Personen- und Namen-Register
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W.Zimmermann, Der Grosse Deutsche Bauernkrieg, Dietz-Verlag Berlin 1980)
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siehe unten bei Quellen
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| A | |
| Wofgang Ackermann | radikaler Karlstadtanhänger in Sachsen, 1523 Prediger in Schneeberg, machte sich soziale Forderungen der Bergarbeiter zu eigen. |
| Johann Agricola | (auch: Johann Schneider ; Schnitter ) (1494 - 1566), Schulmeister in Eisleben, Schüler Luthers,
bis 1540 zu Luthers Freundeskreis gehörend, ging als Hofprediger nach Berlin, Generalsuperintendent
der Mark Brandenburg. Sammler und Herausgeber deutscher Sprichwörter. (NVA 22) |
| Georg Amandus | radikaler Karlstadtanhänger,1523 bis 1525 Prediger in Schneeberg, angeregt v. d. Ideen Thomas Münzers u. d. Zwickauer Propheten predigte er gegen die Obrigkeiten. |
| Pater Ambrosius | unterstützte die Sache der Bauern in (?) Würzburg (2/93) |
| Andreas Appenroth | Im Jahr 1506 Mitstudent Thomas Müntzers in Leipzig. Vermutlich aus Quedlinburg.(NVA 22) |
| Ulrich Artzt | ( 1450-1527 (?) ) von Augsburg, Zunftmeister, Bürgermeister, schwäbischer Bundeshauptmann, durch seine Korrespondenzen wurden finanzielle Transaktionen zur Söldnerwerbung gegen die aufständischen Bauern überliefert. |
| B | |
| Bantelhans | Hans Bantel ; Bürger aus Dettingen, einer der Anführer des Armen Konrad und des
Bauernaufstands von 1514 in der Schwäbischen Alb. (NVA 13) |
| Gebrüder Barthel | Sebald und Barthel, entwickelten sich zu Vermittlern zwischen der deutschen und der italienischen Renaissance, Sympathiesanten der Bauern in Nürnberg, im Prozess gegen die Brüder Beham und Georg Pencz verurteilt und aus Nürnberg ausgewiesen, gehörten zu den "drei gottlosen Malern". Ihnen waren (vermutlich) die Schriften Th. Müntzers bekannt. |
| Hans Bauer | Anführer im Arnstädter Haufen |
| Heinrich Baumgarten der Jüngere | Bürgermeister im Ewigen Rath in Mühlhausen (??),im Mai 1525 als Gefangener nach Rochlitz, von dort nach Mühlhausen zurückgeführt, zum Hausarrest bis zu seinem Tode verurteilt (?). |
| Kunz Bayer | auch: Kunz Bayr; aus Edelfingen, vom Tauberhaufen zum Schultheiß und Pfennigmeister, also Feldrichter und Zahlmeister gewählt. (605) |
| Hans Becke | Anführer im Erfurter Haufen |
| Barthel Beham | jüngerer Bruder von Sebald Beheim, einer der "drei gottlosen Maler", sein Kupferstich: "Der Welt Lauf" zeigt die schlafende Gerechtigkeit, in Ketten gelegt während der Fuchs (= Luther, hier im Münzerschen Sinn gebraucht) ihr das Schwert raubt! |
| Hans Sebald Beham | Sympathiesant der Bauern,
einer der "drei gottlosen Maler",
arbeitete als Künstler in Dürers Werkstatt. Holzschnitt: "Höllenfahrt des Papstes" von 1524 |
| Hans Benckler | Hauptmann der Hegauer Bauern. Er berief sich (am 11.April 1525) auf den (nicht gedruckten)
"Artikelbrief" der Schwarzwälder, welcher vermutlich von Thomas Müntzer`s Gedanken beeinflußt sein könnte. Hinweis: Der Schwarzwälder (bzw. Hegauer-) Haufen zog (unter Hans Müller von Bulgenbach und Hans Benckler) durch die Dörfer u. Städte zwischen Schwarzwald und Hegau forderte die Bauern u. Bürger zur Beteiligung an seiner "Bruderschaft" auf, die später "Christliche Vereinigung" genannt wurde. |
| Götz von Berlichingen | schwäbischer Ritter in der "Christlichen Brüderschaft", übte Verrat an der Bauernsache beim Seitenmarsch auf Löwenstein hin. |
| Hans Berlin | Heilbronner Prokurator; Zusammenwirken mit Wendel Hipler und Friedrich Weigand (?).
Führte im Namen des Patriziats Unterhandlungen mit dem Truchseß über die Übergabe der Stadt.
(NVA 13) Hinweis: nach seiner Darstellung hat Margarethe Renner die Bauernhaufen gegen die Heilbronner aufgehetzt! |
| Hans Bermeter | auch: Link genannt; aus einem rothenburgischen Ratsgeschlecht; Anführer und Sprecher der Stadtarmut Würzburg`s, bestrebt die Vereinigung der aufständischen Bauern mit der Stadt Würzburg; errichtete sein Quartier im Grünen Baum; ließ Weinkeller und Kornkammern der Geistlichen plündern; konnte aus der Stadt flüchten, 1527 (?) in Nürnberg aufgegriffen und hingerichtet. (596,598,602,731) |
| Bartholomäus Bernhardi | Um 1518/1519 Rektor der Universität Wittenberg. Professor der Physik. Er lud Thomas Müntzer ein,
mit ihm in Kemberg gemeinsam tätig zu werden, gilt als Freund Müntzers.
(NVA 21 - S.36; NVA 22 - S.206) Am 24.8.1521 vermählte er sich in Kemberg, trotz seines Priestergelübdes vermutlich mit Gertraude Pannier (* 1495). Aus dieser Ehe gingen sieben Kinder hervor. Damit wurde er der Begründer des evangelischen Pfarrhauses. Wikipedia |
| Mathes Beyer aus Schweinberg |
Ende April 1525 plündern die Bauern der Umgegend das Obere Schloß in Hardheim; Anführer war Mathes Beyer aus Schweinberg. Anfang Mai wird der kleine Bauernhaufen des Erftals nach Würzburg gerufen, wo die Bürger der Stadt sich gegen den Bischof auf der Marienburg mit den Bauern verbrüdert haben. Bei den Bauern sind sogar Angehörige des niederen und hohen Adels, so auch der Graf Georg von Wertheim und der Ritter Hans von Hartheim. |
| Peter Blinde | (um 1510 - Aschersleben ?) Sonst nicht bekannter Mitverschwörer Müntzers gegen Erzbischof Ernst. (NVA 22) |
| Andreas Rudolf Bodenstein | genannt Karlstadt, reformatorischer Theologe, Bilderstürmer, lehnte ein Bündnisangebot Thomas Müntzers ab. Ob er der Verfasser der anonymen, 1525 publizierten Bauernkriegs-Flugschrift "An die Versammlung gemeiner Bauernschaft" ist, ist in der Forschung umstritten. |
| Katharina von Bora | Seit 1525 Ehefrau Luthers. War in der Osternacht 1523 aus dem Kloster Nimbschen bei Grimma entflohen. |
| Hans Bosse | (um 1524) Allstedter (vermögender) Bürger. Angehöriger des ( im März 1524 gegründeten) Allstedter Bundes . Bosse wurde später von Müntzer des Verrats beschuldigt. (NVA 23) |
| Hans Böhm | auch: Hans Beheim,
Hans Behem, Hans Böheim, "Pfeiferhannes", "Pfeiferhänslein", "Pauker von Niklashausen" sammelte nach einer Marienerscheinung über 40.000 Bauern zu Wallfahrten um sich, predigte bäuerliche Ideale. Auf Befehl des Mainzer Bischofs entführten ihn nachts bewaffnete Reiter und Böheim wurde als Ketzer am 19.Juli 1476 auf dem Schottenanger in Würzburg verbrannt Er soll dabei noch Marien-Lieder gesungen haben. Vor seinen Augen wurden vorher zwei Mitstreiter enthauptet. Ein Jahr nach seinem Tod prangerte der Prediger Gailer von Kaiserswerth (?) die kirchlichen Mißstände direkt von der Dom-Kanzel herab an. A.Dürer und S. Brant nahmen den mutigen Böheim vermutlich in ihren Werken auf. |
| Peter Breuer | (um 1472 - 1541) spätgotischer Zwickauer Bildschnitzer. (NVA 22) |
| Bernhard von Breydenbach | Mainzer Domherr (um 1440-1497), Teilnehmer am Inquisitionsprozess 1479 gegen Johann Ruchrat von Oberwesel. Unternahm 1483/84 mit dem Drucker Reuwich eine Pilgerreise nach Jerusalem. Die unterwegs von Reuwich angefertigten Zeichnungen von Städten, Heiligtümern, Alltagsszenen oder Tieren übertrug dieser in den Holzschnitt und veröffentlichte sie 1486 zusammen mit der Reisebeschreibung unter Breydenbachs Namen. Das Werk stellt das erste gedruckte und illustrierte Reisebuch dar. Es fand weite Verbreitung, zahlreiche Nachdrucke, und wurde im 15. Jahrhundert in mehrere Sprachen übersetzt. Die deutsche Übersetzung aus dem Lateinischen nahm Martin Roth unter Benutzung der handschriftlichen Aufzeichnungen des Paul Walther von Guglingen vor. (NVA 11) |
| Nicolaus Bulow | Arzt, Theologe und Astronom, aus Lübeck, lebte lange Zeit in Rußland. Wurde in Rom für russische Dienste gewonnen, arbeitete in Nowgorod als Übersetzer ("Gaerde der Suntheit", "Rationes breves magni rabi Samuelis") und als Sachverständiger in ikonographischen Fragen. Wirkte in Moskau als Chefarzt und Publizist. Trat für eine Union der ortodoxen Kirche mit Rom ein, weil sich seiner Meinung nach beide Kirchen kaum voneinander unterschieden. Sein literarischer Gegner war Maxim Grek. (NVA 12) |
| Gregor von Burgbernheim | 1525 Führer der aufständischen Bauern der Markgrafschaft Ansbach. (NVA 13) |
| Hans Buttener | (um 1510) Sonst nicht bekannter Mitverschwörer Müntzers gegen Erzbischof Ernst. (NVA 23) |
| Georg Büchner | (+ 1525) Von den aufständischen Bauern im Lager von Frankenhausen zum Tode verurteilt u. hingerichtet. Wurde für schuldig befunden, die Brandschatzung des Dorfes Ringleben durch Söldner des Grafen v. Mansfeld unterstützt zu haben. (NVA 23) |
| C | |
| Konrad Celtis | Humanist und Poet, Freund A.Dürers undd Th.Ulsenius, poeta laureatus, machte die Geschichtswissenschaft zu einer akademischen Disziplin. |
| Martin Conrath | Stadtschreiber der Stadt Würzburg. Er war gemeinsam mit Tilman Riemenschneider in Haft auf der Festung in Würzburg; berichtete, das Riemenschneider gefoltert wurde. |
| Christian | um 1519; heute unbekannter Buchhändler in Leipzig, Thomas Müntzer soll Januar 1519 bei seinem Aufenthalt in der Messestadt bei ihm "in der herbergen zu Leipsig" gewohnt haben. (NVA 25 S.113) |
| D | |
| Hans Dahlhopf | "Pfaff von Dipperz", auch "Prediger aus Dipperz", hatte wahrscheinlich persönlichen Kontakt zu Th. Müntzer,
verbreitete dessen Ideen im Stift Fulda,
sammelte 10000 Bauern um sich, die nach kurzem Widerstand in der Schlacht am Frauenberg geschlagen wurden.
