diese Interessen aber gleichsam verraten. Die lokale Borniertheit und divergierenden Interessen von Bürgern und Bauern führten in die Niederlage und damit in die Zersplitterung Deutschlands.

Von Engels in London geschrieben für die Auswertung der Revolution von 1848/49. Engels stützte sich dabei auf Zimmermanns Werk, zeigte wie dieser Analogien zu 1525, aber weitreichender den Zusammenhang von sozialer und nationaler Frage. Modernes politisches Ziel war für Engels eine einheitliche, zentralisierte deutsche Republik.
1884 plante er die völlige Umarbeitung des Werkes, die aber nicht mehr zustande kam. Für Engels wurde der deutsche Bauernkrieg zum "Angelpunkt der ganzen deutschen Geschichte".
Friedrich Engels Titelblatt Der deutsche Bauernkrieg  Ausgabe 1908 Der deutsche Bauernkrieg
Seitenzahlen verweisen auf: Karl Marx - Friedrich Engels - Werke, Band 7,S. 327-413
Dietz Verlag, Berlin/DDR 1960
Nach der letzten von Friedrich Engels besorgten Ausgabe von 1875. Auf Abweichungen von der Erstveröffentlichung wird in Fußnoten verwiesen.
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Nebenstehend das Titelblatt des dritten Abdrucks von Engels' "Der deutsche Bauernkrieg" in der Ausgabe von 1908 (Berlin)
August Bebel
(1840-1913)
1875 erscheint Der deutsche Bauernkrieg, mit Berücksichtigung der hauptsächlichsten sozialen Bewegungen des Mittelalters Google-Buch Sekundärkritik
Franz Mehring Der 1908 verfaßte Leitfaden für Lehrende und Lernende entstand aus Jahre zuvor gehaltenen Vorträgen an einer Parteischule der Sozialdemokratischen Partei. Zum Verständnis der wechselnden Zeiten muß der "moderne Arbeiter ohnehin wissen, was es mit diesen Männern ..." wie Luther und Müntzer auf sich hatte.
(Vorbemerkung von Mehring, Berlin - Steglitz Januar 1910)
Mehring benutzt eine starke Anlehnung an F. Engels, insbesondere die Übernahme der Einteilung in die drei Interessengruppen. (Siehe Friedrich Engels)
Beschreibung der Markgenossenschaft und des Übergangs zur Geldwirtschaft.
Die Bauern sind nicht gescheitert, weil sie überholte Forderungen stellten, sondern weil sie sie verfrüht stellten, ihnen fehlte der nationale Boden, weil es eine deutsche Nation im modernen Sinne des Wortes noch nicht gab. Provinzelle Zersplitterung ruinierte die ganze Bewegung. ... Hauptwaffe der Fürsten war der Verrat,..., weil die Bauern in jahrhundertelanger Knechtschaft zu verelendet worden waren, um den handgreiflichen Lug und Trug zu durchschauen.(S.37)
Nach dem Bauernkrieg flammen die Scheiterhaufen und die... allmählich, aber unaufhaltsam fortschreitende Verarmung Deutschlands wurde eine neue Stütze der Fürstenherrschaft...(S.39)
Franz Mehring,
Deutsche Geschichte vom Ausgange des Mittelalters
Verlag JHW Dietz NACHF Berlin 1947
Karl Kautsky