(S.567);(1/140) Siehe auch: Hans Dolhobt |
| Bernhard Dappen | Franziskaner in Jüterbog, beklagte sich im Mai 1519 über die Predigten Müntzers. (Kanzelstreit von Jüterbog). (NVA 25 S.102-104, 106) |
| Hans Denck | Sympathiesant der Bauern, Theologe in Nürnberg, Teilnehmer der Augsburger Märtyrersynode. |
| Phillipp Dittmar | Bürger der Stadt Würzburg, Sohn des Bildhauers Dittmar (?), nach der Niederlage am 8.Juni 1525 auf dem Markt hingerichtet. (732) |
| Hans Dolhobt | auch: Dolhofer ; Oberster Hauptmann des fuldaischen Haufens (567) Uhrmachermeister aus Fulda, vermutlich auch als Hans Dahlkopf bezeichnet (?) |
| Christian Döring | Goldschmied und Druckerei-Besitzer, wohlhabender und einflußreicher Bürger der Stadt Wittenberg,
Anhänger der reformatorischen Lehre. Thomas Müntzer soll bei ihm in der Schloßstraße 4 zeitweilig gewohnt haben. Es existiert eine Gedenktafel am Haus (?).(NVA 21 - S.36) Döring versuchte für Müntzer im Januar 1519 eine Anstellung bei Bartolomäus Bernhardi zu vermitteln. HW: Döring hatte einen Verlag mit Lucas Cranach gegründet. (NVA 25 S. 176) |
| Thomas Drechsel | (um 1522), Tuchmacher, einer der Zwickauer Propheten .(NVA 25 S.198) |
| E | |
| Johannes Eck | (Johann Eck ; eigtl. Johann Maier aus Egg ; 1486-1543)
Ingolstädter Theologieprofessor
Herausragender Rhetoriker mit außergewöhnlicher Bildung, mahnte innerkatholisch Reformen an,
kämpfte polemisch gegen die Lehre der Reformation, war
der geschickteste Gegner Luthers auf der Pleißenburg in Leipzig.
Er konnte den Reformator zur Aussage verleiten, einige Thesen des
Jan Hus seien
evangelisch. Zur Disputation Luther-Eck siehe Eck an Leonhard von Eck Schreiben aus Ingolstadt in Bayern vom 19. Oktober 1519. In der wirtschaftspolitischen Frage des Zins plädierte er für einen Zins von fünf Prozent. Eck hatte Kontakte zum Bankhaus Fugger. |
| Leonhard von Eck | Kanzler des Herzogs von Bayern, Bundesrat. Von ihm stammt der Satz: Wir werden gegen die Bauern bald solchen Ernst gebrauchen, dass ihr höllisch Evangelium in kurzen Tagen erlöschen wird. ... Der Bauern brüderliche Liebe ist mir ganz zuwider, siehe: Brief an Herzog Wilhelm von Bayern. |
| Egranus | siehe Wildenauer |
| Heinrich Ehinger | (auch: Enrique Eynger), (gest. 1537) Faktor der Welser, Schlüsselfigur im spanischen Überseegeschäft der 1520er Jahre. (NVA 4) |
| Anton Eisenhut | Anführer der Kraichgauer Bauern, ehemaliger Pfaffe, radikaler Eiferer. Er ließ seine Kämpfer
Schlösser und Klöster stürmen. (NVA 9 S.218) Hingerichtet 1525, Führer des Bauernaufstandes in Eppingen (Pfalz). (NVA 13) |
| Hans Eitel | Bauer aus Bermatingen, 1525 Führer des Seehaufens in Schwaben, unterzeichnete den Vertrag mit dem Truchseß in Weingarten und löste dann seine Abteilungen auf. (NVA 13) |
| Ambrosius Emmen | Th. Müntzers Famulus (NVA 25 S.31) |
| Peter Engel | (um 1510) unbekannter Mitverschwörer Müntzers gegen Erzbischof Ernst. (NVA 25 S.83) |
| Hans von Entzenberg | (um 1521) Eichsfeldischer adliger Ritter, in seinen Diensten stand zeitweilig Heinrich Pfeiffer; trat aus dem
Zisterzienserkloster Reifenstein 1521 aus; Anhänger der Reformation. (NVA 25 S.32, 124) |
| Erhard Etzlaub | (um 1460-1532), in Erfurt geb. Kartograph u. Kompassbauer. Schuf aus Anlass des "heiligen Jahres" 1500 eine Pilgerkarte (Holzschnitt), die punktiert von der deutschen Nordküste die Strecken nach Rom wies. Der Punkteabstand entsprach 1 Deutschen Meile (7,4 km) Die (Süd-orientierte) Karte wies ein Kompass-Anwendungs-System auf und einen Entfernungs-Maßstab. Aus dieser Zeit existiert keine vergleichbare Datenbasis. (NVA 24) |
| F | |
| Benedikt Farner | Probst in Herrenberg, der Ratgeb die Arbeit für den Herrenberger Altar fortsetzen ließ und 1519 den Rat und das Gericht von Herrenberg sowie schwäbische Maler zur Besichtigung des Werkes einlud. |
| Matern Feuerbacher | auch: Martin Feuerbacher;
wurde beim Ausbruch des Bauernkriegs im Jahr 1525 auf dem
Wunnenstein
zum Anführer der Württemberger Bauern gewählt. Er wollte, das das Evangelium wieder "einmündlich" verkündet werde,
nicht katholisch oder protestantisch. Nach seinem
Prozeß
konnte er durch Freispruch in die Schweiz ausreisen. (NVA 9) Ratsherr und Führer der bürgerlichen Opposition in Bottwar (Württemberg), stand 1525 an der Spitze des Hellen Christlichen Haufens. (NVA 13) |
| Hamann von Fleckenböhl | Prior, Auftraggeber der Frankfurter Wandgemälde des Jörg Ratgeb im Karmeliterkloster. (Fraenger) |
| Margareta Flederwisch | Witwe eines hingerichteten Aufständischen der Thüringer Bauern. (NVA 7) |
| Simon Fleischer | (gest. nach 1550), Bäcker und Fuhrunternehmer in Wittenberg. Karlstadt hatte Müntzer in einem Brief (vom 21.12.1522) zu einem geheimen Treffen im Haus des Bäckers geladen. Mehr ist darüber nicht bekannt. (NVA 27 S.178-179) |
| Anton Forner | Bürgermeister der Reichsstadt Nördlingen (Franken), schloß sich 1525 den aufständischen Bauern an und leitete in der Stadt den revolutionären Teil der Bevölkerung. (NVA 13) |
| Stoffel von Freiburg | 1513 einer der Organisatoren des Bundschuhs am Oberrhein und im Schwarzwald; nach der Aufdeckung der Verschwörung geflohen. (NVA 17) |
| Lorenz Fries | zeitgenössischer Chronist des Bauernkrieges |
| Joß Fritz | (Siehe Fritz Joß) |
| Heinrich Fuchs | Er versuchte gemeinsam mit Melchior Rinck die Reformation in Hersfeld einzuführen,
war ab etwa 1515 Pfarrer in der Hersfelder Stadtkirche. Verbindungssuche: Seit ungefähr 1300 befindet sich Burgpreppach im Besitze des Edelgeschlechtes der Fuchs, deren Linie im 16. Jahrhundert ausstarb.(verbindung zu Heinrich Fuchs ?)(?) |
| Johann von Fuchsstein zu Ebermannsdorf | auch: Johann vom Fuchsstein zu Ebermansdorf; Ritter, Doktor, Abenteurer. Geheimschreiber des Pfalzgrafen Friedrich, 1522 zum Beisitzer am Reichsregiment gemacht, bis 1523 Kanzler des Pfalzgrafen, verhandelte im Dienst Herzog Ulrich v. Württemberg mit dem französischen König Franz I. vor Pavia (?) um 15.000 Kronen. Gab sich in Kaufbeuren als Kanzler der Bauern und predigte deutsch. (237 ff) |
| G | |
| Hans Gaismair | auch: Gaismayer; Geismeier, Gaismr; Bruder des Michael Gaismaier (S.777) |
| Leonhard Gaismair | auch: Gaismayer; Geismeier, Gaismr; Vetter des Michael Gaismaier |
| Michael Gaismair | auch: Gaismayer; Geismeier, Geißmaier, Gaismr; zum Obersten Feldherren der aufständischen Bauern (in Tirol) gewählt, übernahm die Leitung des bischöflichen Territoriums, ein 20er Ausschuss mit je zehn bürgerlichen und bäuerlichen Verordneten wurde ihm zur Seite gestellt. Er trug den in Neustift versammelten Anführern die Ordnung über alle Beschwerungen vor und organisierte die Kämpfe in Tirol, mit Zwingli hielt er enge Verbindung. Wurde heimtückisch ermordet von bezahlten Attentätern. |
| Wolfgang Gaismair | auch: Gaismayer; Geismeier, Gaismr; Vetter des Michael Gaismaier |
| Peter Gaiß | (auch: Gaispeter) Gaißpeter von Beutelsbach führte aus Protest gegen Betrug mit
gefälschten Gewichten ein "Gottesurteil" durch: die berühmt gewordene Wasserprobe. (67-71) (15.April? 2. Mai? 1514) Siehe auch Peter Geyser und Hans Volmar |
| Daniel Gebauer | Bürger aus Schmalkalden, am 3.Juli 1525 wegen Teilnahme an der Erhebung der Bauern des Werratals hingerichtet. Eine Gedenktafel in Schmalkalden erinnert zugleich an seine Leidensgenossen Bastian Steinmetz und Hans Heinrich und zwei weitere unbekannte Opfer der Rachsucht der Sieger. (NVA 31) weitere Hinweise: ein Sichelschmied Steffen Mann (?) konnte fliehen und sich nach Erfurt absetzen? W. Zimmermann erwähnt einen Plattner Michael Hutter aus Schmalkalden als Bannerträger des Werrahaufens. (567) |
| Paul Gebauer | soll am 3.Juli 1525 in Schmalkalden hingerichtet worden sein. Ist er einer der zwei unbekannten Opfer, die ebenfalls getötet wurden? Ist er ein Verwandter von Daniel Gebauer? Es sind bisher keine weiteren Daten verfügbar. (NVA 31) |
| Blesin Geiger | Vertreter des Baltringer Haufens auf dem Bauernparlament 1525 , aus Kirchbierlingen |
| Erasmus Gerber | 1525 einer der Anführer der aufständischen elsässischen Bauern; nach der Niederlage der Aufständischen wurde er bei Zabern gefangengenommen und gehängt. (NVA 13) |
| Theis Gerber | eigentlich: Matthias Angerer,(?) Hauptmann des Stuttgarter Truppenkontigents, das zur Unterstützung der
Bauern gestellt wurde. Hatte für achtzig Gefallene in der Schlacht von Sindelfingen
Rechtfertigung abzulegen, entzog sich dem drohenden Kriegsgericht des Schwäbischen
Bundes duch Flucht. Gerbermeister. Strengte einen Prozeß gegen Stuttgarter Bürger an,
der erst 1541 vor dem Rottweiler Reichsgerichtshof verhandelt wurde. Zuverlässiger
Trabant des Herzog Ulrich.(Fraenger) (auch: Theus Gerber); Führer des aus Stuttgarter Plebejern bestehenden Haufens, der sich 1525 den württembergischen Aufständischen unter Feuerbacher angeschlossen hatte; nach der Niederlage des Bauernaufstandes in Württemberg floh er nach Eßlingen. (NVA 13) |
| Hans Gericken | Bauernhauptmann im Samländischen Bauernaufstand ; im September 1525 gewählt, am 1.November 1525 in Gefangenschaft, im Januar 1526 ausgewiesen. Soll später in Dänemark und Schweden gelebt haben. |
| Ottilie von Gersen | Ottilie Müntzer; floh mit 16 Nonnen aus Kloster Oberwiederstedt,
leitete die Frauenaktion in Allstedt, heiratete Müntzer. Brief der Frau Müntzer vom 19.August 1525 (PDF-Datei). |
| Florian Geyer | Hauptmann der "Schwarzen Schar", Anführer des "Schwarzen Haufens" (395;609;666;688-689;694;716 ff;724-730) |
| Peter Geyser | siehe auch: Geißpeter 1514 begann von Beutelsbach aus der Bauernaufstand des Armen Konrad, der sich an der Einführung einer neuen Verbrauchssteuer, jene Blume der Finanzkunst (Zimmermann) entzündete.(67) Der Beutelsbacher Peter Geyser gab den Anstoß dazu, indem er die gefälschten Gewichtssteine in der Rems versenkte. Die Remstäler Bauern verschanzten sich auf dem Kappelberg über Beutelsbach. Schließlich mussten sie dem militärischen Druck nachgeben. Ihre Anführer, darunter der Geißpeter und der ebenfalls aus Beutelsbach stammende erste Hauptmann Hans Volmar, wurden hingerichtet. |
| Martin Glaser | (gest. 1553) Nürnberger Augustinermönch. 1518 Prior des Klosters Ramsau bei Wasserburg am Inn, verhalf 1518 Luther zur Flucht. 1519 schenkte Luher ihm eine Bibel, in der er Eintragungen zu Thomas Müntzer und Karlstadt machte. DasBuch ging im 2.Weltkrieg verloren. (NVA 25 S.172 ff) |
| Konrad Glitsch | (gest. vor 1541) Vertreter Karlstadts als Pfarrer in Orlamünde, residierte dort bis 1523 als
Pfarrvikar, hatte vermutlich im Juni 1519 Kontakt mit Thomas Müntzer. (NVA 27 S.114; S.171-172) |
| Thomas Glock | Der Schultheis von Zellingen wurde am 20. Juni 1525 mit 8 anderen Angeschuldigten (aus dem Bezirk Karlstadt) in Karlstadt nahe Würzburg hingerichtet. |
| Konrad Grebel | Führer der Sekte der Wiedertäufer in Zürich, Anhänger Müntzers, revolutionärer Agitator in Süddeutschland. (NVA 13) |
| Florian Greisel | Pastor aus Aichstetten, nahm 1525 am Bauernaufstand in Schwaben teil. (NVA 13) |
| Maxim Grek | (eigtl. Michael Trivolis,
auch: Maksim ; Michael Triboles ; Mönchsname: Maximos )1475-1556 Kleriker, Gelehrter, Schrifsteller, Übersetzer. Sproß einer reichen Genueser griechischen Beamtenfamilie, unterhielt freundschaftliche Beziehungen zu Savonarola und Pico della Mirandola. Wurde in Ägypten 1518 für russische Dienste geworben, arbeitete in Moskau als Übersetzer liturgischer Texte. Agitierte gegen den Landreichtum der russischen Klöster und kritisierte scharf die Wucherpraktiken des hohen Klerus. Wurde 1525 in das Kloster von Wolokolamsk verbannt und 1531 mit Wassian Kossoi verurteilt, erhielt 1551 wieder die Freiheit. Als Verteidiger der griechischen Kirche Gegener der Idee, Rußland sei das Dritte Rom. Gegener der Autokephalie der russischen Kirche. (NVA 12) |
| Hans Baldung Grien | Hervorragender oberdeutscher Maler, Formschneider und Kupferstecher. Lehrling und Freund A.Dürers. Zeichnet sich z.B. durch saftige Hexen-Darstellungen aus. |
| Margareta Groß | Witwe eines hingerichteten Aufständischen der Thüringer Bauern. (NVA 7) |
| Georg Grünewald | Meister Till genannt (?) (596) |
| Matthaeus Grünewald | auch: Matthias Grünewald ;
Mathis Gothart-Nithart ;
Matthäus von Aschaffenburg (*um 1475/1480 in Würzburg; † 31. August 1528 in Halle a. d. Saale;) bedeutender Künstler jener Zeit, protestantischer Anhänger (?), "Die Geburt Christi mit Engelskonzert" auf der Mittelseite des Isenheimer Altars |
| Franz Günther | (gest. 1528) Magister aus Nordhausen, Schüler Karlstadts.
Sein indirektes Bekenntniss zu den Hussiten rief
Proteste
der Franziskaner hervor. Günther hatte in Wittenberg Freundschaft mit Thomas Müntzer geschlossen.
(NVA 21 - S.40) Anhänger Luthers, Müntzer vertrat Günther 1519 in Jüterbog. 1520 Hofprediger in Lochau. (NVA 25 102 ff u.a.) |
| Johann Eberlin von Günzburg | Franziskanermönch, Wegbereiter der Reformation in Schwaben, veröffentlichte 1521 die Flugschriftenserie Die fünfzehn Bundsgenossen. Die X. und XI. enthielt den Entwurf eines Idealstaates (vielleicht in Anlehnung an Utopia des Th. Morus (?)) Wolfaria (= Wohlfahrt) , dessem Grundlage ehrliche Arbeit sein sollte. Neben der Forderung: kain eerlichere arbeit oder narung soll sein dann ackerbaw stand auch die Begrenzung des Imports, da der Handel nicht nur postive Auswirkungen auf die Wirtschaft zeigte: kain touch das in vnserem Land nit gemacht wirt, soll haeirin gefuert werden, kain frucht die in vnserem Land nit wechßt, soll haerin gefuert werden, man mueß es dann zuo grosser lybs not haben. (NVA 18) |
| Gugel-Bastian | Anführer des Bauernaufstandes bei Bühl in Baden, 1514 in Freiburg hingerichtet. (NVA 13) |
| Hanns Gyer | genannt Ziegler, alter Winzer, sagt als Zeuge im Prozeß von 1541 aus, das er wisse, das "Jorg ratgeb gefiertaylt sy wordenn..." aber warum wisse er nicht.(Fraenger) |
| H | |
| Simon von Haferitz | Prediger der Wigberti-Kirche in Allstedt, leitete (?) vermutlich die Hochzeit
von Ottilie von Gersen und Thomas Müntzer. (gest. nach 1540), ehem. Karmelitermönch, 1522 Studium in Wittenberg, 1523 Prediger in Allstedt, distanzierte sich nach Müntzers Flucht aus Allstedt von demselben. Spätere Versuche, Anstellungen als Pfarrer in Magdeburg (1531/32), Salza (1532/33) u. Klostermansfeld (1538) zu erhalten, scheiterten vermutl. wegen seiner ehemal. Verbindung zu Müntzer. Seit 1539 Pfarrer in Ortrand. (NVA 25 S.31,168) |
| Josef Hafner von Hausen | ein Anführer des Rieshaufens |
| Michael Hasenbart | aus Mergentheim, zum Stellvertreter Jakob Köhls im Tauberhaufen gewählt. (605) |
| Leonhard Heberl | Gasteiner "Haupmann", aus Schladming gebürtig, verteidigte mit im Wald versteckten Bauern den Pass Lueg, und sperrte diesen Zugang nach Radstadt für die Truppen des Schwäbischen Bundes. (Datum unklar) |
| Christian Heidelin | Vertreter des Baltringer Haufens auf dem Bauernparlament 1525 , aus Filzingen |
| Hans Heinrich | Bürger aus Wasungen, am 3.Juli 1525 wegen Teilnahme an der Erhebung der Bauern des Werratals in Schmalkalden hingerichtet. Eine Gedenktafel in Schmalkalden erinnert zugleich an seine Leidensgenossen Daniel Gebauer und Bastian Steinmetz aus Schmalkalden und an zwei weitere (unbekannte) Opfer (aus Brotterode) der herrschaftlichen Rachsucht. (NVA 31) weitere Hinweise: ein Sichelschmied Steffen Mann (?) konnte fliehen und sich nach Erfurt absetzen? W. Zimmermann erwähnt einen Plattner Michael Hutter aus Schmalkalden als Bannerträger des Werrahaufens. (567) |
| Sigismund von Herberstein | (1486 - 1566) war als Diplomat 1516/1517 und 1526/27 in Moskau,
schrieb als einer der ersten Gelehrten Reiseberichte über die Länder des Ostens.