Thomas More und seine Utopie
Verlag JHW Dietz Nachf. Berlin 1947
S. 42-44,
S. 195
Unveränd. Nachdruck der 3.Auflage von 1913
In der Einleitung der Schrift "Thomas More und seine Utopie" vergleicht der Autor (1887) Thomas Morus mit Thomas Müntzer, der eine Gelehrter und Staatsmann in höchster Stellung, der andere Agitator und Organisator, dessen Bauernhaufen Fürsten erzittern ließen, beide grundverschieden von Methode und Temperament, beide gleich an Ziel , an Kühnheit und Überzeugungstreue, gleich an ihrem Ende mit dem Tod auf dem Schafott. Im ersten Abschnitt Das Zeitalter des Humanismus und der Reformation sind folgende Passagen zum deutschen Bauernkrieg enthalten:
  • Indes die Ausbeutung des Leibeigenen wuchs, schwand die Notwendigkeit des Feudaladels rasch dahin. Im Mittelalter hatte nicht nur der Feudalherr zu seiner Erhaltung des Bauern bedurft, sondern dieser auch des Feudalherrn, der ihn vor Vergewaltigung schützte, ihm einen Teil seiner gerichtlichen / administrativen Pflichten gegenüber dem Gemeinwesen abnahm und ihn von der Last des Kriegsdienstes befreite.
  • Der Feudalherr hatte dem Bauer die Last des Kriegsdienstes abgenommen und sie auf sich geladen. Der moderne Staat nahm sie dem Feudalherrn ab und lud sie wieder dem Bauer auf. An Stelle des Ritterheers trat das Söldnerheer, das sich wieder aus Bauern rekrutierte: aus zugrunde gegangenen oder aus gepressten Bauern. Dem Bauer fiel die Erhaltung des Heeres zu; die Soldaten wurden bei ihm einquartiert, zu den Abgaben an Adel und Kirche gesellten sich die Geldabgaben an den Staat, hauptsächlich zur Erhaltung des Heeres.
  • Landesverwaltung / Gerichtsbarkeit fielen immer mehr der Bürokratie zu, zu deren Erhaltung der Bauer neu beizutragen hatte. Von allen Diensten, die der Adel einst dem Bauer erwiesen und wofür dieser ihm seine Gegenleistungen abstattete, blieb keiner übrig, indes die Leistungen des Bauern maßlos ausgedehnt wurden.
  • Die feudale Aneignungsweise geriet in Widerspruch mit den Forderungen der Produktionsweise. Der feudale Adel, längst überflüssig geworden, wurde von diesem Punkte an entschieden schädlich, seine Beseitigung ein Gebot der Notwendigkeit.
  • Der erste und, wenn auch nicht der Form, so doch dem Endziel nach, schüchterne Protest gegen diese Anfänge des modernisierten, den Bedürfnissen der Warenproduktion angepaßten Feudalismus waren die Bauernkriege. Sie bildeten gleichzeitig eine der letzten krampfhaften Zuckungen der ersterbenden Markgenossenschaft; sie waren aber auch die Vorläufer der großen Revolution von 1789.
  • Die deutsche Reformation war aber in ihrem Beginn eine Volksbewegung. Der gemeinsame Ausbeuter aller Klassen der deutschen Nation war das römische Papsttum: sobald eine Klasse sich gegen dieses erhob, riß sie notwendig die anderen Klassen mit sich. Städte, Ritter, Bauern, alles erhob sich gegen die Römlinge... erst im Fortgang der Bewegung wurde der Kampf ... ein Kampf gegen die Ausbeutung überhaupt, aus der nationalen Erhebung Deutschlands gegen Rom ein Bürgerkrieg, ein Bauernkrieg.
Wilhelm Stolze Neubelebung der religiös-konfessionellen Diskussion des Reformationszeitalters