Auf ihn stützte sich der Theologe (und Luther-Gegner) Eck in seinen geographischen Schriften. (NVA 6) |
| Hans Hergot | in Nürnberg geboren, seine Herkunft ist unbestimmt, ab 1524 als Drucker bekannt, hat mindestens 81 Drucke in deutscher Sprache herausgebracht - darunter 5 Ausgaben des lutherischen Neuen Testaments und viele Schriften von Luther, Melanchthon, Bugenhagen, Osiander, vermutlich auch Thomas Müntzers "Ausgedrückte Entblößung". Der Buchführer, viel auf Messen unterwegs und dadurch weitläufig bekannt, wurde am 20.Mai 1527 in Leipzig enthauptet. Über einen Prozeß gegen ihn ist nichts bekannt. Seine Gattin Kunigunde führte das Geschäft bis 1539 weiter. (NVA 10 S.18, Aufzählung seiner Drucke: S.133-147) |
| Kunigunde Hergot | (auch Hergotin) Mitinhaberin und Gattin der Nürnberger Druckerei des Hans Hergot. Führte nach der Hinrichtung ihres Mannes das Geschäft weiter. Heiratete den Nürnberger Georg Wachter. Gab 1531 nochmals das Neue Testament mit den Wittenberger Holzschnitten heraus und galt daher für Luther als Prototyp der Nachdrucker, die Autoren um ihr Geld brachten.(NVA 10 S.31) |
| Eobanus Hessus | Gelehrter der Universität Erfurt, Humanist. (Holzschnitt von Dürer) (NVA 29) |
| Wendel Hipler | auch: Wendelin Hipler;
Feldschreiber im Odenwälder Haufen, "Bauernkanzler", Freund G.v.Berlichingen, Verfasser der Instruktionen und des Beratungsplanes für den Heilbronner Bauerntag. (697,701-703,721) Ehemaliger Kanzler des Grafen von Hohenlohe, floh nach der Niederlage der Bauern, wurde 1526 verhaftet und starb im Gefängnis. (NVA 14) |
| Matthaeus Hisolidus | ( auch ?:
Franz Matthäus Hisolidus
?); Mönch aus dem Benediktiner-Kloster Oldisleben bei Heldrungen. Predigte im ähnlichen Sinne wie Heinrich Pfeiffer in Mühlhausen (1521 ?).
(NVA 29) |
| Hermann von Hoff | Anführer im Erfurter Haufen,begleitete vorher Luther zum Wormser Reichstag, Amtmann der Mühlburg. |
| Hermann Holzapfeln | ( Hermann Holzapfel ?) ; am 29.Mai 1525 auf dem Obermarkt in (Mühlhausen ?) mit dem Schwert hingerichtet. ( unklar: ein Feldhauptmann der Bauern? aus Eisenach ?) |
| Jakob Holzwart | zeitgenössischer Chronist des Bauernkrieges |
| Hieronymus Hölzel | druckte in Nürnberg die "Hochverursachte Schutzrede" Müntzers, wurde dafür verhört u. bestraft. |
| Anton Hosszu | Einer der Führer des Bauernaufstandes in Ungarn 1514.(NVA 14) |
| Balthasar Hubmayer | auch: Hubmeier, Hubmayr, Hubmaier; wirkte in Waldshut erfolgreich für die Reformation und wurde später der bedeutendste Schreiber der Täufer. Er verfaßte einen Artikelbrief, mit dem er die Dörfer der Baar, des Schwarzwaldes, des Hegau und des Klettgaus für die Bauernsache gewinnen wollte. Nach seiner Gefangenname in Wien lehnte er einen Widerruf ab und wurde am 10. März 1528 auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Seine Frau wurde in der Donau ertränkt. (Gedenktafel) |
| Hans Jacob Humpis von Senftenau | Anführer im Bodensee-Haufen (?),stammte aus dem städtischen Patriziat (1/132) |
| Dietrich Hurlewagen | Anführer im Bodensee-Haufen, Lindauer Bürger (1/132). Auch als gemäßigter Anführer des Rappertsweiler Haufens benannt. Er soll am Ostermontag 1525 den Truchseß von Waldburg auf den Knien gebeten haben, die (weit überlegenen !) Bauern nicht anzugreifen. Vermutlich mit am Zustandekommen des Vertrags von Weingarten schuldig. |
| Hans Hut | Anhänger Müntzers in Bibra, Freund des Hans Denck. |
| Frowin von Hutten | Vetter Ulrich v. Huttens, Anhänger Sickingens während des Adelsaufstandes 1522, diente am Hof des Kurfürsten von Mainz, beteiligte sich 1525 an der Niederschlagung der aufständischen Bauern. (NVA 14) |
| Michael Hutter | ein Plattner aus Schmalkalden, ein Anführer im
Werrahaufen
(und bei Hersfeld(?)) (567) trug die berühmte Fahne mit Kruzifix, Vogel, Hirsch, Fisch und Wald durch den Werragrund. |
| I | |
| Hartmann Ibach | von Luther nach (Annaberg) Bucholz entsandter Pfarrer, kämpfte auf Seiten der bergmännischen Opposition gegen den lutherischen Bergvogt (März 1525 ?) und wurde deswegen entlassen. |
| Tews Iherun | Bauer ; mit zwei weiteren Anführern des Samländischen Bauernaufstandes am 1.November 1525 (Aller Heiligen Tag) hingerichtet. |
| J | |
| Jeckel | der Schuster aus Königsberg ; mit zwei weiteren Anführern des Samländischen Bauernaufstandes am 1.November 1525 (Aller Heiligen Tag) hingerichtet. |
| Fritz Joß | (1470 - 1517 oder 1525) in der Literatur oft mit
Joß Fritz benannt,
jüngster Sohn einer leibeigenen Bauernfamilie aus
Untergrommbach,
Reorganisator der Bundschuhbewegung am Oberrhein
und im Schwarzwald. (NVA 14) |
| K | |
| Apollonia Kaiser | (auch: Ampell Keißerin) sagt im Verhör elf Jahre nach dem Bauernkrieg aus, sie sei Anhängerin der Wiedertäufer seit "Muntzer und Pfeiffer gepredigt haben". Mit anderen Gesinnungsgenossen starb sie am 8.November 1537 den Märtyrertod in der Unstrut vor Mühlhausen. |
| Konrad Kapeler | gehörte zu den "Räten" des Allgäuer Haufens. |
| Karlstadt | Siehe Bodenstein |
| Justus Kern | (auch Jodokus), Zeitgenosse Müntzers, Nachfolger auf dessen Predigerstelle in Allstedt (bis 1533 ?), von Luther protegiert. Heiratete 1524 (?) die Nürnberger Nonne Ursula Topler. Unstimmigkeiten zwischen beiden Gatten führten zur Trennung. Ein Gutachten Luthers darüber könnte als ein erstes Zeugnis einer modernen Scheidung betrachtet werden. (NVA 26) |
| Katt Kislers | Witwe eines hingerichteten Aufständischen der Thüringer Bauern. (NVA 7) |
| Dieter Knebel | Knebel von Katzelnbogen (?), Zeuge bei der Anklage und Ausweisung von Bingener Bürgern am 31.7.1525. (NVA 2) |
| Kurt Knieriemen | ( von -oder aus- S.Nicolaus ??); am 29.Mai 1525 auf dem Obermarkt ( von Mühlhausen ?) mit dem Schwert hingerichtet. |
| Knopf von Leubas | Siehe Jörg Schmid (NVA 14) |
| Michael Koch | Der bedeutendste der acht Männer, die eine Anstellung Heinrich Pfeiffers zum Pfarrer in Mühlhausen durchsetzen wollten.
(NVA 29 S.6) |
| Margareta Kochin | Witwe eines hingerichteten Aufständischen der Thüringer Bauern. (NVA 7) |
| Jakob Köhl | auch: Jakob Kohl; Wirt aus Eibelstadt, von allen Fähnlein des Tauberhaufens am 24.April 1525 zum Feldhauptmann gewählt. Oberster Hauptmann auch in Würzburg, von der Stadt nach ihrer Unterwerfung im Eckardsturm gefangen gehalten und an die Sieger ausgeliefert, am 8.Juni 1525 auf dem Markt von Würzburg enthauptet.(605,731-732) |
| Jacob Krause | Anführer im Salzaer- und Wangenheimer Haufen |
| Krause (?) | "der die Botschaft des Bauernaufstandes in Samland nach Königsberg brachte"; (unbekannter Bauer ?); Am 2.November 1525 auf dem Altstädter Markt (in Königsberg ?) enthauptet. Die Hinrichtung erfolgte an 8 gefangenen Aufständischen des Bauernaufstandes in Samland. |
| Lena Kraussen | Witwe eines hingerichteten Aufständischen der Thüringer Bauern. (NVA 7) |
| Krüger von Pobeten | auch: Merten Wernicke und Herzog Merten ; Am 2.November 1525 auf dem Altstädter Markt (in Königsberg ?) enthauptet. Die Hinrichtung erfolgte an 8 gefangenen Aufständischen der Bauernerhebung in Samland. |
| Hans Kugel | Hauptmann des fuldaischen Haufens (567) |
| Bastian Kunemund | Bürgermeister im Ewigen Rath in Mühlhausen (?), am 29.(?) Mai 1525 auf dem Obermarkt in Mühlhausen (?) hingerichtet und auf dem Kirchhof begraben. |
| Christoph Kuppener | auch: Cuppener, Küppener; (1466-1511);
Leipziger Jurist, verfaßte 1508 eine Schrift gegen den Wucher und forderte die Bestrafung der Monopolisten (Furkauf): Ein schons Buchlein - daraus ein itzlicher Mensch lernen mag was Wucher und wucherische Händel sein. |
| Bonaventura Kürschner | Anführer des Frankenhäuser Haufen |
| L | |
| Hans Leminger | Bürger der Stadt Würzburg, der Bader zum Löwen, nach der Niederlage am 8.Juni 1525 auf dem Markt hingerichtet. (732) |
| Sebastian Lotzer | Feldschreiber des Baltringer Haufens unter Ulrich Schmid, verfaßte reformatorische Flugschriften, darunter die "12 Artikel" |
| Martin Luther | (1483 - 1546); Initiator der deutschen Reformation, seine Bibelübersetzung förderte die Verbreitung einer einheitlichen deutschen Schriftsprache, als Gegner Müntzers rief er im Mai 1525 zur schonungslosen Niederschlagung des Bauernaufstandes auf, Erbauer der protestantischen Landeskirchen, Mitbegründer des Volksschulwesens. (NVA 15) |
| M | |
| Christian Mader | Vertreter des Baltringer Haufens auf dem Bauernparlament 1525, aus Griesingen |
| Hans Maiger | Vertreter des Baltringer Haufens auf dem Bauernparlament 1525, aus Baltringen |
| Steffen Mann | Am 23. Mai 1525 (?) erhielt der Rat von Schmalkalden den Befehl, den Sichelschmied Steffen Mann und Bastian Steinmetz zu verhaften (?),
Mann konnte sich rechtzeitig nach Erfurt retten (?), während Steinmetz zusammen mit einem nicht weiter bekannten Paul (?) Gebauer (?)
auf dem Altmark (Schmalkalden) enthauptet wurde.
Eine Gedenktafel in Schmalkalden erinnert an Daniel Gebauer und Bastian Steinmetz
aus Schmalkalden und an zwei weitere (unbekannte) Opfer (aus Brotterode) der herrschaftlichen Rachsucht, die am 3.Juli 1525
hingerichtert wurden.
(NVA 31) W. Zimmermann erwähnt einen Plattner Michael Hutter aus Schmalkalden als Bannerträger des Werrahaufens. (567) |
| Johann Mantel | (etwa 1468 - 1530), Theologe, Prediger in Stuttgart, Anhänger Thomas Müntzers.(NVA 15) |
| Caspar Marth | Kaiserlicher Kammerprokurator, Fiskalgeneral;
stellte im Jahr 1523 die namhaften Augsburger Handelsherren:
Jakob Fugger, Bartholomäus Welser, Christoph Herwart, Ambrosius Höchstetter und Andreas Rem
vor Gericht und stellte sie unter Anklage wegen Monopolvergehens! Am 15.Sept.1523 befahl Karl V. mit Schreiben aus Burgos, das Verfahren einzustellen, sandte am 16.12.1524 direktes Mahnschreiben an Caspar Marth! Karl V. war selbst Schuldner bei den Fuggern.(NVA 30) |
| Georg Matern | am 29.Mai 1525 auf dem Obermarkt (in Mühlhausen ?) mit dem Schwert hingerichtet. (unklar: ein alter Mann aus Allstedt ?) |
| Andreas Mattstedt | Faktor der Fugger in Leipzig. Bei ihm wurden die Ablässe, die vom Prediger Tetzel eingenommen wurden, abgeliefert. Die Hälfte des Erlöses ging an Rom, die andere wurde von den Fuggern einbehalten als Tilgung für die Schulden des Erzbischof Albrecht. Albrecht v. Mainz war an die Fugger mit 30.000 Dukaten (?) verschuldet. |
| Bernhard von Mauchenheim | Zeuge bei der Anklage und Ausweisung von Bingener Bürgern am 31.7.1525. (NVA 2) |
| Oswald Meder von Rietheim | von den Bauern zum Hauptmann gewählt beim Aufstand der Brigachtäler Bauern, der in den Villingern unterstellten Ortschaften Beckhofen, Grüningen, Klengen, Überauchen, Rietheim, Marbach ausbrach. In der Mühle zu Klengen wurden die 16 Artikeln zusammengestellt und am 18. November 1524 dem Villinger Rat überreicht. (228) |
| Philipp Melanchthon | (1497 - 1560) deutscher Philosoph, Sprachwissenschaftler und Theologe, Mitstreiter Luthers, begründete das pädagogische Programm des Humanismus, schuf mit dem Gymnasium ein Modell für das Erziehungs- und Unterrichtswesen, Vordenker der Universitätsreformen. (NVA 15) |
| Albrecht Menge | Anführer im Salzaer- und Wangenheimer Haufen |
| Stephan von Menzingen | Adliger, leitete im März 1525 den Aufstand der Rothenburger Kleinbürger und Plebejer, wurde nach der Niederlage des Aufstandes hingerichtet.(NVA 15) |
| Laurentius Meszaros | Meszaros war Geistlicher in Szeged und 1514 Anführer im ungarischen Bauernaufstand, 1514 hingerichtet. (NVA 15) |
| Georg Metzler | Wirt aus Ballenberg, 1525 einer der Anführer des Bauernaufstandes im Odenwald, Führer des hellen lichten Haufens, floh nach der Niederlage des Haufens. (NVA 15) |
| Michel | aus Schussenried, Vertreter des Baltringer Haufens auf dem Bauernparlament 1525 |
| Thomas Murner | Franziskaner, zweifacher Doktor, intelligentester Gegner Luthers, katholischer Volksprediger gegen die Reformation. Gab
sich in seinen Schriften betont als Anwalt des Volkes. Lieferte mit seiner Zeile "...hanß karsten vnd die vnuerstendig gemein ..." (= Hans Karst und die unverständige Gemeinde - wobei Hans Karst = Hans, der Bauer, der mit der Karst=Feldhacke arbeitet) den Titel zu einer bedeutenden Flugschrift: Karsthans (Januar 1521). Der neue Held ist nicht mehr der einfältige Tölpel Bauer sondern der bibelfeste und vom gesunden Menschenverstand beherrschte Arbeiter, der keinen Vormund benötigt. |
| Konrad Muth | auch: Mutian,
Mut, Mutianus
Rufus.