Bauernkrieg und Reformation [von Wilhelm Stolze], Schriften des Vereins für Reformationsgeschichte, Jahrgang 44, Heft 2 (Nr. 141)
google-buch
Günther Franz
(1902-1992)
(1933): Das "göttliche Recht" der Bauern wird auf wyklifsche und hussitische Gedanken zurückgeführt, die Vorjahrzehnte sind mitzuzählen, der Bauernkrieg selbst ist der End- und Höhepunkt der Erhebungen seit Ende des 13.Jahrhunderts.
Die Bauern kämpften um den Erhalt der dörflichen Autonomie . Ihr genosssenschaftliches Rechtsverständnis stand gegen neuzeitlichen, obrigkeitlichen Herrschaftsanspruch.
Der Bauernkrieg war eine politische Revolution der Bauern und er war ein Glied im Kampf der Deutschen um das Reich.
Franz betont aber, das es sich nicht um eine Vorwegnahme der Ideen des 19.Jahrhunderts handelte, sondern um ursprüngliches deutsches Staatsdenken.
Die Bauern waren nicht von Fanatikern Verführte sondern handelten mit vollem Rechtsbewußtsein!
Wikipedia
Ernst Walder (1954 westliche ?) Forschung wandte sich den politischen Zielen des Bauernkrieges zu.
Horst Buszello Orientierte (1969) auf die politischen Ziele des Bauernkrieges, analysierte (1975) die Staatsvorstellung des gemeinen Mannes. Veröffentlichungen
David Sabean Untersucht wirtschaftliche und soziale Ursachen (1972)
These: der deutsche Bauernkrieg war eine Auseinandersetzung zwischen der bäuerlichen Oberschicht und den unterbäuerlichen Schichten.
Sabean D.W., Landbesitz und Gesellschaft am Vorabend des Bauernkrieges  -  Stuttgart 1972
Rudolf Endres Untersucht wirtschaftliche und soziale Ursachen (1973)
Heiko A. Obermann Verhältnis Bauernkrieg und Reformation (1974)
Peter Blickle 1975: "Die Revolution von 1525".
Träger der Revolution ist nicht der Bauer sondern der "gemeine Mann" = alle nichtprivilegierten Bauern, Bürger, Bergknappen etc., die fortschrittliche Ziele verfolgen und auch teilweise erreichen.
Für den Landwirt hatte sich langfristig die Lage bis zur Krise verschlechtert, die Herrschaften reagierten auf Pest 1348 und Bevölkerungswachstum bei wenig Agrarfläche, so das die Spannungen, zusätzlich durch kapitalistischen Gewinngeist forciert, in negative Folgen für die unteren Bevölkerungsschichten ausarteten.
Man kämpfte um Ausweitung des kommunalen Prinzips, die Reformation lieferte dafür die Denkstrukturen, und mit der Niederlage erlitt die Gemeindereformation den Todesstoß von der Fürstenreformation! Damit war der Weg frei für den Territorialismus als politische Gestaltungskraft...
(Hinweis 1:Gestaltungs"kraft", die sich in der Folgezeit ausschließlich nur im Aneinanderreihen von Kriegen zeigen konnte! HHL) (Hinweis 2: Bei P.B. sind für die Bauern "bibelgemäßes Leben" auf Erden "brüderliche Liebe" und "gemeinerchristlicher Nutzen" anstelle von Habgier und Eigennutz. Deswegen hatten die Bauern recht, denn wo Luther nur Kreuz und Leiden gebot, forderte der gemeine Mann die tätige Umgestaltung der Welt unter christlichen Normen, wobei sie sich auf Zwingli aus Zürich berufen konnten. HHL: Nutzen für die Interpretationsproblematik statt Luther--Müntzer die Frage nach Müntzer--Gaismaier stellen .
Kommunalismus