Gothaer Kanonikus und Mitverfasser der Dunkelmännerbriefe im Erfurter Humanisten-Kreis. An 25.April 1525 vertrat er gegenüber seinem Gönner Kurfürst Friedrich von Sachsen die Verschwörungstheorie, das die Reichsstädte die Bauern unter dem Schein des Evangeliums aufhetzen um die kirchlichen Güter zu enteignen und die Fürsten generell abzuschaffen. Sie wollen Deutschland zu einer Republik machen.(623-624) |
| der Müller aus Kaymen | auch: Möller zu Kaymen ; auch: Caspar genannt; Soll am 3.September 1525 (Sonntag vor Geburt Mariae) maßgeblich am Beginn des Bauernaufstandes in Samland beteiligt gewesen sein, gilt als "Verursacher" der Bauernunruhen. Wurde am 7.November 1525 (in Kneiphof auf dem Markt ?) mit zwei anderen Aufrührern hingerichtet. Anschließend wurde sein Haupt und sein Leib auf Spieße gesteckt. (Der Adel hatte vor der Niederlage der Bauern versprochen, sich nicht an den Aufständischen zu rächen!) Auf die Frage, warum er solches (den Aufstand) angefangen habe, antwortete der Müller von Kaymen, nichts anderes hätte ihn dazu bewogen, denn die Beschwerung der armen Leute auf dem Lande. |
| Hans Müller von Bulgenbach | bedeutender Anführer im Bodensee-Haufen, von den Bauern im
Stühlinger Aufstand
gewählt, nach schwerer Folter am 12.August 1525 hingerichtet. (Ergänzung: 1525 Führer der Schwarzwälder Bauern, ließ die Bauern im Stich, wurde nach der Niederlage des Aufstandes hingerichtet (aus: NVA 15) |
| Linhart Müller | Vertreter des Baltringer Haufens auf dem Bauernparlament 1525 , aus Rißtissen |
| Sebastian Münster | (1488-1552), Kosmograph, Humanist u. Hebraist. Er hatte 1528 alle Liebhaber des deutschen Vaterlandes aufgefordert, von der Umgebung ihrer Wohnorte Karten aufzunehmen und ihm die topographischen Informationen zu übersenden. (NVA 24) |
| Thomas Müntzer | auch: Münzer , Muentzer , Muenzer ;
Anführer des Mühlhäuser-und Thüringer Haufens. Müntzer gewann mit seinen aufrüttelnden Predigten
schnell Einfluß auf seine Zuhörer - er predigte deutsch statt Latein,
berühmt ist seine
Feldpredigt
auf dem Schlachtfeld bei Frankenhausen am 15.Mai 1525 Siehe auch: Karte der Lebensstationen von Thomas Müntzer Siehe auch: Thomas Müntzer an verfolgte Anhänger in Sangerhausen geschrieben zwischen 15. und 22. Juli 1524 darin Gregorianischer Choral: O Herr, zu Dir erheb ich meine Seele Advents-Amt (Matutin) aus dem 25.Psalm mit deutschem Text von Thomas Müntzer (folgendes Zitat aus NVA 15:)" (etwa 1489 - 1525) Ideologe der radikalsten plebejischen Fraktion in der frühbürgerlichen Revolution. Er trieb die spontane Volksbewegung der Reformation über die von Martin Luther gezogenen engen Grenzen einer bürgerlich-gemäßigten Bewegung zur Umgestaltung der Kirche hinaus und leitete sie hinüber in den Volksaufstand gegen den Feudalismus. In religiös-utopischer Verbrämung entwickelte er die Idee von einer Gesellschaft ohne Herren und Knechte. Er schuf in Allstedt und Mühlhausen revolutionäre Organisationen zum Kampf gegen die Fürstenherrschaft, für die Errichtung einer Macht des Volkes. Zentrale Symbolgestalt der Bauernkriegstradition. " |
| Hieronymus Münzer | Nürberger Arzt und Kosmograph studierte an der Universität Leipzig, steuerte zu Schedels berühmter Weltchronik 1493 geografische Teile bei, u.a. die erste gedruckte Deutschlandkarte. Wirkte vermutlich am Behaimschen Globus mit. 1493 schlug er in einem Brief an den König von Portugal vor, den Seeweg über den Atlantik nach Indien zu suchen. 1494/95 unternahm er eine Reise, die ihn durch die Schweiz, Frankreich, Spanien und Portugal führte. |
| N | |
| Caspar Nützel | Nürnberger Ratsherr, schrieb im August 1525 an den Herzog Albrecht von Preußen einen Bericht über den Bauernaufstand . Dabei stellte er sich nicht auf Seiten der "unvernünftigen Pauren", konnte aber deren unerträgliche soziale Lage erkennen und zeigte Entsetzen über die brutale Niederschlagung und Abrechnung der Herrschenden. |
| O | |
| Johann Ruchrat von Oberwesel |
(auch: Johann von Wesel; Hanns vom Hain; Johannes
Rucherath;
Richerath;
Richrath von Wesel; de Vesalia) Seine "Disputatio adversus indulgentias" und die gegen die Ansprüche des Papsttums gerichtete Schrift "Von der Autorität, Pflicht und Vollmacht der geistlichen Hirten" bewirkten 1477 seine Strafversetzung als Dompfarrer nach Mainz. Wegen seiner Beziehungen (?) zu den Hussiten wurde er 1479 vor ein Ketzergericht in Mainz geladen und verurteilt. Trotzdem er sich zum Widerruf bewegen ließ, wurden alle seine Schriften verbrannt. Johann blieb bis zu seinem Tod 1481 in Kerkerhaft. |
| Philipp von Ockenheim | Zeuge bei der Anklage und Ausweisung von Bingener Bürgern am 31.7.1525. (NVA 2) |
| Curt Osterhilt | Ein (sonst unbekannter) Bürger, der mit seinem Fuhrwerk den Thomas Müntzer Mitte August 1524 in die Stadt Mühlhausen brachte.
(NVA 29 S.8) |
| P | |
| Georg Pencz | Sympathiesant der Bauern, einer der "drei gottlosen Maler", Schüler Dürers. |
| Peringer | Der sogenannte
“Bauer zu Wöhrd”, ein Volksprediger,
angeblich ein aus dem Ulmer Gebiet vertriebener Pfarrer Diebold Schuster,
der unter den Namen Peringer - einen demokratischen Zug der Zeit folgend -
im Gewand eines Bauern predigte. |
| Konrad Peutinger | Augsburger Stadtschreiber, Humanist; stellt in seinem Gutachten von 1507 das erste Mal den "Wettbewerb" in der Wirtschaft als "gottgewollt" dar, der nur dem Prinzip von Angebot und Nachfrage unterworfen sei. Aber ausgerechnet die zeitgleich wirkende Praxis des "Furkaufs" bestätigte seine Theorie nicht! (Bildnis Peutingers) |
| Pfeiferhänslein | (Siehe Hans Böhm), Hirte und Volksprediger in Niklashausen und im Bistum Würzburg, 1476 auf dem Scheiterhaufen verbrannt.(NVA 16) |
| Heinrich Pfeiffer | (eigtl. Heinrich Schwertfeger) Volksprediger aus Mühlhausen, Anhänger Thomas Müntzers,
einer der Führer des Aufstandes der städtischen Bevölkerung in Mühlhausen.
(NVA 16)
Zisterzienser, floh 1521 aus dem Kloster auf den Scharfenstein,
wurde von der Burg verwiesen, ging Februar 1523 nach Mühlhausen, August 1523 ausgewiesen.
Wirkte mit Thomas Müntzer in Mühlhausen im August 1524, erneut ausgewiesen versuchte er,
reformatorische Gedanken in Nürnberg zu verbreiten,
kehrte Frühjahr 1525 nach Thüringen zurück, wurde neben Müntzer zum Führer des Aufstands in Mühlhausen und Umgebung.
Nach seiner Gefangennahme nach der verloren
Schlacht bei Frankenhausen
wurde er mit Müntzer hingerichtet.
Hinrichtung am 27. Mai 1525 bei Mühlhausen im Heerlager Görmar. (Hinweis in eresie.it) (Hinweis in google-archiv) |
| Kaspar Praßler | Anführer der aufständischen Bauern und Bergleute 1525 im Bistum Salzburg. (NVA 16) |
| Kaspar Pregizer | Messerschmied in Schondorf (Württemberg), einer der Organisatoren des Bundes Armer Konrad, nahm 1514 am Aufstand der Bauern und Städter in Württemberg teil, floh nach der Niederlage des Aufstandes. (NVA 16) |
| Q | |
| |
keine Einträge |
| R | |
| Franz Rabmann | Volksprediger in Grießen, nahm an den Aufständen der Schwarzwälder und Klettgauer Bauern und Plebejer teil; wurde im Herbst 1525 gefangengenommen und hingerichtet. (NVA 16) |
| Jörg Ratgeb | auch: Jerg Ratgeb;
(geb.um1480, 1526 Vierteilung durch ein Roßgespann) Verheiratet mit einer Leibeigenen schuf der Maler Werke, die davon zeugen, das er auf Seiten der Unterdrückten stand. Vom Stuttgarter Rat zu den Bauernheeren gesandt, schloß er sich diesen an. Nach der Niederlage der Bauern gelang ihm die Flucht, wurde in Pforzheim denunziert und eingekerkert. Nach grausamstem Urteil im Hochverratsprozeß wurde er von Pferden zur Richterstatt geschleppt und dort in Stücke gerissen, wie er es einmal auf einem seiner Bilder anklägerisch malte. Nach seinem Tod sollten alle seine Werke vernichtet werden. Siehe auch: Ratgebaltar von H.Kloss |
| Anna Rappolt | Zweite Ehefrau des Tilman Riemenschneider von 1497 bis 1506. Dieser Ehe entstammen die drei Söhne Jörg, Hans, Bartholomäus und eine Tochter. Anna brachte vier jüngere Geschwister in die Ehe. |
| Rebmann | Probst in Herrenberg, Auftraggeber für den Herrenberger Altar, 1517 gest., Nachfolger wurde Benedikt Farner. |
| Margarete von Rein | Frau des Claus Stalberg. Als Stifter im Carmeliterkloster Frankfurt a.M. mit der Bildunterschrift "Claus Stalberg, Margaretha v. Rein sein Husfruw 1515" von Ratgeb erwähnt. |