Bücher von P.B.
M.M. Smirin Der Moskauer Historiker prägt den Begriff der "Volksrevolution", die neben dem bürgerlichen.gemäßigten lutherischen Lager und dem bürgerlich-radikalen Zwingli-Lager die dritte Kraft der Bauern und Plebejer darstellte. Diese revolutionäre Bewegung wurde am deutlichsten von Müntzer und Gaismaier ausgesprochen.
(Hinweis: der "gemeine Mann" des Blickle ist sowohl Bauer als auch Bürger und Knappe etc.- ihnen geht es um eine Gemeindereform auf Basis ihrer kommunalen Erfahrungen. Ihre Lehre geht von Luther und Zwingli aus...HHL)
Weltgeschichte. Bd. 4. Red.: M. M. Smirin [u.a.] Verlag: VEB Dt. Verl. d. Wissenschaften Label: VEB Dt. Verl. d. Wissenschaften Hersteller: VEB Dt. Verl. d. Wissenschaften Autoren: Evgenij M. Zukov, Wolfgang Müller Autor: Evgenij M. Zukov, Wolfgang Müller Medium: Unbekannter Einband Erscheinungsdatum: 1964

1952:
Die Volksreformation des Thomas Münzer und der grosse Bauernkrieg

1955:
Deutschland vor der Reformation. Abriß der Geschichte des politischen Kampfes in Deutschland vor der Reformation
Epstejn E. entwickelt seine Thesen in Diskussion mit Smirin und ist insofern interessant, weil er feststellt, das die eigentlichen Träger der kapitalistischen Entwicklung nicht ein kapitalistisch gesonnenes oder auch radikales Bürgertum gewesen seien, sondern Großunternehmen, Handelskompanien und Monopole!
(HL: So abwegig ist das nicht, denn man schaue auf die Fugger, Welser, Paumgartner, Hochstetter und Stockl usw.... Und man betrachte z.B. die Handelstechnik des Fürkaufs.
Die Verquickungen bäuerlicher Interessen und die der tatsächlisch schon kapitalistisch ausgebeuteten Bergknappen - sowie auch deren Gegensätze - werden im Tiroler Bauernkrieg besonders sichtbar! Insofern hat E. recht.)
Tschaikowskaja Sie verwirft die Konstruktion von Epstejn (eine bürgerliche Revolution ohne Bürgertum?) mit der Festlegung: Der Bauernkrieg war ein Bauernaufstand im Zeitalter entstehender kapitalistischer Verhältnisse.
Gerhard Pfeiffer (1990): Die Bauernkriegsforschung entwickelt sich zur Abstraktion fern von der Realität.
"Die Mentalität unterdrückter Volksmassen, daneben schlicht Terror hielt die Bauernhaufen zusammen, trotzdem sie ökonomisch sicher nicht homogen waren...Überhaupt: Eine Gesamtbilanz des Bauernkrieges wäre eine theoretische Abstraktion, denn das, was Engels als Lokalborniertheit und eigensinnigen Provinzialismus bezeichnete, macht gerade das Wesen des Bauernkrieges aus." ((7) S.22)
Alfred Meusel
Johannes Nichtweiß
(1952)Meusel: Auseinandersetzung mit Luther und Müntzer ((8) S.41)
In den 1950er Jahren verwenden beide den Begriff der "Frühbürgerlichen Revolution". ((8) S.42)

Max Steinmetz
Mitte des 15.Jahrhunderts setzt die sog. 2.Leibeigenschaft ((9) S.223) ein, eine erneute Fesselung des Bauern an den Boden, um dem Feudalherren höhere Erträge zu sichern und den Übergang zu kapitalistischen Bewirtschaftungsformen zu bringen (HHL: letzteres wirklich?).
Damit wurde der Fortschritt gehemmt, die Produktionsverhältnisse blieben gegenüber Nachbarländern zurück. Der einheitliche Markt war durch territoriale Zersplitterung verhindert, die feudalen Kräfte zementiert. Luther verwandelt die Krise in eine revolutionäre Situation und einigte zunächst alle Kräfte gegen die rückständigste Macht, die römische Kirche.
Nach dem Reichstag von Worms zerfällt die Gesellschaft in vier Lager:
  - das katholisch-konservative (Bayern,Österreich)
  - das lutherisch-gemäßigte mit Kursachsen
  - die zwinglianisch-bürgerliche Gruppe
  - die revolutionäre Bewegung der Bauern u. Plebejer
     (mit Müntzer und Gaismaier)
Im Verlauf des Krieges bilden sich zwei Flügel:
 - ein gemäßigter ("Zwölf Artikel", "Heilbronner Programm", markanter Vertreter Wendel Hipler)
 - ein radikaler ("Schwarzwälder Artikelbrief", "Tiroler Landesordnung", Gaismair, Müntzer)
Der Bauernkrieg scheitert wegen geringer Verbindungen der Massen, der bürgerlichen Schwankungen und der Kompromißbereitschaft der Bauern mangels politischer Erfahrungen!
1975 teilt Steinmetz die Aufstandsgebiete nach Ursachen ein   (davon fünf fragwürdige-HHL).
Steinmetz verknüft die richtige These von der "Offensive" der Feudalherren zur 2.Leibeigenschaft aber irrtümlich mit der ursprünglichen Akkumulation , was für den Deutschen Bauernkrieg eben nicht zutrifft. (Insofern ist auch der Begriff der "frühbürgerlichen" Revolution erneut diskutierenswert- HHL)
M.Steinmetz; Deutschland von 1476 bis 1648
(Von der frühbürgerlichen Revolution bis zum Westfälischen Frieden)
VEB Deutscher Verlag der Wissenschaften
Berlin 1965
H.-M. Maurer Auf dem Gebiet des heut. Bundeslandes Baden-Württemberg waren etwa 100.000 bis 115.000 Bauern aktiv am Aufstand beteiligt, das waren 60-70 % der männlichen waffenfähigen Bevölkerung zwischen Südschwarzwald und Mainfranken, eine vermutliche Mindestangabe. Der Bauernkrieg als Massenerhebung, in: Bausteine zur geschichtlichen Landeskunde von Baden-Württemberg, Stuttgart 1979 S. 255-95
Gerhard Brendler (1988) Die Leitfigur des 16.Jahrhunderts heißt Luther und nicht Müntzer! Aber eben das ist bitter und ungerecht...
Luther fordert nicht nur "Zurück zur Bibel!" sonder stellt auch die "Wespennestfrage der Reformation": die üppige, hochmütige und habgierige Kirche liest nicht nur falsch in der Bibel, sie legt diese auch falsch aus!
Das ist mehr als bisher (Hussitentum), aber noch nicht Müntzer. Weil: Das Wesen von Rebellionen als Ur- und Frühform der Revolution subjektiv weder das Alte noch das Neue will, sondern sie will das "ewig Gültige" und macht damit den Weg frei für das "sonst noch nie Dagewesene".
Luther ist der Anstoß nach dem "geistigen Durchkämpfen" von 1 1/2 Tausend Jahren Kirchengeschichte.
Über das "noch nie Dagewesene" wird Müntzer fabulieren.
HHL: Brendler ist die ausgefeilteste Analyse der Frage: Luther - Müntzer, und damit am Schluß der Möglichkeiten. Die nächst zu stellende Frage heißt aber: Müntzer - Geismeier!
Gerhard Brendler
Thomas Muentzer - Geist und Faust
VEB Deutscher Verlag der Wissenschaften
Berlin 1989