| Lucas Rem | Augsburger Patrizier, mit den Welsern verwandt, Pionier des oberdeutschen Überseehandels, seine Aufzeichnungen von 1494 bis 1541, bekannt als "Tagebuch", geben auch Zeugnis vom moralischen Zustand der Patrizierklasse. Die Berichte über die Zustände in den Faktoreien betrafen nicht nur Betrug, Furkauf und Falschmünzerei. Der gesamte Handel und Geldhandel war offensichtlich stets gekennzeichnet von hoher krimineller Energie und Habgier. Die kriminellen Praktiken des Wuchers, der Falschmünzerei und des Bankrotts haben negative Auswirkungen auf die Gesamtgesellschft. Die ganze Gesellschaft ist nach Rems Ansicht gefährdet, wenn man Diebe als geschickte Leute betrachtet. (NVA 18) |
| Wilhelm Rem | 1526 wurden die Fuggerschen Bergwerke durch den König und die Stände von Ungarn enteignet! Wilhelm Rem berichtete, das die Fugger und ihr Schwager Thurzo fast bese mintz gemacht hätten und deswegen ain gros, bös geschrei über sie gieng. Begriffe heute etwa vergleichbar mit Wertpapierfälschung und Finanzskandal. (NVA 18) |
| Margarethe Renner | Schwarze Hofmännin, Schwarze Margarete, Bäuerin aus Böckingen, (392-394) |
| Wilhelm Reublin | bis 1510 Pfarrer in Grießen, Wiedertäfer, soll den Zürcher Predikannten Johannes Rebmann (?) auf den Ort in Klettgau aufmerksam gemacht haben, in dem Claus Meier (?), von Beruf Wagner und als Claus Wagner (?) bekannt, als Hauptmann der Aufständischen von 1524 gewirkt hat. Zur selben Zeit soll dort Thomas Müntzer agiert haben. (?) |
| Johannes Reuchlin | (1494-1522); Deutscher Humanist, bekannt im Zusammenhang mit dem Streit um die Dunkelmännerbriefe, lehnte die Kirchenreform Luthers ab, Vertreter des Renaissance-Platonismus, beschäftigte sich als Reaktion auf den herrschenden Nominalismus mit Kabbala, Zoroaster und Pythagoras. |
| Erhard Reuwich | Drucker und Maler aus Utrecht, unternahmen 1483/84 mit dem Mainzer Domherrn Breydenbach eine Pilgerreise nach Jerusalem. Die unterwegs angefertigten Zeichnungen von Städten, Heiligtümern, Alltagsszenen oder exotischen Tieren übertrug er in Holzschnitte und veröffentlichte sie 1486 zusammen mit der Reisebeschreibung unter Breydenbachs Namen. (NVA 11) |
| Tilman Riemenschneider | bedeutenster Bildhauer und -schnitzer seiner Zeit, Bürgermeister von Würzburg, stand auf Seiten der aufständischen Bauern, geriet nach der Niederlage der Bauern in Gefangenschaft und wurde gefoltert. Weitere künstlerische Arbeit war ihm nicht mehr möglich, da ihm auf der Burg die Hände gebrochen wurden. |
| Contz Rietmüller | Vertreter des Baltringer Haufens auf dem Bauernparlament 1525 , aus Tannheim |
| Melchior Rinck | auch: Rink oder Ring ; deutscher Theologe und Humanist,
Anhänger Müntzers in Eckardshausen, Kaplan in Hersfeld,
Freund des Hans Denck. |
| Hans Römer | entschiedener Kämpfer für die Bauernsache (1/140) Siehe auch: Hans von Rohm |
| Hans von Rohm | auch: Rone ; ein Hauptmann des fuldaischen Haufens (567) vermutlich identisch mit Hans Römer (1/140) |
| Jäcklein Rohrbach | (auch: Jäcklin Rohrbach ), einer der Führer des Bauernaufstandes in Franken, entschlossener Hauptmann der Bauern im Neckartal, zeichnete sich durch Unversöhnlichkeit gegenüber den Adligen aus, (NVA 17) wurde besonders grausam hingerichtet am 21. Mai 1525 im heilbronnischen Dorf Neckargartach. |
| Sebastian von Rotenhan | Hofmeister auf der Festung in Würzburg, Verteidiger der Marienburg. |
| Crotus Rubianus | (auch: Johannes Jäger ); gehörte zum ersten Erfurter Humanistenkreis. (NVA 29 S.4) |
| Rucherath | Siehe Johann Ruchrat von Oberwesel |
| Burkhart Rüttimann | auch: Rüttman; Untervogt aus Nussbaumen, als einer der drei vermeindlichen Anführer des Ittingersturm (18. und 19.7.1524) am (24.September in Baden -? /28.September 1524 in Frauenfeld -?) hingerichtet. (223-226)(NVA 8) |
| S | |
| Michael Sachs | ein Hauptmann im schwarzen Werrahaufen. |
| Hans Sattler | auch: Hans Sattler von Augsburg (?), Fähnrich in der Schwarzen Schar von Florian Geyer, fiel im Kampf um Schloß Ingolstadt. (726) |
| Jörg Sauernagel | Weingärtner, früherer Nachbar des Jörg Ratgeb. Zeuge im Prozeß von 1541. Sagt aus, das er Ratgeb lange als Nachbar hatte, der friedlich und gut zu den Leuten war und kein Huhn erschrecken konnte. Warum der gevierteilt wurde, weiß Gott allein. Sauernagel selbst könne es nicht wissen. (Fraenger) |
| Christoph Schappeler | (1472 - 1551) Theologe, 1524/1525 Führer der plebejischen Bewegung in
Memmingen (Oberschwaben).
(NVA 17) Mitverfasser (?) der "Zwölf Artikel", |
| Engelbert Schauer | Faktor der Fugger in Rom .(?) Zahlte die Hälfte der Tetzel-Erlöse des Ablaßhandels an die Kurie. Die andere wurde von den Fuggern einbehalten als Tilgung für die Schulden des Erzbischof Albrecht. |
| Hans Schiller | Bürger der Stadt Würzburg, Rotschmied, nach der Niederlage am 8.Juni 1525 auf dem Markt hingerichtet. (732) |
| Melchior Schippel | ein Hauptmann im schwarzen Werrahaufen in Hersfeld (567) (evtl. verwandt mit Hans Schippel oder Hans Sippel ?) |
| der Schulzen Sohn von Brasdorf | oder: aus Braschdorf; unbekannter junger Geselle; Am 2.November 1525 auf dem Altstädter Markt (in Königsberg ?) enthauptet. Die Hinrichtung erfolgte an 8 gefangenen Aufständischen der Bauernerhebung in Samland. |
| Jörg Schmid | (auch genannt Knopf ; Knopf von Leubas ) Bauer aus Oberschwaben,
Anführer des Oberallgäuer Haufens, ein Bleiknecht des Kemptener Amtmanns (1/132). Auch als Anführer der Kemptener Bauern benannt, lehnte die Zustimmung zum Vertrag von Weingarten ab. Nach der Zerschlagung des Haufens wurde er 1525 hingerichtet. (NVA 17) |
| Ulrich Schmid | Anführer des Baltringer Haufens (247) , Vertreter auf dem Bauernparlament März 1525. (auch in NVA 17) |
| Georg Schneider | ehemaliger Hauptmann der Landsknechte in französischem Dienst. 1513 an der Verschwörung des Bundschuhs und an der erfolglosen Vorbereitung eines Bauernaufstandes am Oberrhein beteiligt. (NVA 17) |
| Schnitzer | Sonthofner Bauernhauptmann |
| Ulrich Schön | Teilnehmer am Bauernkrieg 1525, einer der Anführer des Leipheimer Haufens, wurde gefangengenommen und hingerichtet. (NVA 17) |
| Jacob Schulzen | auch: Jacob Schulz (?) ; Schuster (aus Mühlhausen (?)) am 26.Mai 1525 (Freitag nach Himmelfahrt Christi) auf dem Obermarkt (Mühlhausen ?) mit dem Schwert hingerichtet. (NVA 20) |
| Hans von Schüren | Vertrat die Fugger in Lissabon. (NVA 19) |
| Günther d.J. Graf von Schwarzburg-Sondershausen | hatte die Artikel der aufständischen Bauern akzeptiert teils aus Furcht vor ihnen, teils aus dem Kalkül, selbst
mehr Freiheit den sächsischen Fürsten abgewinnen zu können, ließ die Bauern des Frankenhäuser Haufens im Mai 1525 im Stich.
(NVA 25 S.62,64) |
| Margareta Schwarczn | Witwe eines hingerichteten Aufständischen der Thüringer Bauern. (NVA 7) |
| Christoph Scriptoris | Pfarrer von Tauberbischofsheim, vermutlich einer der Auftraggeber der Tauberbischofsheimer Tafeln des Malers Grünewald. Lutherisch beeinflußt und daher 1522 abgelöst von seinem Posten.(NVA 8) |
| Jakob Sentz | Vertreter des Baltringer Haufens auf dem Bauernparlament 1525, aus Erolzheim |
| Hans Singer | (auch: Singerhans ), einer der Führer des Bundes Armer Konrad und des Bauernaufstandes 1514 in der Schwäbischen Alb. (NVA 17) |
| Hans Sippel | auch: Hans Schippel ;
(567) ein Anführer des Werrahaufens in Hersfeld (1/140) |
| Lip Spans | Vertreter des Baltringer Haufens auf dem Bauernparlament 1525, aus Eichenberg |
| Balthasar Springer | (oder: Sprenger), aus Tirol. Abgesandter des Augsburger Handelshauses der
Welser. Von ihm stammt der erste längere Bericht einer Indienreise in deutscher Sprache. (NVA 5) |
| Claus Stalberg | Patrizier der Stadt Frankfurt a.M., sein Name ist als Stifter an der Wandmalerei des dortigen Karmeliterklosters zu lesen. Das Gemälde an der Südwand des Kreuzganges "Anbetung der Könige" stammt von Jerg Ratgeb. |
| Bastian Steinmetz | Bürger aus Schmalkalden, am 3.Juli 1525 wegen Teilnahme an der Erhebung der Bauern des Werratals hingerichtet. Eine Gedenktafel in Schmalkalden erinnert zugleich an seine Leidensgenossen Daniel Gebauer und Hans Heinrich und an zwei weitere (unbekannte) Opfer (aus Brotterode) der herrschaftlichen Rachsucht. (NVA 31) weitere Hinweise: ein Sichelschmied Steffen Mann (?) konnte fliehen und sich nach Erfurt absetzen? W. Zimmermann erwähnt einen Plattner Michael Hutter aus Schmalkalden als Bannerträger des Werrahaufens. (567) |
| Hans Stincklin | Vertreter des Baltringer Haufens auf dem Bauernparlament 1525, aus Unlingen |
| Niklas Storch | (auch: Nikolaus Storch)(gest. 1525) Zwickauer Prohet, Weber aus Zwickau, Haupt einer spiritualistisch-eschatologischen Sekte, Vorläufer der späteren Widertäufer. Mitauslöser der Unruhen im Spätherbst 1521. (NVA 17) |
| Jakob Storger | Wiedertäufer, ehemaliger Büchsenmacher aus dem Thüringischen. Sagt im
Verhör vom 1537
"Müntzers Lehre sei recht gewesen...". Obwohl die Täuferbewegung nichts mit den Bauernrevolten zu tun hatte, wurde sie von den Herrschenden wie eine Aufstandsbewegung behandelt. Mit anderen "Aufrührern" wurde Storger am 8.November 1537, also elf Jahre nach den Aufständen, in der Unstrut vor Mühlhausen ertränkt. |
| Bernhard Strigel | (1460 - 1528) Maler, Sympathiesant der Bauernsache. Für einige Jahre deswegen aus seiner Heimatstadt Memmingen verbannt. |
| Konrad Summenhart | (1455-1502),Theologe, Kanonist und Naturphilosoph, gab um 1500 in seinem Werk "Septipertitum opus de contractibus" ("siebenteiliges Werk über Verträge") eine Beschreibung verschiedener Wirtschaftsanschauungen. Er akzeptierte (entgegen christlichem Gebot!) eine fünfprozentige Verzinsung von Kapitaleinlagen, hielt aber Monopole (Fürkauf) für "vernunftwidrig". |
| Peter Swyn | (1480-1537), Teilnehmer der
Schlacht bei Hemmingstedt,
Dithmarscher Bauer, studierte vermutlich an der Universität Rostock
unter dem Namen Petrus Blesse de Dithmercia, sagenhafter Held und Regent der
Bauernrepublik, hing lange dem alten Glauben an - ging zum Protestantismus über, begab sich noch 1522 auf die Wallfahrt nach Santiago de Compostela
wegen der Todsünde einer Priestertötung. Später wurde Swyn von bezahlten Mördern erstochen. Der Name seines Sohnes Henning fällt im Zusammenhang mit der Tötung des Reformators Heinrich von Zütphen 1524. Dieser Umstand veranlasst Martin Luther, eine Schmähschrift gegen die Dithmarscher zu verfassen. (NVA 28) |
| Ambros Szaleresi | Bürger der Stadt Pest, schloß sich dem ungarischen Bauernaufstand 1514 an, wurde Anführer eines Bauernhaufens, ging später zum Feind über. (NVA 17) |
| T | |
| Georg Tannstetter | auch: Tannstätter, Wiener Astrologe und Mathematiker. Er soll den innerösterreichischen Bauernkrieg von 1515 und später den deutschen Bauernkrieg "vorausgesagt" haben. Man kann heute davon ausgehen, das er über kluge Einsicht in gesellschaftliche Zusammenhänge und politische Entwicklungen verfügte. (NVA 9) |
| Khun Tauten | Witwe eines hingerichteten Aufständischen der Thüringer Bauern. (NVA 7) |
| Jörg Täuber | Anführer im Oberallgäuer Haufen (1/132) |
| Kunz von Thunfeld | Ritter, Lehnsmann des Bischofs von Würzburg, Anführer des Bauernaufstandes von 1476 in Niklashausen (Bistum Würzburg). (NVA 17) |
| Michael von Thunfeld | Sohn des Kunz v. Thunfeld, nahm 1476 am Bauernaufstand in Niklashausen teil. (NVA 17) |
| Konrad III. von Thüngen | (etwa 1466-1540), Fürstbischof von Würzburg (1519-1540), einer der grausamsten Unterdrücker der aufständischen Bauern und städtischen Plebejer in Franken. (NVA 14) |
| Ursula Topler | (um 1524...26), ehem. Nonne aus Nürnberg (?), heiratete Justus Kern, von dem sie sich später wieder trennte. Ein Gutachten zu dieser Trennung wurde von Luther (am 25.1.1526 ?) verfaßt und könnte als ein erstes Zeugnis einer modernen Scheidung betrachtet werden. (NVA 26) |
| Hans Tunger | Anführer im Erfurter Haufen |
| U | |
| Anna Uchenhofer | mit Tilman Riemenschneider seit 1485 verheiratet. Witwe eines angesehenen Goldschmiedes. Mutter dreier Söhne und Besitzerin des Hofes "Zum Wolfmannszichlein" in Würzburg. Nach dem Tod Annas schloß Riemenschneider noch drei Ehen. |
| Ulrich | aus Dellmensingen, Vertreter des Baltringer Haufens auf dem Bauernparlament 1525 |
| Hans und Ulrich Ueberlein | Am 5.
Juli 1524 ließ der Rat von Nürnberg einen Wirt von Woehrd
mit dem Schwert hinrichten, zusammen mit den Tuchknappen Hans und Ulrich Ueberlein, weil sie öffentlich bei der
Gemein übel vom Rat geredet und sich hätten vernehmen lassen, es täte nicht gut, es hielten denn Bürger und Bauern zusammen. |
| Theodoricus Ulsenius | auch: Dietrich Ulsen (?) Nürnberger Stadtarzt, gab zusammen mit A.Dürer den ersten medizinischen Druck über die Seuche Syphilis heraus. |
| V | |
| Wolfgang Vogel | Als hauptsacher (Anstifter)
täuferischer Lehren
am 26.März 1527 in Nürnberg hingerichtet. Vogel war lutherischer Prediger in Bopfingen, wirkte dann in der Nürnberger Landgemeinde Eltersdorf. Stand mit Hans Hut in Verbindung, nannte die Fürsten des Regensburger Konvents "tolle Götzen". Verfasser (?) der Flugschrift: "Ayn trostlicher sendbrief vnnd Christliche ermanung zum Euangelio an ain Erbarn Stadt vnd gantze gemyn zu Bopfingen vnd an alle die, so vom Euangelio vnd Wort Gottes abgefallen seynd".(NVA 10 S.25-27) Seiner Witwe verweigerte man die Herausgabe der Bibel ihres Mannes. |
| Hans Vollmar | auch:
Hans Volmar aus Beutelsbach stammende erster Hauptmann, oberster Anführer des Haufens aus Schorndorf beim Aufstand des Armen Konrad 1514, ein wohlhabender, kühner Mann, nach dem Aufstand mit Peter Geyser (Gaißpeter) hingerichtet. (69) |
| Friedrich Greifenclau von Volrads | wurde am 2.5.1525 in der Versammlung der Rheingauer Landschaft auf dem Wacholder
zum Hauptmann und Sprecher der Aufständischen gewählt nachdem er
widerwillig die 29 Forderungsartikel der Bauern anerkannte.
Zwischen 24.6.-27.6.1525 bevollmächtigt (?) für die Unterwerfungsverhandlungen
der Rheingauer Gemeinden.(Hinweis: am 23./24.6. Schlacht von Pfeddersheim)
(evtl. vergleichbar mit G.v.Berlichingen). Bruder des Erzbischof von Trier. (NVA 1) ,(740 ff) |
| W | |
| Balthasar Boos von Waldeck | Zeuge bei der Anklage und Ausweisung von Bingener Bürgern am 31.7.1525. (NVA 2) |
| Hans Wanner | Vertreter des Baltringer Haufens auf dem Bauernparlament März 1525 , aus Warthausen, (248) |
| Hans Jakob Wehe | auch: Hans Jacob Wehe; revolutionärer Prediger von Leipheim, wurde nach der Schlacht von Leipheim mit sieben anderen Haupleuten und Geistlichen enthauptet. (auch in NVA 17) |
| Friedrich Weigand | auch: Weigandt ; + um 1525, Kurmainzer Rentamtmann aus Miltenberg (?), zusammen mit Wendel Hipler Inspirator des Heilbronner Programms.Siehe auch sein Schreiben an Adel und Städte. |
| Erasmus Weitmoser | Handwerker, 1525 Anführer der Salzburger Bergleute und Bauern im Bauernkrieg. (NVA 17) |
| Tews Welt | Bauer ; mit zwei weiteren Anführern des Samländischen Bauernaufstandes am 1.November 1525 (Aller Heiligen Tag) hingerichtet. |
| Johannes Wildenauer | (auch: Egran(us) ; (um 1485 - 1535)), Humanist, Prediger an er Zwickauer Marienkirche (1517--21), entschiedener Gegner Thomas Müntzers ; Anhänger Erasmus von Rotterdam. (NVA 25 S.185 f.) |
| Melchior Wiegand | Anführer im Salzaer- und Wangenheimer Haufen |
| Henne Wilke | Hauptmann des fuldaischen Haufens (567) |
| Bernhard Wießner | Bürger der Stadt Würzburg, nach der Niederlage am 8.Juni 1525 auf dem Markt hingerichtet. (732) |
| Hans Wirth von Eberfingen | Anführer der Bauern |
| Hans Wirth aus Stammheim | Untervogt aus Stammheim, als einer der drei vermeindlichen Anführer des Ittingersturm (18. und 19.7.1524) mit seinem Sohn Hans am (24.September in Baden -? /28.September 1524 in Frauenfeld -?) hingerichtet. (223-226)(NVA 9) |
| Hans Wunderer | Baumeister aus Pfaffenhofen (bei Brackenheim), Anführer des Zabergäuhaufens, vereinte sich mit der Schar des Matern Feuerbacher.Konnte nach der Schlacht bei Herrenberg u. Böblingen fliehen, trat später in die Dienste des Landgrafs Phillipp von Hessen. (NVA 9 S.218) |
| Elß Wurmans | Witwe eines hingerichteten Aufständischen der Thüringer Bauern. (NVA 7) |
| Margarete Wurzbach | Die dritte Ehefrau des Tilman Riemenschneider, Witwe eines Schmieds, starb vermutlich 1520 (?) |
| Z | |
| Hans Zeiß | (um 1523/25) Kursächsischer Schosser in Allstedt, geriet zeitweilig unter den Einfluß Thomas Müntzers. 1525 wegen halbherziger Untersuchung der Zerstörung der Mallerbacher Kapelle entlassen. (NVA 25) |
| Eitelhans Ziegelmüller | Führer des
Bermatinger Haufens.
Die Linzgauer Bauern organisierten sich seit
Anfang 1525
im Bermatinger Haufen, einer Abteilung des Seehaufens. Nach dem Krieg konnte Ziegelmüller seine Position verbessern! Er erwarb zwei Höfe in Oberteuringen, behielt seine Funktion als Gerichtsmann, wurde Unterlandsvogtstellvertreter, soll später selber gegen Bauern gekämpft haben(?). War mutmaßlich beteiligt am Weingartner Vertrag mit dem Truchsess von Waldburg, der als schlimmster Verrat an der Bauernsache gilt. Ist Z. derjenige gewesen, von dem die Gegenseite behauptete, sie hätte eine wichtige Position im Lager der Bauern? |
| Johannes Zink | Faktor der Fugger-Bank in Rom, später päpstlicher Münzmeister, organisierte die
Silber-Lieferungen aus Tirol und Ungarn sowie die der Ablaßgelder aus Deutschland nach Rom.
(NVA 30) weiter suuchen in: google-buchsuche Poelnitz I, Poelnitz II |
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