siehe auch
Manfred Bensing Erforschte besonders den thüringischen Bauernkrieg und die Rolle des Thomas Müntzers.
Als die Fürsten durch eine "Reformation von oben" den unruheschwangeren Bewegungen zuvor kommen wollen und evangelische Prediger ihrer Wahl durchsetzen, wird innerhalb von zwei Wochen Thüringen vom Aufstand erfaßt. Dabei kommen Müntzers weitreichende Verbindungen zur Wirkung.
Bensing macht über zwanzig Personen namhaft, die als enge Vertraute Müntzers gelten können.
Manfred Bensing in Wikipedia
Dietrich Lösche Analyse der Wahl und der Zusammensetzung des Ewigen Rates von Mühlhausen  (16.März 1525) Das Stadtarchiv von Mühlhausen
Winfried Schulze Der bäuerliche Widerstand in der Epoche der frühen Neuzeit ist zur Normalität der europäischen Staaten zu rechnen, das ist in der historischen Forschung noch nicht hinreichend thematisiert.
Grundmerkmal der europäischen Staaten der frühen Neuzeit ist die Interessendivergenz zwischen Bauern, Grundeigentümern und den europäischen Fürsten.
Die sich verstärkende Produktion für den Markt machte den Konflikt zwischen Bauern und Grundherren um die Nutzung der Marktchancen unvermeidlich.
Der bäuerliche Widerstand ist ab einem bestimmten Grad der Verletzung seines sozialen Umfeldes legitim. Die Existenz einer sehr lebendigen Vorstellung der Bauern vom sozial legitimierten Widerstand sollte durch die Forschung mehr nachgewiesen werden angesichts der oft anderslautenden Vorwürfe in der Geschichtsschreibung über die deutsche Untertänigkeit.
Die relative Verschlechterung der Lage entsteht als "...ein sich lang hinziehender, ja schleichender Prozeß,in dem die Herren immer dort ansetzten, wo sie innovativ, d.h. ihre Einkünfte steigernd, vorgehen konnten, ohne alte Rechte zu offen zu verletzen..." Daher fordern die Bauern auch nicht einfach altes Recht zurück, sondern "Göttliches Recht" wie im Evangelium beschrieben! Und dieses (HHL: neue, moderne!) Recht müssen die Experten (z.B. Luther) theoretisch formulieren und nicht die (HHL: unchristlichen) Fürsten. (So etwa Ulrich Schmid am 25. Februar 1525)
⇒ evtl. in: W. Schulze, Bäuerlicher Widerstand und feudale Herrschaft in der frühen Neuzeit (Neuzeit im Aufbau Bd.6)
Stuttgart 1980
⇒ H. Mommsen, W. Schulze, Vom Elend der Handarbeit. Probleme der Unterschichtenforschung
Stuttgart 1981 (S.182-198)
Winfried Schulze, Deutsche Geschichte im 16. Jahrhundert, Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt 1997 S. 97-98
Elisabeth Schwarze
Manfred Straube
Wieland Held
Erforschung ländlicher Sozialstruktur des Thüringer Bauernkrieges
Ernst Engelberg "frühbürgerliche Revolution eine europäische Erscheinung" (?) prüfen!
"Zu methologischen Problemen der Periodisierung" in ZfG 1/1973
"Nochmals zur ersten bürgerlichen Revolution und weltgeschichtlichen Periodisierung" in ZfG 10/1972
ZfG = Zeitschrift für Geschichtswissenschaft
Hans-Jürgen Goertz
Werner Troßbach
Heinz Kamnitzer
Doris Stockmann
Rudolf Quietzsch
Günter Vogler

Philipp Robinson Rössner Unruhen und Bewegungen der Sattelzeit um 14501550 hingen, von den zahlreichen Bauernkriegen des Spätmittelalters bis hin zu Martin Luthers Reformation, ursächlich mit dem Geldwesen, besonders mit den zahlreichen Münzverschlechterungen der Zeit zusammen.
Alternatives Erklärungsmodell des sozialen und wirtschaftlichen Wandels im Zeitalter der Reformation.
Philipp Robinson Rössner, Deflation Devaluation Rebellion
Geld im Zeitalter der Reformation
ISBN 978-3-515-10197-4
Steiner Verlag
Uni Leipzig
Luise Schorn-Schütte Aus der Grundthese, das sich die Deutungsmuster des vergangenen Geschehens mit den Jahrhunderten auflösen, wird eine gewisse Unparteilichkeit des Historikers unverzichtlich. Als Gegen-Beispiel werden Phasen der Geschichtsschreibung der DDR zum Bauernkrieg angeführt. Parteilichkeit hat aber pluralistischem Wissenschaftsverständnis fremd zu sein.
Konfessionelle und parteipolitische Deutungen des Zusammenhangs zwischen Reformation und Bauernkrieg haben heute kaum noch Gültigkeit, die "... Vermittlung zwischen bäuerlichen Reformforderungen und Reformation war keinen revolutionäre...".
Die Forderungen der Bauern verweisen auf konkrete soziale, wirtschaftliche und politische Spannungen: Bevölkerungsdruck, Intensivierung der Gutsherrschaft, Entfaltungsversuche mancher Territorialherren trafen auf die genossenschaftliche Selbst-und Mitbestimmung der Bauern. Die Verbindung mit der Reformationsbewegung gab dem Bauernprotest die vorher nie vorhandene Durchschlagskraft. Dass die Niederschlagung des Bauernkrieges für die deutsche Geschichte eine Katastrophe mit langanhaltenden Folgen gewesen sei, ist eine Geschichtslegende.
Luise Schorn-Schütte, Die Reformation Vorgeschichte - Verlauf - Wirkung, München 1996, 5. Aufl. 2011
ISBN 978-3-8389-0394-1

(HHL: Auch wenn sich Deutungsmuster verändern, Geschichte selbst findet tatsächlich statt. Die moderne Frage der Geschichtswissenschaft lautet nicht Parteilichkeit oder Unparteilichkeit, sondern: Vollzieht sich die Menschheits-Geschichte nach Gesetzmäßigkeiten oder planlos nach Zufälligkeiten. Kompetenz und Wahrhaftigkeit sind keine Gegensätze zur Parteilichkeit, der Historiker kann seine Deutungsmuster aufschreiben aus dem Blickwinkel redlich arbeitender Bauern oder aus dem der geldanbetenden Raffer.)




Verbindungen  
Hier kann man in der 2.Auflage von 1856 lesen: Google-Buchsuche in
"Geschichte des großen Bauernkrieges"
Link für die Verbindung zur Zimmermann-Gedenkstätte in Dettingen literaturland-bw.de
Link zu einem Bild von Wilhelm Zimmermann?
Hinweis: In der Zeitung Die Gartenlaube (Leipzig 1869 S.293) ist ein Bild mit der Bezeichnung Wilhelm Zimmermann(1807-1878) erschienen. Er wäre demnach 62 Jahre alt.
1848 zeigt ein ähnliches Bild das Gesicht des Eduard Zimmermann, da wäre Wilhelm Zimmermann im Alter von 41 Jahren, mit der Darstellung durchaus vereinbar.
Wikipedia-Bild



Hinweis: 1847 arbeitete der Mitorganisator des  ⇒ Hambacher Festes von 1832 Johann Georg August ⇒ Wirth in Karlsruhe an der Geschichte der deutschen Staaten von der Auflösung des Reiches bis auf unsere Tage. Wirth starb am 26.Juli 1848. Von den 4 vorgesehenen Bänden schrieb Wilhelm Zimmermann Band 3 und Band 4 fort, etwa 1847-1853 (ebenfalls in Karlsruhe ?).






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Notizen zum Thema Deutscher Bauernkrieg ♦ 10. April 2015 ♦ Dipl.-Ing. Hans Holger Lorenz ♦ (I)WB To